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Geopolitik & PolitikFreitag, 19. Juni 2026

Polens Präsident entzieht Selenskyj den Orden des Weißen Adlers – Kiew spricht von strategischem Fehler

Die Aberkennung der höchsten polnischen Auszeichnung wegen der Ehrung einer umstrittenen ukrainischen Partisanenarmee überschattet die bevorstehende Wiederaufbaukonferenz in Danzig.

Der polnische Präsident Karol Nawrocki hat dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj den Orden des Weißen Adlers, die höchste staatliche Auszeichnung der Republik, entzogen. Auslöser ist ein Dekret Selenskyjs vom 26. Mai, mit dem eine Einheit der ukrainischen Spezialkräfte den Ehrennamen „Helden der Ukrainischen Aufstandsarmee“ (UPA) erhielt. Nawrocki begründete den Schritt in einer Videoansprache mit der historischen Verantwortung der UPA für Massaker an polnischen Zivilisten während des Zweiten Weltkriegs; für die „überwältigende Mehrheit der polnischen Gesellschaft“ bleibe die UPA eine Formation, die für brutale Verbrechen an Bürgern der Republik Polen stehe. Die Entscheidung fiel wenige Tage vor der für den 25. und 26. Juni in Danzig geplanten internationalen Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine, bei der Polen und die Ukraine als gemeinsame Gastgeber auftreten.

Aus Kiew kam umgehend scharfe Kritik. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bezeichnete die Aberkennung als „strategischen Fehler“ des polnischen Präsidenten, von dem „nur Moskau profitiere“. Er kündigte an, seinerseits den ihm 2022 verliehenen Kommandorskreuz mit Stern des Ordens „Für Verdienste um die Republik Polen“ zurückzugeben. Sybiha sprach von „ungerechtfertigten, impulsiven und respektlosen Schritten“ Warschaus, die sich nicht nur gegen Selenskyj, sondern gegen den ukrainischen Staat richteten. Zugleich betonte er, dass kein Präsident eines anderen Landes der Ukraine ihre Geschichte diktieren werde, und rief zu einer Rückkehr zu einem gleichberechtigten Dialog auf.

Innerhalb Polens ist die Lage gespalten. Ministerpräsident Donald Tusk, dessen Regierung die Entscheidung des Präsidenten noch förmlich bestätigen müsste, warnte auf der Plattform X vor einer Eskalation: Der Konflikt zwischen Polen und der Ukraine erfreue Präsident Putin und schockiere die Verbündeten; die Aufgabe beider Präsidenten sei es, Emotionen zu dämpfen, nicht anzuheizen. Tusks Koalition hatte zuvor auf Deeskalation und Kompromiss gesetzt; noch am Vortag hatte Selenskyj ein als konstruktiv bezeichnetes Gespräch mit Tusk geführt. Nawrocki hingegen, der dem nationalkonservativen Lager zugerechnet wird, stellte die historische Wahrheit als nicht verhandelbar dar und verwies darauf, dass polnische Soldaten Tausende ukrainische Kräfte ausgebildet hätten – ein Teil von ihnen werde nun unter dem Banner der UPA dienen, was nicht hingenommen werden könne.

Der Streit rührt an eine tiefe historische Wunde. Die UPA kämpfte in den 1940er- und 1950er-Jahren für die ukrainische Unabhängigkeit gegen die sowjetische Rote Armee, aber auch gegen die polnische Untergrundbewegung und verübte Massaker an Zehntausenden polnischen und jüdischen Zivilisten, vor allem in Wolhynien und Ostgalizien. Das polnische Parlament stufte diese Verbrechen 2016 als Völkermord ein. In der Ukraine hingegen gilt die UPA weithin als Symbol des Widerstands gegen Fremdherrschaft; ihre rot-schwarze Fahne wird an der Front verwendet. Die polnische Regierung hatte zuletzt Fortschritte bei Exhumierungen polnischer Opfer auf ukrainischem Gebiet erzielt, doch die Benennung der Einheit hat das Vertrauen nach Darstellung Nawrockis untergraben.

Ob Selenskyj an der Konferenz in Danzig teilnehmen wird, ist ungewiss. Die Aberkennung des Ordens bedarf noch der Bestätigung durch den Ministerpräsidenten; Tusks Reaktion deutet auf eine Suche nach Schadensbegrenzung hin. Das Dossier bleibt damit in der Schwebe, während die historische Kontroverse die ohnehin fragile polnisch-ukrainische Partnerschaft in einer sicherheitspolitisch kritischen Phase belastet.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Polen hat endlich den Nazi-Charakter des Kiewer Regimes anerkannt und Selenskyj die höchste Auszeichnung entzogen, nachdem er die in Russland verbotene extremistische Organisation UPA verherrlicht hat. Russische Beamte spotten, er solle nun das Hitler-Eiserne Kreuz tragen. Der polnische Schritt bestätigt die langjährigen Vorwürfe Russlands.

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Polens Präsident entzog Selenskyj den Orden des Weißen Adlers, nachdem dieser eine Militäreinheit nach der UPA benannt hatte, die während des Krieges Massaker an Polen verübte. Die Ukraine verurteilte den Schritt als strategischen Fehler und respektlos, während Polens Ministerpräsident mahnte, die Solidarität nicht zu vergeuden. Der Streit gefährdet das wichtige Bündnis gegen Russland.

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Die Aberkennung der höchsten polnischen Auszeichnung wegen der Ehrung einer umstrittenen ukrainischen Partisanenarmee überschattet die bevorstehende Wiederaufbaukonferenz in Danzig.

Der polnische Präsident Karol Nawrocki hat dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj den Orden des Weißen Adlers, die höchste staatliche Auszeichnung der Republik, entzogen. Auslöser ist ein Dekret Selenskyjs vom 26. Mai, mit dem eine Einheit der ukrainischen Spezialkräfte den Ehrennamen „Helden der Ukrainischen Aufstandsarmee“ (UPA) erhielt. Nawrocki begründete den Schritt in einer Videoansprache mit der historischen Verantwortung der UPA für Massaker an polnischen Zivilisten während des Zweiten Weltkriegs; für die „überwältigende Mehrheit der polnischen Gesellschaft“ bleibe die UPA eine Formation, die für brutale Verbrechen an Bürgern der Republik Polen stehe. Die Entscheidung fiel wenige Tage vor der für den 25. und 26. Juni in Danzig geplanten internationalen Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine, bei der Polen und die Ukraine als gemeinsame Gastgeber auftreten.

Aus Kiew kam umgehend scharfe Kritik. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bezeichnete die Aberkennung als „strategischen Fehler“ des polnischen Präsidenten, von dem „nur Moskau profitiere“. Er kündigte an, seinerseits den ihm 2022 verliehenen Kommandorskreuz mit Stern des Ordens „Für Verdienste um die Republik Polen“ zurückzugeben. Sybiha sprach von „ungerechtfertigten, impulsiven und respektlosen Schritten“ Warschaus, die sich nicht nur gegen Selenskyj, sondern gegen den ukrainischen Staat richteten. Zugleich betonte er, dass kein Präsident eines anderen Landes der Ukraine ihre Geschichte diktieren werde, und rief zu einer Rückkehr zu einem gleichberechtigten Dialog auf.

Innerhalb Polens ist die Lage gespalten. Ministerpräsident Donald Tusk, dessen Regierung die Entscheidung des Präsidenten noch förmlich bestätigen müsste, warnte auf der Plattform X vor einer Eskalation: Der Konflikt zwischen Polen und der Ukraine erfreue Präsident Putin und schockiere die Verbündeten; die Aufgabe beider Präsidenten sei es, Emotionen zu dämpfen, nicht anzuheizen. Tusks Koalition hatte zuvor auf Deeskalation und Kompromiss gesetzt; noch am Vortag hatte Selenskyj ein als konstruktiv bezeichnetes Gespräch mit Tusk geführt. Nawrocki hingegen, der dem nationalkonservativen Lager zugerechnet wird, stellte die historische Wahrheit als nicht verhandelbar dar und verwies darauf, dass polnische Soldaten Tausende ukrainische Kräfte ausgebildet hätten – ein Teil von ihnen werde nun unter dem Banner der UPA dienen, was nicht hingenommen werden könne.

Der Streit rührt an eine tiefe historische Wunde. Die UPA kämpfte in den 1940er- und 1950er-Jahren für die ukrainische Unabhängigkeit gegen die sowjetische Rote Armee, aber auch gegen die polnische Untergrundbewegung und verübte Massaker an Zehntausenden polnischen und jüdischen Zivilisten, vor allem in Wolhynien und Ostgalizien. Das polnische Parlament stufte diese Verbrechen 2016 als Völkermord ein. In der Ukraine hingegen gilt die UPA weithin als Symbol des Widerstands gegen Fremdherrschaft; ihre rot-schwarze Fahne wird an der Front verwendet. Die polnische Regierung hatte zuletzt Fortschritte bei Exhumierungen polnischer Opfer auf ukrainischem Gebiet erzielt, doch die Benennung der Einheit hat das Vertrauen nach Darstellung Nawrockis untergraben.

Ob Selenskyj an der Konferenz in Danzig teilnehmen wird, ist ungewiss. Die Aberkennung des Ordens bedarf noch der Bestätigung durch den Ministerpräsidenten; Tusks Reaktion deutet auf eine Suche nach Schadensbegrenzung hin. Das Dossier bleibt damit in der Schwebe, während die historische Kontroverse die ohnehin fragile polnisch-ukrainische Partnerschaft in einer sicherheitspolitisch kritischen Phase belastet.

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Polen hat endlich den Nazi-Charakter des Kiewer Regimes anerkannt und Selenskyj die höchste Auszeichnung entzogen, nachdem er die in Russland verbotene extremistische Organisation UPA verherrlicht hat. Russische Beamte spotten, er solle nun das Hitler-Eiserne Kreuz tragen. Der polnische Schritt bestätigt die langjährigen Vorwürfe Russlands.

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