
Passagier teilweise aus Ryanair-Fenster gesogen – Ermittlungen zu Triebwerkschaden
Ein serbischer Unternehmer überlebte auf einem Flug von Thessaloniki nach Memmingen schwer verletzt, nachdem ein Fenster platzte und er hinausgesogen wurde; die Ursache ist noch ungeklärt.
Auf einem Ryanair-Flug von Thessaloniki nach Memmingen ist am 10. Juli ein Passagier teilweise aus einem geborstenen Kabinenfenster gesogen worden. Der 61-jährige Ljubisa Karović saß auf Platz 11F, als es nach Darstellung von Mitreisenden und seiner Frau zu einer plötzlichen Druckentlastung kam. Der Oberkörper des Serben wurde für etwa zwei Minuten aus dem Flugzeug gerissen, während die Maschine in rund 4.500 Metern Höhe mit über 600 km/h flog. Andere Passagiere, darunter ein Mann, der das Fenster mit einem Koffer blockierte, zogen ihn zurück in die Kabine.
Karović erlitt Verbrennungen, Prellungen und Nackenverletzungen und muss nach Krankenhausaufenthalt eine Halskrause tragen. Gegenüber britischen Medien sprach er von einem lauten Knall, den er jede Nacht höre. Sein griechischer Anwalt Vasilis Tsiaras kritisierte, die Kabinenbesatzung sei „vor Schreck erstarrt“ und habe nicht geholfen. Ryanair wies dies zurück: Die Crew habe nach Erreichen einer sicheren Flughöhe sofort medizinische Hilfe geleistet, ein Arzt an Bord habe den Verletzten betreut.
Zur Ursache gibt es unterschiedliche Angaben. Ryanair-Chef Michael O’Leary erklärte laut britischen Zeitungen, erste Hinweise deuteten auf einen Fremdkörperschaden am Triebwerk beim Start hin. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB hat die Ermittlungen von den griechischen Behörden übernommen; ein vorläufiger Bericht wird in etwa vier Wochen erwartet. Unabhängig davon musste ein EasyJet-Flug von Teneriffa nach Liverpool am selben Abend umkehren, nachdem eine Schlägerei mit rund zehn Beteiligten ausgebrochen war. Die spanische Polizei nahm die Gruppe nach der Landung in Empfang.
Die Vorfälle reihen sich in eine Serie von Störungen im europäischen Luftverkehr. In Barcelona saßen Passagiere eines Ryanair-Flugs nach Manchester bei über 40 Grad zwei Stunden ohne Klimaanlage fest; mehrere Personen kollabierten. In Cincinnati setzte eine Frachtmaschine beim Landeanflug mit dem Heck auf, konnte aber durchstarten. Israels Fluggesellschaft Israir wiederum meldete den dritten Schaden an einer Maschine binnen eines Jahres am Flughafen London-Luton und sprach von möglicher Sabotage. Die britischen Behörden untersuchen den Fall.
| Kontinentaleuropäische Presse | +0.20 | neutral |
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| Atlantische / angloamerikanische Presse | +0.30 | aligned |
Ljubisa Karović erzählt seinen Albtraum: den Knall, die Leere, die Rettung dank des Sicherheitsgurts und der Mitreisenden. Seine Stimme ist die des Überlebenden, dankbar aber gezeichnet.
Der Ich-Bericht und die körperlichen Details (Schmerz, Albträume) erzeugen Empathie und Authentizität und lenken die Aufmerksamkeit von der Fluggesellschaft auf die menschliche Widerstandsfähigkeit.
Erwähnt nicht die Rolle der Ehefrau oder die Verwendung eines Koffers, um das Fenster zu blockieren, Elemente, die die atlantische Presse betont.
Die Ehefrau und die Passagiere sind die Helden, die den Mann dem Tod entrissen haben. Die Erzählung preist den kollektiven Mut und das schnelle Handeln.
Die Verwendung von Begriffen wie 'heldenhaft' und 'Terror' erzeugt dramatische Spannung, und die detaillierte Beschreibung von Verletzungen und Rettung verstärkt die Spannung und das Happy End.
Geht nicht auf das langfristige psychologische Trauma des Überlebenden ein, im Gegensatz zur kontinentaleuropäischen Presse.
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