
Eskalation am Hormus: Pakistan drängt USA und Iran zur Wiederaufnahme der Gespräche
Während die Kämpfe um die strategische Meerenge die globalen Energiemärkte belasten, ruft Islamabad zur Deeskalation und zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf.
Pakistan hat die USA und den Iran am Donnerstag nachdrücklich aufgefordert, die Gewalt zu beenden und die technischen Gespräche gemäß dem unter pakistanischer Vermittlung zustande gekommenen Memorandum of Understanding (MoU) wieder aufzunehmen. Der Sprecher des Außenministeriums, Tahir Andrabi, erklärte in Islamabad, man werde trotz erheblicher Umsetzungsschwierigkeiten weiterhin alle Seiten ermutigen, die Feindseligkeiten einzustellen. Zugleich äußerte Pakistan die Hoffnung auf eine baldige Normalisierung der Lage in der Straße von Hormus, deren Sicherheit für die internationale Schifffahrt von zentraler Bedeutung sei.
Die militärische Eskalation hatte sich in den vergangenen Tagen verschärft. Aus Washingtoner Sicht wurden die Angriffe auf iranische Stellungen wieder aufgenommen, nachdem Präsident Donald Trump die Waffenruhe für beendet erklärt hatte. Gleichzeitig betonte der amerikanische UN-Botschafter Mike Waltz, dass die Expertengespräche über das iranische Nuklearprogramm nicht abgebrochen seien. Teheran wiederum wertet die US-Luftschläge als Bruch des Abkommens und hat mit Vergeltungsschlägen gegen amerikanische Interessen in der Golfregion reagiert. Iranischen Darstellungen zufolge wurde die Straße von Hormus offiziell geschlossen, um die eigene Souveränität zu verteidigen.
Das am 17. Juni unterzeichnete MoU, an dem neben dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif auch der iranische Präsident Massoud Pezeshkian und Präsident Trump beteiligt waren, sah eine 60-tägige Frist für technische Verhandlungen mit dem Ziel einer endgültigen Einigung vor. Diese Frist endet nach Berechnungen amerikanischer Medien am 17. August. Pakistan bezeichnet das Abkommen weiterhin als „tragfähigen Rahmen für Frieden und gegenseitigen Respekt“ und unterstreicht, dass es keine Alternative zu Dialog und Diplomatie gebe. Aus Teheraner Perspektive wird jedoch beklagt, Washington halte sich nicht an die Vereinbarung.
Die Auseinandersetzung um die strategisch wichtige Wasserstraße, durch die ein erheblicher Teil des globalen Öl- und Gashandels verläuft, hat die Rohölpreise in die Höhe getrieben und Inflationssorgen selbst in weit entfernten Volkswirtschaften geschürt. Pakistan erkennt nach eigenen Angaben die dringende Notwendigkeit, die Auswirkungen auf die weltweite Energieversorgung und die Ernährungssicherheit zu begrenzen. Das Land setzt seine Pendeldiplomatie fort und steht nach eigenen Angaben in aktivem Austausch mit den Hauptakteuren, um die Spannungen zu senken. Parallel dazu führt Teheran Gespräche mit Katar und Oman, um eine weitere Eskalation zu verhindern.
Trotz der anhaltenden Militärschläge bleibt der technische Gesprächskanal offen. Die nächsten Wochen bis zum Ablauf der im MoU gesetzten Frist gelten als entscheidend dafür, ob der vereinbarte Verhandlungsrahmen noch zu einer Deeskalation führen kann. Pakistan bekräftigte, die Bemühungen um eine Wiederbelebung des Dialogs fortzusetzen.
| Arabische Golfpresse | 0.00 | neutral |
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| Südostasiatische Presse | 0.00 | neutral |
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | 0.00 | neutral |
| Iranische & verwandte Presse | −0.60 | critical |
Pakistan agiert als neutraler Vermittler und ermutigt beide Seiten, die Gespräche wieder aufzunehmen und die Gewalt zu beenden.
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Das pakistanische Außenministerium spricht mit gemessener Diplomatie, fordert ein Ende der Gewalt und betont die Bedeutung sicherer Schifffahrt.
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Der Iran spricht als geschädigte Partei, verurteilt die US-Aggression und fordert ein Ende der Angriffe, während er sich als Opfer auf der Suche nach Gerechtigkeit darstellt.
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