
Neunte Nacht der US-Luftangriffe auf Iran: Ölpreis durchbricht 90-Dollar-Marke
Die anhaltenden Militärschläge der USA gegen den Iran und die Blockade des Persischen Golfs lassen die Rohölpreise auf den höchsten Stand seit Juni steigen und bedrohen die globale Energieversorgung.
Die Vereinigten Staaten haben in der Nacht zum Montag die neunte aufeinanderfolgende Welle von Luftangriffen gegen den Iran durchgeführt. Nach Angaben des US-Zentralkommandos (CENTCOM) galten die Schläge militärischen Kommandozentralen, Luftverteidigungs- und Küstenüberwachungsanlagen, Raketen- und Drohnenstartplätzen sowie Kommunikationsnetzwerken. Ziel sei es, die Fähigkeit Teherans weiter zu schwächen, Handelsschiffe im Persischen Golf anzugreifen. Als unmittelbare Folge der Eskalation stieg der Preis für die Nordseesorte Brent im asiatischen Handel um mehr als drei Prozent auf über 91 US-Dollar pro Barrel, den höchsten Stand seit dem 11. Juni. Auch die US-Sorte WTI legte deutlich zu.
Aus Teheraner Sicht sind die Angriffe eine Reaktion auf die fortgesetzte amerikanische „Aggression“. Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) erklärten, zwei Öltanker seien bei dem Versuch, eine von ihnen als unsicher eingestufte südliche Route durch die Straße von Hormus zu passieren, explodiert und manövrierunfähig gemacht worden. Die britische Seefahrtsbehörde UKMTO bestätigte den Brand eines Schiffes vor der omanischen Küste, ohne die Ursache zu nennen. Der Iran warnte, solange die US-Angriffe andauerten, werde „kein einziger Tropfen Öl oder Gas“ die Meerenge passieren. Gleichzeitig reklamierte der Iran Angriffe auf US-Militäreinrichtungen in Kuwait, Jordanien und Syrien für sich. Kuwait meldete den zweiten Tag in Folge einen Drohnenangriff auf eine Entsalzungsanlage, Bahrain aktivierte seine Luftabwehr.
Die militärische Konfrontation hat den Schiffsverkehr durch die strategisch zentrale Meerenge, über die normalerweise etwa ein Fünftel des globalen Ölhandels läuft, drastisch reduziert. Laut Daten der LSEG passierten am Sonntag nur noch vier Schiffe die Passage, gegenüber acht am Vortag. Analysten der ING-Bank warnten, bei ungebremster Eskalation könne es zu flächendeckenden Angriffen im gesamten Golf kommen. Barclays-Analysten merkten an, die Ölmärkte unterschätzten die möglichen Folgen für die ohnehin auf Fünfjahrestiefs liegenden Lagerbestände. In den USA stieg der landesweite Durchschnittspreis für Benzin auf vier Dollar pro Gallone, was den innenpolitischen Druck auf Präsident Donald Trump erhöht.
Diplomatische Kanäle bleiben trotz der Gewalt offen. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, erklärte, Teheran habe über Vermittler Botschaften und Ideen aus Washington erhalten. US-Außenminister Marco Rubio betonte, die Vereinigten Staaten blieben stets zu einer diplomatischen Lösung bereit, müssten aber reagieren, solange der Iran eine internationale Wasserstraße kontrollieren wolle. Das im Juni unterzeichnete Waffenstillstandsabkommen gilt als gescheitert, nachdem beide Seiten sich gegenseitig Verstöße vorwarfen. Die Zahl der seit Kriegsbeginn am 28. Februar getöteten US-Soldaten stieg nach der Detonation eines Blindgängers einer iranischen Drohne im Irak auf 17. Der Iran meldete zuletzt 50 Tote und über 500 Verletzte durch US-Angriffe. Mit der Verlegung zusätzlicher Kampfflugzeuge in die Region bereitet sich das US-Militär auf eine mögliche Ausweitung der Operationen vor.
| Südostasiatische Presse | −0.20 | neutral |
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| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Subsaharisch-afrikanische Presse | 0.00 | neutral |
Indonesia and its neighbors watch with alarm as a widening conflict unfolds, with the US striking nonstop and Iran responding blow for blow.
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