
El Salvadors Bogenschützen überraschen Mexiko – Strehlke glänzt im Freiwasser
Während Mexiko bei den Zentralamerika- und Karibikspielen im Freiwasser brillierte, mussten sich seine Bogenschützen El Salvador geschlagen geben; in Sydney sicherte sich das US-Wasserballteam den Weltcup.
Am Sonntag erlebten die Zentralamerika- und Karibikspiele in Santo Domingo zwei atemberaubende Bogenschießendspiele. In den Mannschaftswettbewerben mit dem Compoundbogen mussten sich die favorisierten Mexikanerinnen und Mexikaner jeweils El Salvador geschlagen geben – beide Male mit hauchdünnem Vorsprung. Das Damentrio um Andrea Maya Becerra, Dafne Quintero und Ana Hernández verlor 222:223, nachdem Becerra mit einer Acht und einer Sieben die ansonsten solide Leistung schwächte. Die Salvadorianerinnen Camila Alvarenga, Paola Corado und Sofía Paiz erlaubten sich nur zwei Achter und sicherten sich so das Überraschungsgold. Wenig später unterlag auch die mexikanische Herrenmannschaft mit Lot Méndez, Rodrigo González und Sebastián García den salvadorianischen Schützen um Duglas Noasco mit 233:237. Fünf Neunen und eine Acht der Mexikaner standen lediglich drei Neunen der Sieger gegenüber – aus salvadorianischer Perspektive eine Demonstration von Präzision unter Druck. Kolumbien gewann in beiden Wettbewerben Bronze.
Doch aus mexikanischer Sicht blieb der Tag nicht ohne Triumphe. Die Freiwasserschwimmer setzten ihre Dominanz im karibischen Meer fort. Paolo Strehlke, der bereits Gold über zehn Kilometer gewonnen hatte, holte sich auch den Sieg im Sprint-Knockout über drei Kilometer in 6:53,8 Minuten – souverän vor den Venezolanern Ronaldo Zambrano und Diego Vera. Der 20-Jährige, der zwischen Mexiko und München pendelt und von der Deutschen Sheela Schult trainiert wird, unterstrich mit seinem zweiten Gold seine Ambitionen für Olympia 2028 in Los Angeles. Bei den Frauen gelang Dalia Moreno und Yuritzi Salgado ein Doppelerfolg: Moreno siegte in 7:49,0 Minuten, Salgado sicherte sich Silber vor der Venezolanerin Paola Pérez. Insgesamt errang Mexiko im Freiwasser drei Gold-, zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen – sieben von acht möglichen.
Weitere Erfolge feierte Mexiko im Rudern: Melissa Márquez und Aylin Ibarra, bereits zweifache Goldmedaillengewinnerinnen dieser Spiele, gewannen den Doppelzweier in 7:19,85 Minuten vor Kuba und Guatemala. Im Männer-Doppelzweier holten Alexis López und Andre Simsch Silber hinter den Kubanern. Unterdessen triumphierte in Sydney, weit entfernt vom karibischen Schauplatz, die Frauen-Wasserballnationalmannschaft der USA beim Weltcup. Gegen Spanien setzte sich das US-Team mit 13:9 durch, angeführt von der überragenden Emily Ausmus, die sechs Tore erzielte, und einer starken Torhüterin Amanda Longan mit 13 Paraden. Aus US-amerikanischer Perspektive markiert der Sieg die Rückkehr auf den Wasserballthron, nachdem man im Vorjahr das Finale verpasst hatte.
In der Medaillenwertung der Spiele von Santo Domingo führt Mexiko nach dem zweiten Tag mit sieben Gold-, fünf Silber- und sechs Bronzemedaillen vor Kuba (4-0-4), Venezuela (2-1-3) und Kolumbien. Die kolumbianische Delegation, die mit 475 Athleten angetreten ist, hatte am ersten Tag durch Radsportler Walter Vargas (Gold im Einzelzeitfahren) sowie Silbermedaillen im Bogenschießen (Recurve-Mannschaften) und Judo (María Villalba) auf sich aufmerksam gemacht. Die Wettkämpfe in Santo Domingo gehen weiter; für die mexikanischen Bogenschützen bieten Einzel- und Mixed-Wettbewerbe die Chance zur Revanche.
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