
Iranische Angriffe auf Tanker treiben Ölpreise – Ausweitung der Fördermengen begrenzt Anstieg
Nach Raketenbeschuss auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus steigen die Rohölnotierungen, doch die Aussicht auf ein wachsendes Angebot und eine verhaltene Nachfrage dämpft die Risikoprämie.
Am Dienstag haben iranische Streitkräfte nach Angaben aus Washington mindestens zwei Raketen auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus abgefeuert. Die Preise für Rohöl der Sorten Brent und WTI zogen daraufhin an: Brent stieg im Tagesverlauf um bis zu 2,9 Prozent auf über 74 Dollar je Barrel, den höchsten Stand seit Ende Juni, und notierte am Nachmittag bei rund 73 Dollar. Die Attacke, die zu Bränden, aber keinen Personenschäden führte, stellt die erst vor wenigen Wochen vereinbarte Waffenruhe zwischen den USA und Iran infrage.
Die Straße von Hormus, durch die etwa ein Fünftel des globalen Ölhandels läuft, war während des fast viermonatigen Konflikts zwischen Iran und Israel sowie den USA weitgehend blockiert. Das im Juni unterzeichnete Memorandum of Understanding hatte eine schrittweise Normalisierung der Tankerpassagen ermöglicht, doch die Erholung verläuft laut Analysten der ANZ-Bank schleppend: Die Zahl der Durchfahrten bleibt im einstelligen Bereich, eine nachhaltige Belebung ist nicht erkennbar. US-Präsident Donald Trump drohte Teheran am Montag mit einem Militäreinsatz, sollte keine Einigung erzielt werden; der iranische Außenminister Abbas Araghtschi warnte daraufhin, dass anhaltende Drohungen die Gespräche über ein dauerhaftes Abkommen gefährden würden.
Trotz der erneuten Eskalation blieb der Preisauftrieb begrenzt, weil die Marktteilnehmer zugleich auf eine Ausweitung des Angebots blicken. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihre Förderung im Juni auf mehr als 3,8 Millionen Barrel pro Tag gesteigert – den höchsten Wert seit April 2020 und über dem Niveau vor dem Krieg. Die OPEC+ beschloss zudem, die Produktionsziele ab August um weitere 188.000 Barrel pro Tag anzuheben. Saudi-Arabien senkte den offiziellen Verkaufspreis für sein Leichtöl Arab Light nach Asien um 11 Dollar, den stärksten Abschlag seit mehr als zwei Jahrzehnten. Auch Abu Dhabi bietet Rohöl mit Preisnachlässen an. Aus Washingtoner Sicht deuten diese Schritte auf einen sich verschärfenden Wettbewerb unter den Golfproduzenten hin.
Die Nachfrageseite bleibt verhalten. Die strategischen Erdölreserven der USA sind auf den niedrigsten Stand seit April 1983 gefallen, und Marktbeobachter warten auf Frühindikatoren einer Belebung der chinesischen Importe. Tim Waterer von KCM Trade betont, dass der Markt bereits viele positive Angebotsnachrichten eingepreist habe; die nächste Preisbewegung hänge davon ab, ob die tatsächliche Nachfrage den optimistischen Erwartungen entspreche. Das nächste richtungsweisende Ereignis ist die für August angekündigte Erhöhung der OPEC+-Fördermengen, deren tatsächliche Umsetzung angesichts der logistischen Engpässe in der Golfregion jedoch ungewiss bleibt.
| Russische & GUS-Presse | −0.10 | neutral |
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| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | 0.00 | neutral |
Russia projects the crisis as a direct threat to global energy stability, highlighting Iran's role as a destabilizing actor.
By emphasizing concrete details of the missile attack and citing US official sources, it creates a sense of imminent danger that justifies the alarm.
The context of rising supply and demand prospects, which in other reports limit gains, is omitted.
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