
Erling Haalands WM-Debüt: Norwegens Rückkehr und die irakische Hoffnung in Gruppe I
Nach 28 Jahren kehrt Norwegen mit Superstar Erling Haaland auf die WM-Bühne zurück und trifft zum Auftakt der Gruppe I auf den Irak, der erstmals seit 1986 wieder dabei ist.
Die Weltmeisterschaft 2026 erhält am Dienstag, den 16. Juni, im Gillette Stadium von Foxborough bei Boston eine Bühne für eine der am meisten erwarteten individuellen Premieren: Erling Haaland, der norwegische Torjäger, bestreitet sein erstes WM-Spiel. Mit 55 Treffern in nur 49 Länderspielen hat der 25-Jährige den fast neunzig Jahre alten Rekord von Jørgen Juve pulverisiert und kommt nach einer Qualifikation, in der ihm 16 Tore gelangen, als bester Angreifer der Gegenwart zu diesem Turnier. Norwegen, das nach 28 Jahren Abstinenz wieder auf der größten Fußballbühne steht, vertraut auf eine Generation, die mit Martin Ødegaard, Alexander Sørloth und Antonio Nusa über weit mehr als nur einen Ausnahmestürmer verfügt. Die perfekte Bilanz von acht Siegen in acht Qualifikationsspielen unterstreicht den Anspruch, in einer Gruppe mit Frankreich und Senegal von Beginn an mitzuhalten.
Aus asiatischer Perspektive ist die Partie nicht minder historisch: Der Irak kehrt nach vierzig Jahren zurück, letztmals war die Mannschaft 1986 unter dem Brasilianer Evaristo de Macedo dabei. Der Einzug gelang über die interkontinentale Relegation gegen Bolivien, und nun soll der Schwung der bisher ungeschlagenen asiatischen Vertreter genutzt werden. Südkorea gewann sein Auftaktspiel, Japan, Australien, Katar, Saudi-Arabien und der Iran sicherten jeweils einen Punkt. Die irakische Mannschaft, von den Statistiken mit nur sieben Prozent Siegchance bedacht, will diesen Trend fortsetzen und dem haushohen Favoriten ein enges Duell liefern.
Für beide Teams steht bereits am ersten Spieltag viel auf dem Spiel, denn die weiteren Gruppengegner Frankreich und Senegal lassen wenig Raum für Fehler. Eine Niederlage könnte die Aussichten auf das Erreichen des Sechzehntelfinales, das im erweiterten 48er-Format die nächste K.o.-Stufe bildet, erheblich trüben. Norwegens Trainer Ståle Solbakken gab die Marschrichtung unmissverständlich vor: „Wir werden Haaland den Ball geben.“ Der Stürmer, so Solbakken, sei der beste Torjäger der Welt und benötige nur Gelegenheiten, um zuzuschlagen. Die Vorbereitung mit einem 3:1 gegen Schweden und einem Unentschieden gegen Dänemark hat das Selbstvertrauen zusätzlich gestärkt.
Der Abend in Massachusetts wird damit zu einer Prüfung, die über den reinen Gruppenstart hinausweist. Haaland kann auf der globalen Bühne endgültig den Status eines prägenden Spielers seiner Epoche festigen, während der Irak vor der Aufgabe steht, eine der durchschlagskräftigsten Offensiven des Turniers zu entschärfen. Gelingt dem Außenseiter eine Überraschung, würde das die Dynamik der gesamten Gruppe I verschieben. Die internationale Übertragung – von CazéTV in Brasilien bis ViX Premium in Mexiko – spiegelt das weltweite Interesse an einem Duell, das weit mehr ist als ein erstes Gruppenspiel: Es ist der Auftakt zu einer norwegischen Mission, die nach 28 Jahren endlich wieder auf Weltniveau sichtbar wird, und zugleich die irakische Chance, die eigene Rückkehr mit einem Ausrufezeichen zu versehen.
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Nach 28 Jahren kehrt Norwegen mit einer goldenen Generation, der talentiertesten des Landes seit Jahrzehnten, zur Weltmeisterschaft zurück. Das Team dominierte die Qualifikation, unter anderem mit einem 4:1-Sieg gegen Italien in Mailand, und trifft nun in einer Gruppe mit Frankreich und Senegal auf den Irak. Der Plan von Trainer Solbakken ist klar: den Ball zu Haaland bringen, der in der Qualifikation 16 Tore erzielte.
Mit 25 Jahren gibt Erling Haaland ein emotionales Geständnis vor seinem lang ersehnten WM-Debüt, während Norwegen nach 28 Jahren Abwesenheit zum Turnier zurückkehrt. In einem Wettbewerb voller Stars wie Mbappé, Yamal, Messi und Ronaldo trägt der Stürmer von Manchester City die Last der Hoffnungen einer Nation und seiner eigenen Reise auf die größte Bühne.
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