
Wimbledon-Doppel: Serena und Venus Williams kehren mit Wildcard zurück
Die amerikanischen Schwestern Serena und Venus Williams haben eine Wildcard für das Damendoppel in Wimbledon erhalten und setzen damit ihr Comeback auf der Grand-Slam-Bühne fort.
Die Nachricht aus dem All England Club elektrisiert die Tenniswelt: Serena und Venus Williams werden mit einer Wildcard im Damendoppel des diesjährigen Wimbledon-Turniers antreten, das am 29. Juni beginnt. Für die 44-jährige Serena bedeutet dies die Rückkehr auf die grosse Grand-Slam-Bühne nach fast vierjähriger Abwesenheit; ihre ältere Schwester Venus, die am Tag nach der Bekanntgabe 46 Jahre alt wird, hatte bereits im Sommer 2025 vereinzelt wieder auf dem Circuit gespielt. Gemeinsam haben die beiden 14 Grand-Slam-Titel im Doppel gewonnen, sechs davon auf dem heiligen Rasen von Wimbledon – zuletzt 2016. Dass die Organisatoren ihnen nun einen der begehrten Freiplätze zusprechen, ist nicht nur eine Hommage an zwei Legenden, sondern auch ein klares Signal für die Strahlkraft, die das Duo selbst jenseits der üblichen Karrierehöhepunkte entfaltet.
Serenas Comeback hatte sich bereits in den vergangenen Wochen angedeutet. Beim Queen’s Club in London bestritt sie an der Seite der kanadischen Nachwuchsspielerin Victoria Mboko ihr erstes offizielles Match seit den US Open 2022, als sie mit dem vielzitierten Wort vom „Evolving“ ihren Abschied vom Profisport umschrieb. Der Auftaktsieg wurde allerdings von einer Knieverletzung Mbokos überschattet, die zum Rückzug aus dem Turnier zwang. In dieser Woche tritt Serena in Berlin mit der Tschechin Karolina Muchova an, bevor sie in Wimbledon wieder mit Venus aufschlägt. Aus US-amerikanischer Perspektive wird die Rückkehr der 23-fachen Grand-Slam-Siegerin im Einzel als bewusste Entscheidung gedeutet, den eigenen Töchtern ein sportliches Vorbild zu sein – ein narratives Element, das die emotionale Wucht dieses Comebacks noch verstärkt.
Die Wildcard-Vergabe ist indes kein isolierter Akt. Wie aus Moskauer Medienberichten hervorgeht, erhielten auch Grigor Dimitrow und Stan Wawrinka Freikarten für das Herreneinzel, während die polnische Roland-Garros-Finalistin Maja Chwalińska im Dameneinzel berücksichtigt wurde. Für die Williams-Schwestern jedoch gibt es bislang keinen Startplatz im Einzel, obwohl noch eine Wildcard offen ist. Beobachter in Indien und Brasilien werten die Entscheidung als klugen Schachzug der Turnierleitung, um dem traditionsreichen Grand Slam zusätzliche globale Aufmerksamkeit zu sichern. In der arabischen Welt wird die Nachricht ebenfalls breit rezipiert, was die ungebrochene Strahlkraft der beiden Amerikanerinnen unterstreicht.
Trotz aller Euphorie bleibt die sportliche Wettbewerbsfähigkeit des Duos eine offene Frage. Der letzte gemeinsame Auftritt bei einem Major datiert von den US Open 2022, wo sie in der ersten Runde scheiterten. Venus hat seit ihrer Rückkehr im vergangenen Sommer zwar einige Einzelpartien bestritten, doch Serenas Rhythmus beschränkt sich bislang auf wenige Doppelmatches. Dennoch birgt die Kombination aus Erfahrung, Aufschlagkraft und dem besonderen Gespür der Schwestern auf Rasen ein nicht zu unterschätzendes Potenzial. Die sechs gemeinsamen Wimbledon-Titel – der erste im Jahr 2000, der letzte vor einem Jahrzehnt – belegen, dass sie auf diesem Belag zu den besten Paarungen der Geschichte zählen.
Der Blick richtet sich nun auf die kommenden Wochen. Sollte Serena auch im Einzel eine Wildcard erhalten, würde sich die mediale Intensität noch einmal steigern. Unabhängig davon ist die Rückkehr der Williams-Schwestern bereits jetzt eine der prägenden Geschichten des Turniers. Sie zeigt, dass die Faszination des Spitzensports nicht allein an Weltranglistenpunkten gemessen wird, sondern auch an der Fähigkeit, Generationen zu überbrücken und dem Rasen von Wimbledon neue Kapitel hinzuzufügen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
2 Mediengruppen · 11 Sprachen
Die Williams-Schwestern kehren mit einer Wildcard im Doppel nach Wimbledon zurück. Serena, 44, spielt nach fast vier Jahren Pause wieder, während Venus, die 46 wird, weiterhin sporadisch antritt. Gemeinsam haben sie 14 Grand-Slam-Doppeltitel gewonnen, sechs davon in Wimbledon.
Serena und Venus Williams kehren mit einer Wildcard im Doppel nach Wimbledon zurück. Serena, 23-fache Grand-Slam-Siegerin, ist nach vier Jahren wieder dabei, während Venus ein sensationelles Comeback beim Queen's feierte. Die Schwestern haben sechsmal den Wimbledon-Doppeltitel gewonnen, zuletzt 2016.
Verwandte Artikel
FBI vereitelt Drohnen- und Scharfschützenanschlag auf Trumps Geburtstagsgala im Weißen Haus
11 Sprachen · 48 Quellen
GeopolitikTrump rügt Israels Libanon-Feldzug und empfiehlt Syrien als Ordnungsmacht
8 Sprachen · 24 Quellen
GeopolitikTrump dementiert 300-Millionen-Dollar-Zahlung an Iran und bekräftigt Atomwaffen-Verbot
9 Sprachen · 21 Quellen