
Neue Lösegeldforderung im Fall Guthrie – Zweifel an Beweismittel in Argentinien
Ein anonymer Absender verlangt Bitcoin für ein angebliches Video der entführten Nancy Guthrie; in Buenos Aires erhebt eine Journalistin Vorwürfe gegen das Model Jésica Cirio wegen eines übergebenen Mobiltelefons.
In den Vereinigten Staaten hat der Fall der seit Februar vermissten Nancy Guthrie eine neue Wendung genommen. Wie das Medium TMZ mitteilte, ging bei der Redaktion eine weitere E-Mail jenes anonymen Absenders ein, der bereits in den vergangenen Wochen Lösegeldforderungen gestellt hatte. Der Verfasser behauptet, ein Mobiltelefon mit einem kurzen Video der 84-jährigen Mutter der NBC-Moderatorin Savannah Guthrie zusammen mit dem „Haupttäter“ am mutmaßlichen Todestag zu besitzen. Für das Passwort fordert er einen Bitcoin, zum Zeitpunkt der Nachricht rund 60.000 US-Dollar. TMZ hat die E-Mail nach eigenen Angaben an die Bundespolizei FBI weitergeleitet; die Echtheit der Behauptungen ist nicht bestätigt. Die Ermittlungsbehörden in Arizona hatten frühere Forderungen als möglicherweise authentisch eingestuft, ohne dies abschließend zu bewerten.
In Argentinien hat die Journalistin Mercedes Ninci in einer Sendung des Senders A24 Vorwürfe gegen das Model Jésica Cirio erhoben. Cirio steht im Zentrum eines Ermittlungsverfahrens; Ninci warf ihr vor, den Behörden bei einer Durchsuchung ein neueres Mobiltelefon ausgehändigt zu haben, nicht aber jenes Gerät, das sie im fraglichen Zeitraum genutzt habe. Zudem will die Journalistin beobachtet haben, wie Cirio eine Woche zuvor in einem Restaurant in Puerto Madero mit zwei Telefonen gesehen wurde. Die Ermittler um Richter Luis Armella und Staatsanwalt Sergio Mola hätten deshalb die Überwachungskameras des Wohnhauses angefordert, um zu klären, ob vor der Razzia Gegenstände entfernt wurden. Die technische Auswertung der sichergestellten Geräte steht noch aus.
Beide Vorgänge rücken die Frage nach der Verlässlichkeit digitaler Beweismittel in den Vordergrund. Während im Fall Guthrie ein Unbekannter die Existenz eines belastenden Videos behauptet, ohne dessen Authentizität zu belegen, ist in Buenos Aires ungeklärt, ob das übergebene Telefon tatsächlich jenes ist, das für die Untersuchung von Belang wäre. Die Ermittlungen in Arizona und in der argentinischen Hauptstadt dauern an.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Ein anonymer Absender fordert einen Bitcoin für ein Video, das die Mutter der Journalistin Savannah Guthrie mit ihrem mutmaßlichen Entführer zeigen soll. Die Kryptowährungsforderung löst Alarm über eine neue Erpressungsform aus, die Familien von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens trifft. Der Fall sorgt für Empörung und entfacht die Debatte über die Unsicherheit, die selbst die geschütztesten Kreise erreicht.
Das Verschwinden von Nancy Guthrie, Mutter einer US-Moderatorin, nimmt eine beunruhigende Wendung: Ein anonymer Informant behauptet, ein Video ihres letzten Lebenstages zu besitzen und fordert ein Bitcoin-Lösegeld. Die Behörden prüfen die Glaubwürdigkeit der Quelle, die aus früheren Nachrichten bekannt ist. Der Fall hält Amerika in Atem und wirft Fragen zur Schutzlosigkeit älterer Menschen auf.
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