
Neue Affenart im Kongo, Diamanten aus dem Erdmantel und Zucker im All
Die Wissenschaftswoche brachte eine seltene Primatenentdeckung, Erkenntnisse über supertiefe Diamanten und den ersten Nachweis eines Zuckermoleküls im interstellaren Raum.
In den Regenwäldern der Demokratischen Republik Kongo haben Forscher eine bislang unbeschriebene Affenart identifiziert. Der Colobus conguensis, von Einheimischen „Likeli“ genannt, fällt durch sein schwarzes Fell und leuchtend orangefarbene Lippen auf. Genetische Analysen zeigen, dass sich die Art bereits vor vier bis fünf Millionen Jahren von anderen Stummelaffen trennte. Mit einem geschätzten Verbreitungsgebiet von nur 1.700 Quadratkilometern im Lomami-Nationalpark gilt sie als stark gefährdet. Die in PLOS ONE veröffentlichte Studie stützt sich auf morphologische, genetische und ökologische Daten sowie auf das Wissen lokaler Gemeinschaften.
Einen Blick in das tiefste Innere der Erde erlaubt eine Untersuchung der seltenen CLIPPIR-Diamanten. Diese „superdeep diamonds“ entstehen in über 400 Kilometern Tiefe in der Mantelübergangszone und werden mit subduziertem Ozeanboden in Verbindung gebracht. Geologen der Universität Kapstadt analysierten Olivin-Einschlüsse in Kimberlit-Gestein, das diese Diamanten an die Oberfläche transportiert. Sie identifizierten eisenreiche Domänen im Erdmantel, die als Wirtsgestein für CLIPPIR-Diamanten dienen. Die chemische Signatur des Olivins könnte künftig als praktisches Werkzeug für die Diamantexploration genutzt werden.
Über die Erde hinaus gelang Astronomen der erste Nachweis eines echten Zuckermoleküls im interstellaren Medium. In der Molekülwolke G+0.693-0.027 nahe dem galaktischen Zentrum detektierten sie Erythrulose – einen Einfachzucker, der auch in Himbeeren vorkommt. Der Fund stützt die Hypothese, dass komplexe präbiotische Moleküle im Weltraum entstehen und durch Kometen auf junge Planeten gelangen können. Ebenfalls in die Frühzeit des Lebens weist ein 385 Millionen Jahre alter Bernsteinfund aus China: Das fossile Harz stammt von noch samenlosen Pflanzen und verschiebt den ältesten Nachweis von Bernstein um 65 Millionen Jahre nach hinten.
In der Rohstoffexploration meldeten australische Unternehmen Bohrfortschritte. White Cliff Minerals durchteufte in seinem kanadischen Rae-Projekt 41,5 Meter mit 0,87 Prozent Kupfer und erweiterte die mineralisierte Streichlänge auf über sieben Kilometer. Australian Gold & Copper stieß in New South Wales auf 26 Meter mit 102 Gramm Silberäquivalent je Tonne. Gateway Mining begann ein umfangreiches RC-Bohrprogramm im Yandal-Goldfeld Westaustraliens, um zuvor identifizierte Goldanomalien in frischem Gestein zu erproben. Ergebnisse werden in den kommenden Wochen erwartet.
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Die Entdeckung einer neuen Affenart im Kongo wird nicht erwähnt, da sie nicht in die wirtschaftliche Erzählung passt.
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