
Moskau wehrt Drohnenschwarm ab: Flughäfen vorübergehend lahmgelegt, Krim rationiert Treibstoff
Die nächtlichen Angriffe führten zur vorübergehenden Einstellung des Flugbetriebs in Moskau und zu Treibstoffrationierungen auf der Krim; gleichzeitig trafen russische Drohnen ein ziviles Schiff unter panamaischer Flagge.
In der Nacht zum Montag haben russische Luftabwehrsysteme nach Angaben des Bürgermeisters Sergei Sobjanin Dutzende ukrainische Drohnen über Moskau abgefangen. Die vier internationalen Flughäfen – Scheremetjewo, Domodedowo, Wnukowo und Schukowski – stellten daraufhin für mehrere Stunden den Betrieb ein. Das Verteidigungsministerium in Moskau bezifferte die landesweit zerstörten Drohnen auf 301, einschließlich der von Russland besetzten Gebiete. Über Schäden oder Opfer in der Hauptstadt wurde zunächst nichts bekannt.
Aus Kiewer Sicht sind die Angriffe Teil einer systematischen Kampagne gegen militärische Logistik und Energieinfrastruktur. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Schläge hätten Ziele beiderseits der Krim-Brücke getroffen, darunter Marineanlagen, ein Öldepot in Kertsch sowie Radarsysteme der Typen S-400 und Panzir. Ukrainische Militärquellen betonten, man wolle die russische Kriegsführungsfähigkeit schwächen. Moskau hingegen wertet die Attacken als Versuch, die russische Gesellschaft zu spalten und wirtschaftlichen Schaden anzurichten, wie Präsident Wladimir Putin zuvor erklärte. Außenminister Sergei Lawrow drohte mit massiven Vergeltungsschlägen.
Die Angriffe hatten unmittelbare Folgen für die Zivilbevölkerung. Auf der von Russland annektierten Krim setzte die Stadt Sewastopol alle öffentlichen Veranstaltungen im Freien aus und schaltete die Straßenbeleuchtung ab. Der Treibstoffverkauf an Privatpersonen und Unternehmen wurde gestoppt; die Versorgung ist nur noch für Behörden mit sicherheitsrelevanten Aufgaben gewährleistet. Hintergrund ist eine Treibstoffkrise, die durch ukrainische Drohnenangriffe auf Versorgungsrouten und Energieanlagen ausgelöst wurde. Gleichzeitig trafen russische Drohnen im Schwarzen Meer den unter panamaischer Flagge fahrenden türkischen Frachter „Victress“. Ein ägyptischer Koch kam ums Leben, acht Besatzungsmitglieder – darunter türkische und indische Staatsangehörige – retteten sich auf ein Schlauchboot. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bezeichnete Russland als „Hauptbedrohung für die Sicherheit und den Wohlstand des Schwarzen Meeres“.
Die wechselseitigen Luftoffensiven haben sich in den vergangenen Monaten intensiviert. Westliche Militäranalysten sehen in der ukrainischen Tiefenschlagkampagne den Versuch, die russische Ölproduktion und Exportlogistik nachhaltig zu beeinträchtigen. Erst in der Vorwoche hatte ein ukrainischer Drohnenangriff die Moskauer Kapotnja-Raffinerie getroffen und Brände ausgelöst; Anwohner berichteten von öligem Niederschlag. Russland wiederum hatte zuvor mit einem massiven Luftangriff auf Kiew das historische Höhlenkloster Petschersk Lawra beschädigt. Eine diplomatische Initiative zur Deeskalation ist derzeit nicht erkennbar. Beide Seiten haben weitere Schläge angekündigt, sodass mit einer Fortsetzung der Angriffe auf zivile Infrastruktur und Energieanlagen zu rechnen ist – mit wachsenden Auswirkungen auf die internationale Schifffahrt und die Energieversorgung in der Region.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die vier Moskauer Flughäfen wurden vorübergehend geschlossen, nachdem die Luftabwehr Dutzende ukrainische Drohnen abgeschossen hatte, die auf die Hauptstadt zusteuerten. Der Bürgermeister sprach von einer beispiellosen Angriffswelle, während russische Angriffe in der Ukraine weiterhin Zivilisten töteten.
Moskau schoss fast 60 Drohnen ab und setzte den Flugbetrieb an seinen Flughäfen kurzzeitig aus, während russische Angriffe in der Ukraine fünf Menschen töteten. Beide Seiten meldeten Schäden und Opfer in einer wechselseitigen Eskalation der Luftangriffe.
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