
Argentiniens späte Wende: Messi führt Albiceleste ins Finale gegen Spanien
Nach einem 0:1-Rückstand drehte Argentinien das Halbfinale gegen England durch zwei späte Tore und trifft nun im Endspiel auf Spanien – Lionel Messi bereitete beide Treffer vor.
Mit einem 2:1-Sieg nach Rückstand hat sich Argentinien im Halbfinale der Weltmeisterschaft 2026 gegen England durchgesetzt und steht zum zweiten Mal in Folge im Endspiel. Im Mercedes-Benz Stadium von Atlanta, wo die Albiceleste bereits im Achtelfinale gegen Ägypten eine späte Wende geschafft hatte, erzielten Enzo Fernández (85. Minute) und Lautaro Martínez (90.+2) die Tore für den Titelverteidiger. Beide Treffer legte Lionel Messi auf, der mit neun erfolgreichen Dribblings und zwei Vorlagen eine statistisch historische Leistung in einem WM-K.-o.-Spiel bot. Der Gegner am Sonntag heißt Spanien; England bestreitet das Spiel um Platz drei gegen Frankreich.
Die Partie nahm nach einer torlosen ersten Hälfte Fahrt auf, als Anthony Gordon England in der 55. Minute in Führung brachte. In der Folge zog sich die Mannschaft von Thomas Tuchel immer weiter zurück – der Trainer wechselte früh defensiv und ließ eine Fünferkette spielen. Zwischen dem Führungstreffer und dem Ausgleich hatte England nur zwölf Prozent Ballbesitz, ein Wert, der sonst nur von dezimierten Außenseitern erreicht wird. Argentinien erhöhte den Druck, Messi verlagerte sein Spiel zunehmend auf die rechte Seite und fand immer wieder Lücken. Sein Eckball führte zum Ausgleich, seine Flanke mit dem rechten Fuß zum Siegtreffer. Englands Kapitän Harry Kane räumte ein, man habe Messi über weite Strecken kontrolliert, doch in den entscheidenden Momenten habe er die Klasse gezeigt.
Die internationale Presse reagierte mit einer Mischung aus Bewunderung für Argentinien und Selbstkritik auf den britischen Inseln. Während die BBC mit über 24 Millionen Zuschauern die höchste Einschaltquote des Jahres im Vereinigten Königreich vermeldete, sprachen Zeitungen wie der Daily Telegraph von einem geplatzten Traum und warfen der Mannschaft vor, den Sieg aus der Hand gegeben zu haben. Der Guardian konstatierte, Argentinien habe Englands Herz gebrochen. In Spanien hingegen blickte man bereits auf das Finale: Marca nannte es „das schönste Endspiel der Welt“, AS schrieb, Argentinien habe „immer ein Leben mehr“. Italienische Blätter rückten Lautaro Martínez in den Mittelpunkt – die Gazzetta dello Sport titelte „Lautaro de Dios“ in Anspielung auf Maradonas „Hand Gottes“. Die französische L’Équipe bezeichnete die Argentinier als „Les Immortels“, und die deutsche Bild kommentierte mit „Pura locura desordenada“.
Messi selbst widmete den Sieg dem 2025 verstorbenen Diego Maradona, der vor vierzig Jahren mit seinen beiden legendären Toren gegen England Geschichte geschrieben hatte. „Sicher genießt Diego das von dort oben sehr“, sagte der 39-Jährige und überreichte dem Publikum symbolisch eine Nachbildung von Maradonas Trikot von 1986. Zugleich analysierte er die Schlussphase nüchtern: Nach dem Ausgleich habe man gespürt, dass England „nicht mehr weiterspielen wollte“. Mit Blick auf das Finale gegen Spanien, das er aufgrund seiner langen Zeit beim FC Barcelona besonders gut kennt, sprach Messi von einer Mannschaft, die „wunderschönen Fußball“ spiele. Argentinien hat nun die Chance, als erste Nation seit Brasilien 1962 den WM-Titel zu verteidigen. Messi selbst bestreitet sein drittes WM-Finale – ein Rekord, den vor ihm nur der Brasilianer Cafu erreichte.
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| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Arabische Golfpresse | +0.60 | aligned |
Messi widmet den Sieg Maradona und beschuldigt England, aufgegeben zu haben.
Beruft sich auf die Erinnerung an Maradona und die historische Rivalität, um den Sieg in eine moralische Rache zu verwandeln.
Lässt die taktische Analyse des defensiven Zusammenbruchs Englands und die Kritik an Tuchel aus, die in der Golfpresse vorhanden sind.
Der Sportreporter beschreibt das Comeback, ohne Partei zu ergreifen.
Verwendet eine sachliche, chronologische Erzählung, um das Spiel als isoliertes Sportereignis darzustellen.
Lässt den historischen Kontext der Rivalität und Messis Aussagen über Maradona und die englische Kapitulation aus, die in der lateinamerikanischen und afrikanischen Presse vorhanden sind.
Der taktische Analyst lobt Messis Meisterschaft und kritisiert Tuchels defensive Entscheidungen.
Verwendet statistische Daten und taktische Argumentation, um das Lob für Messi und die Kritik an England zu untermauern.
Lässt die emotionale Hommage an Maradona und den historischen Kontext der Rivalität aus, die in der lateinamerikanischen und afrikanischen Presse vorhanden sind.
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