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SportFreitag, 19. Juni 2026

Krampf beim Referee: Zwayers Zwischenfall beim 2:0-Sieg der USA gegen Australien

In der Nachspielzeit des WM-Gruppenspiels zwischen den USA und Australien musste der deutsche Referee Felix Zwayer am Boden behandelt werden – die Gastgeber hatten sich da bereits für die K.o.-Runde qualifiziert.

Es lief bereits die Nachspielzeit im Lumen Field von Seattle, als sich eine Szene abspielte, die selbst bei diesem von Trinkpausen geprägten Turnier Seltenheitswert besaß. Der deutsche Schiedsrichter Felix Zwayer, 45 Jahre alt und einer der erfahrensten Unparteiischen Europas, sank mit einem Krampf im linken Oberschenkel zu Boden. Während die US-Amerikaner Folarin Balogun und der Australier Aiden O’Neill dem Referee das Bein ausstreckten, eilte die vierte Offizielle Katia Garcia mit einem Energie-Gel auf den Rasen. Nach einer kurzen Unterbrechung rappelte sich Zwayer auf, humpelte zunächst, fand dann aber wieder in seinen Laufschritt und pfiff die Partie zu Ende – ein 2:0-Sieg der Vereinigten Staaten über Australien, der den Gastgebern vorzeitig den Einzug in die Runde der letzten 32 sicherte.

Die Amerikaner hatten die Begegnung von Beginn an dominiert. Ein Eigentor des australischen Verteidigers Cameron Burgess brachte die USA früh in Führung, ehe Alex Freeman mit einem Treffer, der erst nach VAR-Überprüfung Bestand hatte, auf 2:0 erhöhte. Bei Temperaturen um 26 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 45 Prozent, die das Mittagsspiel in Seattle prägten, waren die in diesem 48-Team-Turnier ohnehin vorgeschriebenen Trinkpausen in der Mitte jeder Halbzeit für die Akteure willkommene Unterbrechungen. Dass ausgerechnet der Schiedsrichter kurz vor dem Abpfiff behandelt werden musste, war jedoch eine Wendung, die selbst langjährige Beobachter überraschte.

Zwayer, der einzige deutsche Referee bei dieser Weltmeisterschaft, gehört seit über einem Jahrzehnt zum FIFA-Kader und leitete in der Vergangenheit Spitzenspiele wie das EM-Halbfinale 2024 zwischen den Niederlanden und England sowie das Europa-League-Finale 2025 zwischen Manchester United und Tottenham. In deutschen Fachkreisen wird seine Laufbahn jedoch von einer sechsmonatigen Sperre überschattet, die der DFB 2005 verhängte, nachdem Zwayer als Assistent in einen Manipulationsskandal verwickelt war und 300 Euro für eine regelwidrige Beeinflussung eines Spiels angenommen hatte. Der Krampf in Seattle war medizinisch folgenlos, doch erinnerte er an die Verwundbarkeit auch der Spielleiter – ein Thema, das die IFAB-Regeln mit dem Hinweis bedenken, dass bei Ausfall des Hauptreferees die Partie unter Aufsicht der übrigen Offiziellen fortgesetzt werden kann, bis der Ball das Spielfeld verlässt.

Dass Schiedsrichter während eines WM-Spiels behandelt werden müssen, ist äußerst selten. In der Qualifikation für dieses Turnier hatte der Argentinier Facundo Tello im Playoff zwischen dem Kongo und Jamaika mit einer schweren Verletzung den Platz unter Tränen verlassen müssen. Bei der Copa América 2024 war der guatemaltekische Assistent Humberto Panjoj nach einem Kollaps ausgeschieden. In Seattle blieb es bei einer kurzen Unterbrechung, die in den sozialen Netzwerken eine Welle von Memes auslöste, den Spielausgang aber nicht beeinflusste. Während die USA nach zwei Siegen aus zwei Spielen bereits für die nächste Runde planen können, wird das abschließende Gruppenspiel für Australien zum Entscheidungslauf um das Weiterkommen.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 2 Sprachen

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TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Atlantische / angloamerikanische PresseLateinamerikanische Presse
Atlantische / angloamerikanische Presse
DistanzPragmatismus

Gegen Ende des Spiels bekam der Schiedsrichter einen Krampf, wurde von Spielern unterstützt und setzte die Leitung nach einer kurzen Pause fort. Der Vorfall überschattete den klaren Sieg der USA nicht.

Lateinamerikanische Presse/ Markt
IronieSchadenfreude

Der Krampf des Schiedsrichters wurde zum unerwarteten Mittelpunkt und löste eine Flut von Memes in den sozialen Medien aus. Die ungewöhnliche Szene, bei der Spieler das Bein des Unparteiischen dehnten, hätte beinahe eine Auswechslung in den Schlussminuten erzwungen.

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Freitag, 19. Juni 2026

Krampf beim Referee: Zwayers Zwischenfall beim 2:0-Sieg der USA gegen Australien

In der Nachspielzeit des WM-Gruppenspiels zwischen den USA und Australien musste der deutsche Referee Felix Zwayer am Boden behandelt werden – die Gastgeber hatten sich da bereits für die K.o.-Runde qualifiziert.

Es lief bereits die Nachspielzeit im Lumen Field von Seattle, als sich eine Szene abspielte, die selbst bei diesem von Trinkpausen geprägten Turnier Seltenheitswert besaß. Der deutsche Schiedsrichter Felix Zwayer, 45 Jahre alt und einer der erfahrensten Unparteiischen Europas, sank mit einem Krampf im linken Oberschenkel zu Boden. Während die US-Amerikaner Folarin Balogun und der Australier Aiden O’Neill dem Referee das Bein ausstreckten, eilte die vierte Offizielle Katia Garcia mit einem Energie-Gel auf den Rasen. Nach einer kurzen Unterbrechung rappelte sich Zwayer auf, humpelte zunächst, fand dann aber wieder in seinen Laufschritt und pfiff die Partie zu Ende – ein 2:0-Sieg der Vereinigten Staaten über Australien, der den Gastgebern vorzeitig den Einzug in die Runde der letzten 32 sicherte.

Die Amerikaner hatten die Begegnung von Beginn an dominiert. Ein Eigentor des australischen Verteidigers Cameron Burgess brachte die USA früh in Führung, ehe Alex Freeman mit einem Treffer, der erst nach VAR-Überprüfung Bestand hatte, auf 2:0 erhöhte. Bei Temperaturen um 26 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 45 Prozent, die das Mittagsspiel in Seattle prägten, waren die in diesem 48-Team-Turnier ohnehin vorgeschriebenen Trinkpausen in der Mitte jeder Halbzeit für die Akteure willkommene Unterbrechungen. Dass ausgerechnet der Schiedsrichter kurz vor dem Abpfiff behandelt werden musste, war jedoch eine Wendung, die selbst langjährige Beobachter überraschte.

Zwayer, der einzige deutsche Referee bei dieser Weltmeisterschaft, gehört seit über einem Jahrzehnt zum FIFA-Kader und leitete in der Vergangenheit Spitzenspiele wie das EM-Halbfinale 2024 zwischen den Niederlanden und England sowie das Europa-League-Finale 2025 zwischen Manchester United und Tottenham. In deutschen Fachkreisen wird seine Laufbahn jedoch von einer sechsmonatigen Sperre überschattet, die der DFB 2005 verhängte, nachdem Zwayer als Assistent in einen Manipulationsskandal verwickelt war und 300 Euro für eine regelwidrige Beeinflussung eines Spiels angenommen hatte. Der Krampf in Seattle war medizinisch folgenlos, doch erinnerte er an die Verwundbarkeit auch der Spielleiter – ein Thema, das die IFAB-Regeln mit dem Hinweis bedenken, dass bei Ausfall des Hauptreferees die Partie unter Aufsicht der übrigen Offiziellen fortgesetzt werden kann, bis der Ball das Spielfeld verlässt.

Dass Schiedsrichter während eines WM-Spiels behandelt werden müssen, ist äußerst selten. In der Qualifikation für dieses Turnier hatte der Argentinier Facundo Tello im Playoff zwischen dem Kongo und Jamaika mit einer schweren Verletzung den Platz unter Tränen verlassen müssen. Bei der Copa América 2024 war der guatemaltekische Assistent Humberto Panjoj nach einem Kollaps ausgeschieden. In Seattle blieb es bei einer kurzen Unterbrechung, die in den sozialen Netzwerken eine Welle von Memes auslöste, den Spielausgang aber nicht beeinflusste. Während die USA nach zwei Siegen aus zwei Spielen bereits für die nächste Runde planen können, wird das abschließende Gruppenspiel für Australien zum Entscheidungslauf um das Weiterkommen.

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Gegen Ende des Spiels bekam der Schiedsrichter einen Krampf, wurde von Spielern unterstützt und setzte die Leitung nach einer kurzen Pause fort. Der Vorfall überschattete den klaren Sieg der USA nicht.

Lateinamerikanische Presse/ Markt
IronieSchadenfreude

Der Krampf des Schiedsrichters wurde zum unerwarteten Mittelpunkt und löste eine Flut von Memes in den sozialen Medien aus. Die ungewöhnliche Szene, bei der Spieler das Bein des Unparteiischen dehnten, hätte beinahe eine Auswechslung in den Schlussminuten erzwungen.

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