
Kolumbien und Ghana im WM-Achtelfinal-Duell: Lorenzo setzt auf Bewährte, Queiroz wechselt viermal
In Kansas City treffen die ungeschlagenen Kolumbianer auf die Black Stars, die als einer der besten Gruppendritten die K.-o.-Phase erreichten und nun auf eine Überraschung hoffen.
Im Arrowhead Stadium von Kansas City eröffnet sich an diesem Freitagabend (Ortszeit) die K.-o.-Runde der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 für zwei Mannschaften mit unterschiedlichen Vorzeichen. Kolumbien, souveräner Sieger der Gruppe K, trifft auf Ghana, das als einer der besten Gruppendritten den Sprung in die Runde der letzten 32 schaffte. Während die Südamerikaner um Trainer Néstor Lorenzo mit sieben Punkten und ohne Niederlage überzeugten, mussten die Westafrikaner nach einem Sieg, einem Remis und einer Niederlage bis zuletzt um das Weiterkommen bangen.
Lorenzo vertraut auf die eingespielte Formation, die bereits in der Gruppenphase für Stabilität sorgte. Im Tor steht erneut Camilo Vargas, vor ihm verteidigen Daniel Muñoz, Davinson Sánchez, Jhon Lucumí und Johan Mojica. Das Mittelfeld organisieren Jefferson Lerma und Gustavo Puerta, während Jhon Arias, Kapitän James Rodríguez und Luis Díaz die Angriffe einleiten sollen. Als zentrale Sturmspitze erhielt Jhon Córdoba den Vorzug vor Luis Suárez. Kolumbiens Defensive blieb in den drei Gruppenspielen nur einmal überwunden – ein Beleg für die taktische Disziplin, die das Team des Argentiniers Lorenzo auszeichnet.
Ghanas portugiesischer Trainer Carlos Queiroz, der zwischen 2019 und 2020 selbst die kolumbianische Nationalelf betreute, veränderte seine Startelf im Vergleich zum letzten Gruppenspiel auf vier Positionen. Lawrence Ati-Zigi kehrt nach überstandener Verletzung ins Tor zurück, Jerome Opoku ersetzt Jonas Adjetey in der Innenverteidigung. Im Mittelfeld rückt Caleb Yirenkyi für Elisha Owusu in die Mannschaft, und im Angriff beginnt Iñaki Williams anstelle von Kamaldeen Sulemana. Queiroz, der seine fünfte Weltmeisterschaft als Cheftrainer erlebt, betonte vor der Partie die besondere Mentalität, die in K.-o.-Spielen gefordert sei: „Es geht nicht nur um Talent, sondern um Charakter, Einstellung und Mut über 90 Minuten.“
Aus afrikanischer Perspektive lastet auf der Partie eine besondere Verantwortung. Ghana ist nach Marokko, Senegal, der Elfenbeinküste und der DR Kongo das fünfte afrikanische Team in dieser K.-o.-Runde, doch bisher erreichte nur Marokko das Achtelfinale. Kapitän Jordan Ayew sprach von einer „Pflicht gegenüber Afrika“, die Statistik zu verbessern. Zugleich erinnerte er an den Viertelfinaleinzug Ghanas 2010 und zeigte sich zuversichtlich: „Wir sind bereit, wir sind im Turnier gewachsen und wollen eine Show abliefern und gewinnen.“
Statistische Modelle wie der Opta-Supercomputer sehen Kolumbien mit einer Siegwahrscheinlichkeit von über 60 Prozent in der Favoritenrolle, gestützt auf die ungeschlagene Gruppenphase und die individuelle Klasse von Spielern wie Díaz und Rodríguez. Doch Queiroz warnte davor, die kolumbianische Mannschaft für unverwundbar zu halten: „Sie ist ein großartiges Team, aber nicht perfekt. Auch wir haben viel Qualität und Entschlossenheit.“ Der Sieger dieser Begegnung trifft im Achtelfinale auf die Schweiz, die sich bereits gegen Algerien durchsetzte.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Kolumbiens Trainer Lorenzo hat einen Kader erfahrener Spieler zusammengestellt und setzt auf bewährte Kämpfer, um Ghana im Achtelfinale der WM zu besiegen. Die lateinamerikanische Presse hebt die Zuverlässigkeit dieser Veteranen hervor und deutet an, dass ihre Turniererfahrung der Schlüssel zum Weiterkommen sein wird. Die Erzählung betont Kontinuität und Vertrauen in die alte Garde.
Ghanas Trainer Queiroz hat einen Kader erfahrener Spieler einberufen und setzt auf kampferprobte Krieger, um Kolumbien zu besiegen. Die afrikanische Presse stellt dies als strategischen Schachzug dar, der die Gelassenheit und das Know-how erfahrener Spieler schätzt. Die Rahmung unterstreicht die Bedeutung mentaler Stärke und Turniererfahrung.
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