
Debütant Kap Verde trotzt allen Prognosen und fordert nun Argentinien
Mit drei Unentschieden zieht der WM-Neuling ins Sechzehntelfinale ein und trifft auf Lionel Messi – während Belgien und Frankreich ihre Gruppen dominieren.
Der sechzehnte Spieltag der Weltmeisterschaft 2026 brachte eine der größten Überraschungen des Turniers: Die Nationalmannschaft von Kap Verde, die erstmals an einer Endrunde teilnimmt, sicherte sich durch ein torloses Unentschieden gegen Saudi-Arabien den zweiten Platz in der Gruppe H und damit den Einzug in das Sechzehntelfinale. Im NRG Stadium von Houston genügte dem afrikanischen Team der dritte Remis in Folge, nachdem es zuvor bereits den Europameister Spanien (0:0) und Uruguay (2:2) in Schach gehalten hatte. Die von einer kompakten Defensive getragene Mannschaft ließ in der gesamten Gruppenphase nur zwei Gegentore zu und verwies Uruguay sowie Saudi-Arabien auf die Plätze drei und vier. Spanien zog als Gruppensieger mit sieben Punkten in die K.-o.-Runde ein.
Die zentrale Figur des kapverdischen Erfolgs ist der 40-jährige Torhüter Vozinha, der gegen Spanien und Saudi-Arabien ohne Gegentor blieb und mit seinen Paraden internationale Aufmerksamkeit erregte. Nach der Partie erklärte er, das Team habe bewiesen, „dass wir wirklich Qualität besitzen und mithalten können“. Mit Blick auf das anstehende Duell mit Titelverteidiger Argentinien um Lionel Messi, den er als „besten Fußballer aller Zeiten“ bezeichnete, sprach Vozinha von einem Traum: „Gegen Messi zu spielen, ist für jeden Fußballer ein Traum.“ Die Begegnung zwischen dem Debütanten und dem Weltmeister ist für den 3. oder 4. Juli in Miami angesetzt.
Parallel dazu setzte sich Belgien im BC Place von Vancouver mit einem 5:1 gegen Neuseeland durch und sicherte sich damit den ersten Platz in der Gruppe G. Leandro Trossard erzielte zwei Treffer, Kevin De Bruyne, Romelu Lukaku und Alexis Saelemaekers trugen sich ebenfalls in die Torschützenliste ein. Mit fünf Punkten und der besseren Tordifferenz gegenüber Ägypten, das zeitgleich 1:1 gegen Iran spielte, vermied Belgien ein mögliches Duell mit einem Gruppensieger. Ägypten erreichte durch den Ausgleich von Mahmoud Saber das Sechzehntelfinale, während Iran nach einem in der Nachspielzeit wegen Abseits aberkannten Tor von Shoja Khalilzadeh auf den dritten Rang zurückfiel und nun auf ein Weiterkommen als einer der besten Gruppendritten hoffen muss.
In der Gruppe I untermauerte Frankreich seine Favoritenrolle mit einem 4:1-Erfolg über Norwegen. Ousmane Dembélé steuerte drei Tore bei und erzielte damit den dritten Hattrick des Turniers – nach Lionel Messi und Jonathan David. Norwegen und Senegal, das den Irak mit 5:0 bezwang, komplettieren die Riege der Gruppenzweiten und -dritten, die in die nächste Runde einziehen. Belgien trifft nun auf einen der acht besten Gruppendritten, während Frankreich als Gruppensieger auf Schweden oder die Elfenbeinküste wartet.
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