
Iran exekutiert Protestteilnehmer – Justiz wirft ihm Terroraktivitäten vor
Die Hinrichtung von Mehdi Khaneki erfolgte im Kontext einer Welle von Todesurteilen gegen Regierungskritiker und verschärft die Spannungen mit dem Westen.
Am 22. Juli 2025 hat die iranische Justiz die Hinrichtung von Mehdi Khaneki vollstreckt. Das der Justiz unterstellte Nachrichtenportal Mizan meldete, der 26-Jährige sei wegen „operativer Handlungen zugunsten Israels, der USA und feindlicher Gruppen“ sowie wegen Waffenbesitzes und Sprengstoffherstellung verurteilt worden. Die Exekution ist die jüngste in einer Serie von Todesurteilen gegen Teilnehmer der landesweiten Proteste vom Dezember 2024 und Januar 2025.
Die Justizbehörden in Teheran stützen sich auf Geständnisse, wonach Khaneki seit 2023 Mitglied einer „terroristischen Vereinigung“ gewesen sei und vor den Protesten Waffen sowie Kommunikationsausrüstung von einem Kontaktmann erhalten habe. Bei der Festnahme in Karadsch seien fünf Pistolen, Munition, selbstgebaute Granaten und Sprengsätze sichergestellt worden. Der Nationale Widerstandsrat Iran (NWRI) mit Sitz in Paris erklärte dagegen, Khaneki sei Mitglied der Volksmudschahedin (PMOI) gewesen und monatelang physisch wie psychisch gefoltert worden. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und der Iran Human Rights Monitor weisen darauf hin, dass Geständnisse in iranischen Haftanstalten routinemäßig unter Zwang erlangt würden und die Verfahren grundlegende rechtsstaatliche Garantien vermissen ließen.
Die Hinrichtung fällt in eine Phase innenpolitischer Repression, die nach Darstellung Teheraner Behörden der Abwehr eines „amerikanisch-zionistischen Putsches“ dient. Seit Beginn der militärischen Konfrontationen mit den USA und Israel Ende Februar 2025 hat die Zahl der Exekutionen nach Angaben von Exilgruppen zugenommen; allein zwischen März und April wurden demnach acht PMOI-Mitglieder hingerichtet. In den Gefängnissen Ghezel Hesar und Dastgerd traten unterdessen Dutzende politische Häftlinge in den Hungerstreik, nachdem Mitgefangene in Isolationszellen verlegt worden waren – ein Schritt, der nach Erfahrung von Aktivisten oft unmittelbar bevorstehenden Hinrichtungen vorausgeht.
Aus Washington verurteilte Präsident Donald Trump die anhaltenden Exekutionen und drohte für den Fall iranischer Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus mit der Zerstörung von Brücken oder Kraftwerken in Iran. Die UN-Sonderberichterstatterin für Menschenrechte in Iran, Mai Sato, äußerte sich besorgt über die Eskalation und warnte, die Bevölkerung sei zwischen ausländischen Angriffen und innerstaatlicher Unterdrückung gefangen. Die Europäische Union und westliche Regierungen sind aufgerufen, auf eine Aussetzung der Todesurteile zu drängen; die kommende Sitzung des UN-Menschenrechtsrats wird sich voraussichtlich mit der Lage befassen.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
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| Arabische Levante-Maghreb-Presse | 0.00 | neutral |
Die Islamische Republik richtet einen Demonstranten hin und beschuldigt ihn des Terrorismus.
Es berichtet die offizielle Version, verwendet aber den Begriff 'Demonstrant' statt 'Terrorist', was eine Spannung zwischen der Staatserzählung und der Anerkennung von Dissens erzeugt.
Es lässt die Erzählung des Regimes von einem 'Putsch' und einer 'amerikanisch-zionistischen Verschwörung' sowie die Details des Waffenfundes und der Geständnisse aus.
Die Islamische Republik richtet einen Terroristen hin, der die nationale Sicherheit bedrohte, und entlarvt die amerikanisch-zionistische Verschwörung.
Es verwendet Kriegs- und Bedrohungssprache (Putsch, Terrorist, Waffen), um die Hinrichtung als Verteidigungsakt zu legitimieren, und wiederholt die Anschuldigungen ohne Gegenstimme.
Es lässt jeden Hinweis darauf aus, dass Khanaki ein Demonstrant war oder dass die Proteste aus wirtschaftlichen Forderungen entstanden sind. Es erwähnt keine internationale Kritik oder Zweifel an der Fairness des Verfahrens.
Der Iran richtet einen Demonstranten hin, während regierungsfeindliche Proteste weiterhin unterdrückt werden.
Es berichtet die Fakten distanziert, betont aber die Protestnatur der Handlung und stellt sie der Definition von Terrorismus durch das Regime gegenüber.
Es lässt die Details der Waffen und die Anschuldigungen der Kollusion mit Israel sowie die Putsch-Rhetorik aus. Es erwähnt keine internationale Reaktion.
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