
Iran beziffert Chance auf Frieden mit USA auf zehn Prozent
Außenminister Araghchi hält trotz geringer Erfolgsaussichten an Verhandlungen fest, um einen Krieg zu vermeiden und die eigene Position zu dokumentieren.
Irans Außenminister Abbas Araghchi hat die Wahrscheinlichkeit einer friedlichen Einigung mit den Vereinigten Staaten auf etwa zehn Prozent beziffert. In einem am Sonntag veröffentlichten Interview erklärte er, Teheran werde dennoch an den Verhandlungen festhalten, um die eigenen Forderungen durchzusetzen und einen bewaffneten Konflikt abzuwenden. Die Aussage erfolgt vor dem Hintergrund der schwersten militärischen Eskalation zwischen beiden Ländern seit Jahrzehnten.
Aus Teheraner Sicht ist die Fortsetzung der Gespräche auch dann geboten, wenn die Aussichten minimal sind. Araghchi betonte, man müsse jede noch so kleine Chance nutzen, um ein Ergebnis jenseits eines Krieges zu erreichen. Sollten die Verhandlungen scheitern, habe Iran zumindest gegenüber dem eigenen Volk, der internationalen Gemeinschaft und dem Gegner dokumentiert, alle friedlichen Mittel ausgeschöpft zu haben. Diese Haltung unterstreicht das Bestreben der Führung in Teheran, die Verantwortung für eine weitere Eskalation der Gegenseite zuzuschreiben.
Die militärische Konfrontation begann nach übereinstimmenden Berichten Ende Februar mit einem gemeinsamen Angriff der USA und Israels auf Iran, bei dem auch Revolutionsführer Ayatollah Ali Khamenei getötet wurde. Iran antwortete mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Militärstützpunkte in mehreren Golfstaaten. Ein unter pakistanischer Vermittlung zustande gekommenes Memorandum of Understanding zur Beendigung des Konflikts und zur Anbahnung eines dauerhaften Friedensabkommens scheiterte, als die Spannungen um die strategisch bedeutsame Straße von Hormuz erneut zu gegenseitigen Angriffen führten. Für die europäische Energieversorgung und die globale Schifffahrt ist die Meerenge von zentraler Bedeutung.
Nach Darstellung Araghchis forderten die USA in den Verhandlungen vor dem Krieg eine vollständige Einstellung der iranischen Urananreicherung („Zero Enrichment“) und drohten für den Fall der Weigerung mit Militärschlägen. Teheran habe diese Forderung als unrechtmäßig zurückgewiesen, woraufhin Washington und Tel Aviv den militärischen Weg wählten. Aus Washingtoner Sicht ist die iranische Nuklearfähigkeit seit Jahren ein zentrales Sicherheitsrisiko. Araghchi warf den USA und Israel Fehlkalkulationen vor: Sie hätten die Widerstandsfähigkeit Irans unterschätzt und seien nicht auf einen längeren Krieg vorbereitet gewesen. Der zwölftägige Waffengang im Juni 2025 sei deshalb ohne die erhoffte schnelle Kapitulation Teherans beendet worden. Derzeit gibt es keine Hinweise auf neue Gesprächsformate; die Lage bleibt angespannt.
| Südostasiatische Presse | 0.00 | neutral |
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| Iranische & verwandte Presse | +0.80 | aligned |
| Indische & südasiatische Presse | +0.50 | aligned |
Iran puts the chance of peace at 10%, but does not give up dialogue: every opportunity must be seized to avoid war.
The news is presented as a factual statement, without emphasizing the low percentage as a sign of weakness, but rather as a reason to insist on diplomacy. It normalizes the idea that even a minimal probability justifies negotiation efforts.
The context of recent Iranian military strikes and US demands for zero enrichment is omitted, which could have made the statement appear as a tactical move.
Iran struck across the entire region and no one could respond: this is the new strategic reality.
The statement about 10% peace chance is almost ignored; the focus is shifted to Iran's military capabilities and their strategic impact. An image of power is built that makes the low probability of peace irrelevant.
The very statement of 10% peace chance is omitted, as well as the negotiation context and US demands.
Iran does not bow to illegal demands: the US wanted war because they did not get zero enrichment.
The statement about 10% peace chance is reinterpreted as proof of Iranian determination: despite low odds, Iran resisted. A moral contrast is created between reasonable Iran and unreasonable US.
The fact that the 10% estimate comes from Iran itself is omitted, and no mention is made of Iranian military actions that may have influenced the talks.
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