
ICE verzeichnet 10.000 Festnahmen binnen fünf Tagen – FBI würdigt Marokkos Sicherheitskooperation
Während der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 intensiviert die US-Einwanderungsbehörde ihre Festnahmen; gleichzeitig würdigt das FBI Marokkos Beitrag zur Turniersicherheit.
Die US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) hat innerhalb von fünf Tagen mehr als 10.000 Personen festgenommen, wie aus Dokumenten und mit den Vorgängen vertrauten Beamten hervorgeht. Die tägliche Zahl der Festnahmen verdoppelte sich damit nahezu gegenüber dem Jahresbeginn und erreichte am 27. Juni mit über 2.400 Fällen einen Höchststand. Parallel dazu besuchte der stellvertretende Direktor der Bundespolizei FBI, Christopher Wray, das International Police Cooperation Center (IPCC) und würdigte Marokko als „strategischen und verlässlichen Partner“ bei der Sicherung der Weltmeisterschaft, die noch bis zum 19. Juli in den USA ausgetragen wird.
Aus Washingtoner Regierungskreisen verlautete, das Weiße Haus habe die Behörde zu einer deutlichen Steigerung der Arrestzahlen gedrängt. Laut einem Bericht der New York Times wurde intern eine Zielmarke von rund 2.000 Festnahmen pro Tag ausgegeben, ohne dass ein Endzeitpunkt für dieses Niveau festgelegt sei. Das Ministerium für Heimatschutz (DHS) erklärte, man erfülle das Mandat des Präsidenten, „kriminelle illegale Ausländer“ festzunehmen und abzuschieben. Nach Darstellung von Einwanderungsanwälten sowie Abgeordneten beider Parteien gerieten die jüngsten Operationen jedoch in die Kritik, weil sie unter anderem eine Nonne auf dem Weg zur Messe und Personen beim Verlassen von Gerichtsterminen betrafen – letzteres möglicherweise entgegen gerichtlicher Anordnungen. Zuvor hatte der Oberste Gerichtshof der Regierung erlaubt, den vorübergehenden Schutzstatus für Haiti und Syrien zu widerrufen, was nach Behördenangaben die Abschiebung von rund 350.000 Haitianern und 6.000 Syrern ermöglicht.
Aus Sicht der Strafverfolgungsbehörden in Rabat unterstrich der FBI-Besuch die gewachsene Rolle des Königreichs in der multilateralen Sicherheitsarchitektur. Wray hob bei einem Treffen mit Vertretern der marokkanischen Generaldirektionen für nationale Sicherheit und Territorialüberwachung (DGSN-DGST) hervor, dass die USA dank präziser nachrichtendienstlicher Informationen und der Unterstützung von Partnerländern eine steigende Zahl von Bedrohungen auf eigenem Boden hätten vereiteln können. Die Weltmeisterschaft ist als SEAR-1-Event eingestuft, die höchste Sicherheitsstufe für Massenveranstaltungen, was einen koordinierten Einsatz von ICE, Homeland Security Investigations (HSI), Secret Service und anderen Bundesbehörden an Spielorten wie Los Angeles nach sich zieht. Gegenüber CBS News betonte der designierte Grenzschutzbeauftragte Tom Homan, der Fokus liege auf Gefahrenabwehr und nicht auf flächendeckenden Migrationskontrollen; gleichwohl werde man bei sicherheitsrelevanten Verstößen einschreiten.
Die parallelen Entwicklungen verdeutlichen die unterschiedlichen Gesichter amerikanischer Sicherheitspolitik während des Turniers: internationale Kooperation bei der Veranstaltungssicherheit einerseits, eine forcierte Inhaftierungspraxis im Inland andererseits. Die Zahl der in ICE-Gewahrsam befindlichen Personen stieg binnen weniger Tage um fast 4.000 auf über 63.000. Nach Angaben des DHS wurden im Fiskaljahr 2025 insgesamt 442.637 Menschen abgeschoben; für die kommenden Haushaltsjahre plant die Behörde mit jährlich einer Million Abschiebungen und einer Haftkapazität von mindestens 99.000 Plätzen. Während die WM-Finalpartie näher rückt, bleiben die täglichen Festnahmeziele und die Dauer der intensivierten Operationen ohne öffentlich bekannte zeitliche Begrenzung.
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
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| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
The Latin American bloc does not address the ICE story, focusing on other topics.
The absence of any article on the matter makes it impossible to identify a stance; the bloc simply does not consider it newsworthy.
Any mention of ICE migrant detentions, which is the core of the story, is missing.
The Atlantic bloc does not cover the ICE story, focusing on other subjects.
The lack of any article on the matter prevents identifying a stance; the bloc does not consider it noteworthy.
Any reference to ICE migrant detentions, which is the core of the story, is absent.
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