
Huthi-Angriffe auf saudische Tanker und zwölfte US-Luftnacht gegen Iran
Während die USA ihre Luftangriffe auf Iran fortsetzen, attackieren die Huthi-Rebellen zwei saudische Öltanker im Roten Meer und eröffnen eine zweite maritime Front.
In der Nacht zum Donnerstag haben die jemenitischen Huthi-Rebellen nach eigenen Angaben zwei saudische Öltanker im Roten Meer mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen angegriffen. Die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA bestätigte einen Treffer auf dem Tanker „Encelia“, der am Bug in Brand geriet; die Besatzung blieb unverletzt. Der Angriff auf einen zweiten Tanker namens „Layla“ wurde von unabhängiger Seite nicht bestätigt. Das United Kingdom Maritime Trade Operations Centre (UKMTO) meldete den Einschlag eines „unbekannten Projektils“ rund 130 Kilometer südwestlich der saudischen Küstenstadt Al-Shuqaiq. Parallel flog das US-Militär die zwölfte Nacht in Folge Luftschläge gegen Ziele im Iran, die nach Angaben des Zentralkommandos (CENTCOM) maritime Fähigkeiten, Lager für Raketen und Drohnen, Küstenüberwachungsanlagen und Luftabwehrsysteme trafen.
Aus Washingtoner Sicht zielen die anhaltenden Angriffe darauf ab, die Fähigkeit Teherans zu unterbinden, zivile Schifffahrt im Persischen Golf und in den angrenzenden Gewässern zu bedrohen. Präsident Donald Trump drohte am Mittwoch, die Vereinigten Staaten würden künftig bei jedem iranischen Angriff auf ein Schiff in der Straße von Hormus eine Brücke oder ein Kraftwerk im Iran zerstören. Teheran wies die Drohung zurück: Das gemeinsame Militärkommando erklärte, man werde im Gegenzug regionale Öl-, Gas- und Strominfrastruktur angreifen und die Ausfuhr „auch nur eines Tropfens Öl“ verhindern. Die iranischen Revolutionsgarden bezeichneten die Straße von Hormus als „vollständig geschlossen“ und machten die Durchfahrt von ihrer Koordination abhängig. Iranische Staatsmedien meldeten zudem Vergeltungsschläge auf US-Stützpunkte in Kuwait, darunter die Landezone Udairi und den Luftwaffenstützpunkt Ali Al Salem.
Die Huthi-Blockade, die nach eigenen Angaben als Reaktion auf einen saudischen Luftangriff auf den Flughafen von Sanaa und die anhaltende Blockade gegen den Jemen verhängt wurde, bedroht nun das Bab al-Mandab – jene Meerenge am südlichen Ende des Roten Meeres, über die Saudi-Arabien einen Großteil seiner Ölexporte umgeleitet hatte, um die iranische Blockade der Straße von Hormus zu umgehen. Nach Angaben von Schifffahrtsdaten änderten mehrere Tanker bereits ihren Kurs; zwei chinesische Supertanker mit zusammen vier Millionen Barrel saudischen Öls steuerten am Donnerstag auf die Meerenge zu. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent stieg auf über 98 Dollar und näherte sich der Marke von 100 Dollar, was nach Einschätzung von Marktbeobachtern die Inflationssorgen weltweit verschärft.
Der Konflikt, der mit israelischen und amerikanischen Angriffen auf Iran Ende Februar begann, hat sich seit dem Scheitern einer Waffenruhe im Juni stetig ausgeweitet. Die USA haben nach eigenen Angaben mehr als 50.000 Soldaten in der Region stationiert und eine Seeblockade gegen Iran verhängt. Iran wiederum hat wiederholt Ziele in Kuwait, Bahrain und Jordanien attackiert und nach Darstellung Teherans dabei auch Wasserentsalzungs- und Energieanlagen getroffen. US-Außenminister Marco Rubio sagte am Donnerstag, Iran dränge hinter den Kulissen auf ein Abkommen, sei aber nicht bereit, sich an getroffene Vereinbarungen zu halten. Gleichzeitig unterzeichneten Washington und Riad ein Abkommen über zivile nukleare Zusammenarbeit. Diplomatische Bemühungen um eine Deeskalation sind derzeit nicht erkennbar; die US-Luftangriffe werden nach Angaben des Pentagons fortgesetzt.
| Indische & südasiatische Presse | 0.00 | neutral |
|---|---|---|
| Israelische Presse | −0.10 | neutral |
| Subsaharisch-afrikanische Presse | −0.50 | critical |
India and South Asia record the events with detachment, giving space to both narratives.
Including Iran's counter-claim of hitting US bases in Kuwait alongside the US strikes creates an impression of balanced reporting, implying that both sides are engaged in mutual escalation.
Does not mention civilian casualties from US strikes, which are reported by sub-Saharan African press.
Israel warns that the Houthi attack creates a new oil chokepoint, expanding the threat to global security.
By framing the Houthi attack as a new chokepoint alongside the Strait of Hormuz, the bloc elevates the strategic stakes, making the conflict appear as a direct threat to global energy supplies and justifying a more aggressive response.
Does not mention casualties from US strikes or Iran's claim of hitting bases in Kuwait, focusing only on the oil threat.
Sub-Saharan Africa denounces the human cost of US strikes, highlighting civilian casualties and questioning military justifications.
By reporting the number of killed and wounded from US strikes, the bloc shifts the focus from strategic narratives to human suffering, undermining the legitimacy of the US campaign.
Does not mention the strategic oil threat or Iran's claim, focusing only on the human consequences of US strikes.
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