
Hitzewelle und Brände in Südeuropa: Tausende evakuiert, WHO warnt vor weiteren Todesopfern
Nach der tödlichen Junihitze mit 3700 zusätzlichen Todesfällen erlebt der Mittelmeerraum erneut Extremtemperaturen und großflächige Waldbrände.
Eine erneute Hitzewelle mit Spitzenwerten von über 40 Grad Celsius hat weite Teile Südeuropas erfasst und zu verheerenden Waldbränden geführt. In Spanien, Portugal, Frankreich und Griechenland mussten tausende Menschen ihre Häuser verlassen; allein in Katalonien ordneten die Behörden die Ausgangssperre für rund 40.000 Personen an. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte am Dienstag, Europa könnten in den kommenden Tagen „noch tödlichere Wochen“ bevorstehen.
Die aktuelle Hitzewelle folgt auf eine extreme Wetterlage im Juni, die nach vorläufigen Angaben der Gesundheitsbehörden in Frankreich, den Niederlanden und Belgien zu 3.700 zusätzlichen Todesfällen führte. Die WHO betonte, dass Länder mit bereits bestehenden Hitzeaktionsplänen schneller reagiert hätten, jedoch verfüge weniger als die Hälfte der europäischen Mitgliedstaaten über solche Vorkehrungen. Für die laufende Woche sagen Meteorologen in Portugal und Südspanien Temperaturen bis 43 Grad voraus; die spanische Wetterbehörde rief für drei Regionen die höchste Alarmstufe Rot aus.
Parallel kämpfen Einsatzkräfte gegen zahlreiche Großbrände. In Portugal verbrannten nach offiziellen Angaben seit Jahresbeginn mehr als 30.000 Hektar – fast viermal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Ein Brand in der Region Leiria zerstörte über 13.000 Hektar und ist inzwischen unter Kontrolle, doch die Feuerwehr überwacht weiterhin Glutnester. In Spanien meldet das Europäische Waldbrandinformationssystem bislang mehr als 56.000 Hektar verbrannter Fläche. In den Pyrenäen evakuierten die Behörden über 10.000 Menschen; ein Brand im Naturpark Les Gavarres in Katalonien hat rund 2.200 Hektar erfasst. Portugal ersuchte vorsorglich um Unterstützung aus Marokko, Spanien und der EU, woraufhin die Europäische Kommission Löschflugzeuge aus Italien und Spanien entsandte.
Auch nördlich der Alpen sind die Auswirkungen spürbar. In Großbritannien rief der Wetterdienst die dritte Hitzewelle des Jahres aus; für den Süden Englands werden bis zu 35 Grad erwartet. Bahngesellschaften wie East Midlands Railway strichen Verbindungen und rieten, nur in dringenden Fällen zu reisen. Eine Umfrage im Auftrag von Greenpeace ergab, dass während der Junihitze 65 Prozent der Briten unter Schlafstörungen litten und 22 Prozent verdorbene Lebensmittel entsorgen mussten. Die Einzelhandelskette Marks & Spencer kündigte an, ihre Kühlanlagen für künftige Temperaturen von bis zu 45 Grad zu ertüchtigen.
Die Lage bleibt angespannt. Während die Behörden in Spanien die Brandursachen untersuchen – in der Provinz Castellón gehen Ermittler von nicht natürlichen Auslösern aus –, warnen Klimaforscher, dass sich die atmosphärischen Bedingungen für Hitzewellen durch den Klimawandel verstärkt haben. Die WHO rief die Mitgliedstaaten auf, vor der nächsten Welle Versäumnisse zu beheben und Gesundheitssysteme auf Extremhitze vorzubereiten. Eine abschließende Bilanz der aktuellen Schäden und Opfer liegt noch nicht vor.
| Lateinamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.30 | critical |
The World Health Organization issues an alarm for 'deadlier weeks' and urges European governments to prepare. The population must remain vigilant.
By citing the WHO's authority and meteorological forecasts, a sense of urgency is built that legitimizes the call to action.
Southern Europe is ablaze; the wildfire emergency demands immediate responses. Governments and citizens are called to face an unprecedented crisis.
By accumulating data on burned areas and numbers of evacuees, a representation of catastrophe is created that mobilizes public attention.
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