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Kriminalität & KatastrophenDonnerstag, 2. Juli 2026

Hitzewelle in Frankreich: 2025 zusätzliche Todesfälle in einer Woche

Während der Rekordhitze Ende Juni stieg die Sterblichkeit landesweit um fast 30 Prozent, in der Region Paris sogar um 62 Prozent.

In der Woche vom 22. bis 28. Juni 2026 sind in Frankreich nach vorläufigen Angaben der Gesundheitsbehörde Santé publique France 2.025 Menschen mehr gestorben als in der Vorwoche. Das entspricht einem Anstieg der Sterbefälle um 29,1 Prozent. Die Behörde selbst weist darauf hin, dass diese Zahl auf elektronischen Totenscheinen beruht, die nur etwas mehr als die Hälfte aller Todesfälle erfassen, und daher „zweifellos eine Unterschätzung“ darstellt.

Besonders betroffen war die Île-de-France mit einem Anstieg von 62 Prozent, ähnlich hohe Werte meldete die Region Pays de la Loire. Auffällig ist die Zunahme der Todesfälle in Privatwohnungen: Sie stieg im Vergleich zur Vorwoche um 91 Prozent. Gesundheitsministerin Stéphanie Rist sprach von einer „deutlichen Zunahme“ bei den über 45-Jährigen, wobei die über 65-Jährigen den größten Anteil ausmachten. In Belgien registrierten die Behörden zwischen dem 18. und 29. Juni 1.222 zusätzliche Todesfälle (plus 39 Prozent), in den Niederlanden rund 480.

Die Hitzewelle, die Frankreich etwa zehn Tage lang erfasste und an drei Tagen die höchsten jemals im Land gemessenen Temperaturen brachte, gilt meteorologisch als intensiver als jene des Jahres 2003. Météo-France stufte den Juni 2026 mit einer Durchschnittstemperatur von 22,7 Grad Celsius als wärmsten Juni seit Aufzeichnungsbeginn ein. Anders als 2003, als rund 15.000 Menschen starben, dauerte die extreme Hitze diesmal 14 statt 16 Tage. Die Regierung betont, die gesundheitlichen Folgen seien weniger schwerwiegend, auch weil ein Netz von Kühlzentren für gefährdete Gruppen aufgebaut worden sei.

Die politische Debatte über die Vorbereitung auf Hitzewellen hat sich unterdessen verschärft. Die grüne Fraktion in der Nationalversammlung reichte einen Misstrauensantrag gegen die Regierung von Premierminister Sébastien Lecornu ein und warf ihr Untätigkeit vor. Lecornu wies die von den Grünen genannte Zahl von 10.000 Hitzetoten als unzutreffend zurück. Die endgültige Bilanz der Junihitze wird nach Angaben der Gesundheitsbehörde erst in einigen Wochen vorliegen, wenn auch die papierbasierten Totenscheine ausgewertet sind. Die Behörde rechnet damit, dass die tatsächliche Zahl der hitzebedingten Sterbefälle höher ausfallen wird.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Lateinamerikanische PresseKontinentaleuropäische Presse
Lateinamerikanische Presse
AlarmPragmatismus

Europa ächzt unter der extremen Hitze, mit über 1.300 Toten und strukturellen Schäden an Bahngleisen, die den Verkehr lahmgelegt haben. Die Gefahr weiterer Hitzewellen hält die Strompreise auf dem höchsten Stand seit der Energiekrise 2022, da die Nachfrage nach Kühlung das Netz belastet.

Kontinentaleuropäische Presse
AlarmDringlichkeit

Extreme Hitze ist zu einer strukturellen ökonomischen Variable geworden, einem neuen Zoll, den Europa nicht verhandeln kann. Mit über 2.000 Toten in Frankreich und Spanien allein im Juni und Temperaturen von bis zu 44°C belastet die durch fossile Brennstoffe ausgelöste Klimakrise Krankenhäuser, Logistik, Landwirtschaft und die Wettbewerbsfähigkeit des Kontinents.

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Während der Rekordhitze Ende Juni stieg die Sterblichkeit landesweit um fast 30 Prozent, in der Region Paris sogar um 62 Prozent.

In der Woche vom 22. bis 28. Juni 2026 sind in Frankreich nach vorläufigen Angaben der Gesundheitsbehörde Santé publique France 2.025 Menschen mehr gestorben als in der Vorwoche. Das entspricht einem Anstieg der Sterbefälle um 29,1 Prozent. Die Behörde selbst weist darauf hin, dass diese Zahl auf elektronischen Totenscheinen beruht, die nur etwas mehr als die Hälfte aller Todesfälle erfassen, und daher „zweifellos eine Unterschätzung“ darstellt.

Besonders betroffen war die Île-de-France mit einem Anstieg von 62 Prozent, ähnlich hohe Werte meldete die Region Pays de la Loire. Auffällig ist die Zunahme der Todesfälle in Privatwohnungen: Sie stieg im Vergleich zur Vorwoche um 91 Prozent. Gesundheitsministerin Stéphanie Rist sprach von einer „deutlichen Zunahme“ bei den über 45-Jährigen, wobei die über 65-Jährigen den größten Anteil ausmachten. In Belgien registrierten die Behörden zwischen dem 18. und 29. Juni 1.222 zusätzliche Todesfälle (plus 39 Prozent), in den Niederlanden rund 480.

Die Hitzewelle, die Frankreich etwa zehn Tage lang erfasste und an drei Tagen die höchsten jemals im Land gemessenen Temperaturen brachte, gilt meteorologisch als intensiver als jene des Jahres 2003. Météo-France stufte den Juni 2026 mit einer Durchschnittstemperatur von 22,7 Grad Celsius als wärmsten Juni seit Aufzeichnungsbeginn ein. Anders als 2003, als rund 15.000 Menschen starben, dauerte die extreme Hitze diesmal 14 statt 16 Tage. Die Regierung betont, die gesundheitlichen Folgen seien weniger schwerwiegend, auch weil ein Netz von Kühlzentren für gefährdete Gruppen aufgebaut worden sei.

Die politische Debatte über die Vorbereitung auf Hitzewellen hat sich unterdessen verschärft. Die grüne Fraktion in der Nationalversammlung reichte einen Misstrauensantrag gegen die Regierung von Premierminister Sébastien Lecornu ein und warf ihr Untätigkeit vor. Lecornu wies die von den Grünen genannte Zahl von 10.000 Hitzetoten als unzutreffend zurück. Die endgültige Bilanz der Junihitze wird nach Angaben der Gesundheitsbehörde erst in einigen Wochen vorliegen, wenn auch die papierbasierten Totenscheine ausgewertet sind. Die Behörde rechnet damit, dass die tatsächliche Zahl der hitzebedingten Sterbefälle höher ausfallen wird.

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Europa ächzt unter der extremen Hitze, mit über 1.300 Toten und strukturellen Schäden an Bahngleisen, die den Verkehr lahmgelegt haben. Die Gefahr weiterer Hitzewellen hält die Strompreise auf dem höchsten Stand seit der Energiekrise 2022, da die Nachfrage nach Kühlung das Netz belastet.

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Extreme Hitze ist zu einer strukturellen ökonomischen Variable geworden, einem neuen Zoll, den Europa nicht verhandeln kann. Mit über 2.000 Toten in Frankreich und Spanien allein im Juni und Temperaturen von bis zu 44°C belastet die durch fossile Brennstoffe ausgelöste Klimakrise Krankenhäuser, Logistik, Landwirtschaft und die Wettbewerbsfähigkeit des Kontinents.

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