
Goldpreis zwischen Kriegsangst und Zinssorgen: Eine Woche der Extreme
Die Eskalation zwischen den USA und Iran sowie anhaltende Inflationssorgen drücken den Goldpreis – eine zarte Erholung und Hoffnung auf Diplomatie nähren die Unsicherheit.
Die vergangene Woche stand an den Goldmärkten im Zeichen extremer Volatilität. Innerhalb von nur zwei Handelstagen gab das Edelmetall rund sechs Prozent nach und fiel auf ein Jahrestief von 4023 Dollar je Feinunze – den niedrigsten Stand im Jahr 2026. Auslöser waren die verschärften Spannungen zwischen den USA und Iran, die eine Blockade der Straße von Hormus befürchten ließen, sowie stärker als erwartete US-Inflationsdaten. Asiatische Handelsplätze verzeichneten panikartige Verkäufe, bevor sich der Preis leicht erholte. Dennoch steuert Gold auf die zweite Wochenverlustserie in Folge zu.
Aus Washingtoner Perspektive wächst unterdessen der Druck, den Konflikt diplomatisch zu entschärfen. Stimmen wie die des Analysten David Cortright fordern flexible US-Diplomatie und wirtschaftliche Anreize – darunter Lockerungen der Sanktionen und einen Wiederaufbaufonds –, um Teheran an den Verhandlungstisch zurückzuholen. In Teheran hingegen hat die jahrelange Sanktionspolitik die Hardliner gestärkt; ohne handfeste Zugeständnisse erscheint eine Einigung schwer vorstellbar. Die Europäer, allen voran Deutschland als führende Handelsnation, verfolgen die Entwicklungen mit Sorge, denn eine dauerhafte Schließung der Hormus-Passage würde globale Lieferketten empfindlich treffen.
Parallel lastet der geldpolitische Ausblick auf dem Goldpreis. Die anstehende Sitzung der Federal Reserve wird mit Spannung erwartet: Die Inflation erweist sich als hartnäckig, und Vertreter wie Peter Grant von Zaner Metals warnen, dass sie selbst bei sinkenden Ölpreisen weiter erhöht bleiben könnte. Ein länger restriktiver Zinskurs stärkt den Dollar und entzieht dem zinslosen Gold die Attraktivität. Händler in Zürich taxieren entscheidende Unterstützungsmarken bei 4058 Dollar und, sollte dieser fallen, bei 3929 Dollar. Das späte Aufbäumen des Goldpreises in der zweiten Wochenhälfte zeigt jedoch, dass geopolitische Risiken weiterhin eine Nachfrage als sicherer Hafen erzeugen.
Für die kommenden Tage richten sich alle Augen auf zwei Faktoren: ein mögliches Signal der Fed und konkrete Fortschritte in den amerikanisch-iranischen Gesprächen. Sollte eine Wiedereröffnung der Hormusstraße greifbar werden, könnte die Risikoprämie schmelzen und Gold weiter abgeben. Ein unerwartet dovish agierender Zentralbankchef oder eine erneute militärische Eskalation würden dem Metall dagegen Auftrieb verleihen. Deutsche Anleger, die Gold traditionell zur Absicherung nutzen, sehen sich mit einem Markt konfrontiert, der zwischen Hoffnung und Furcht balanciert.
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An den Goldmärkten kam es vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen den USA und dem Iran und der Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu starken Schwankungen. Starke US-Inflationsdaten und die bevorstehende Fed-Sitzung sorgen für Unsicherheit über die Richtung des Metalls. Die diplomatischen Verhandlungen dauern an, wirtschaftliche Anreize gelten als möglicher Weg zur Entschärfung des Konflikts.
Die Goldpreise sanken in dieser Woche, da die Anleger die Erwartungen an die US-Geldpolitik angesichts des anhaltenden Inflationsdrucks neu bewerteten. Das Metall verzeichnete den zweiten wöchentlichen Verlust in Folge und notierte vor der Sitzung der Federal Reserve niedriger. Die Marktteilnehmer bleiben skeptisch hinsichtlich des Inflationsverlaufs und seiner Auswirkungen auf die Zinssätze.
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