
Gewalttaten in Südamerika und Schweden: Schüsse, Einbruch und ein polizeilicher Schusswaffeneinsatz
In mehreren Städten Brasiliens, Argentiniens und Schwedens kam es binnen eines Tages zu Vorfällen mit Schusswaffen, einem Einbruch sowie einem polizeilichen Schusswaffengebrauch; die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an.
In der Nacht zum Donnerstag und am Mittwochabend haben sich in verschiedenen Regionen Südamerikas und Europas mehrere Gewaltvorfälle ereignet. Betroffen waren Wohngebiete in La Plata (Argentinien), Manaus und Colombo (Brasilien) sowie Klockaretorpet in Schweden. Hinzu kommen ein Einbruch in Cambira (Brasilien) und ein Fall von mutmaßlicher Verletzung der Privatsphäre in Santos (Brasilien). Nach Behördenangaben wurden bei den Vorfällen Schusswaffen eingesetzt, eine Person erlitt eine Schussverletzung, eine weitere wurde leicht verletzt.
In La Plata drang eine Gruppe von mindestens vier bewaffneten und maskierten Tätern in ein Haus ein, gab mehrere Schüsse ab und suchte gezielt nach einem Mann namens „Mariano“. Ein 19-jähriger Bewohner wurde durch Mauerwerkssplitter im Gesicht leicht verletzt, benötigte jedoch keine schwere medizinische Behandlung. Die Angreifer entwendeten einen Fernseher und flohen in einem weißen Auto sowie auf zwei Motorrädern. Die Polizei sicherte drei abgefeuerte 9-mm-Hülsen und eine intakte Patrone. In Manaus wurde das Haus von Angehörigen eines Militärpolizisten beschossen. Zeugen berichteten von vier Tätern, zwei auf einem Motorrad, zwei in einem schwarzen Wagen; einer soll ein Gewehr getragen haben. Verletzt wurde niemand. Die Ex-Frau des Polizisten äußerte gegenüber den Ermittlern den Verdacht einer Vergeltungstat. Im schwedischen Klockaretorpet fielen in der Nacht Schüsse auf ein Fenster einer Wohnung. Auch hier gab es keine Verletzten; die Polizei ermittelt wegen versuchten Mordes und schweren Waffendelikts.
In Colombo bei Curitiba geriet eine Frau in einen psychischen Ausnahmezustand und bewarf eintreffende Polizisten mit Steinen. Ein Beamter gab daraufhin Schüsse ab und traf die Frau am Bein. Über ihren Gesundheitszustand machten die Behörden zunächst keine Angaben. In Santos entdeckte eine Frau in einer Toilette eines Geschäftsgebäudes ein unter dem Waschbecken verstecktes Mobiltelefon, dessen Kamera auf die Toilette gerichtet war. Ein 21-jähriger Mann wurde anhand von Überwachungsbildern als Tatverdächtiger identifiziert. Er räumte ein, der Besitzer des Geräts zu sein, machte jedoch unter Verweis auf die Einnahme von Medikamenten mit Gedächtnislücken geltend, sich nicht an die Platzierung erinnern zu können. In Cambira schließlich drang ein Unbekannter durch Aufbrechen der Küchentür in ein Haus ein und entwendete ein Mobiltelefon.
Die Ermittlungen zu allen Vorfällen sind im Gange. In La Plata prüft die Staatsanwaltschaft einen möglichen Zusammenhang mit früheren Konflikten oder einer Abrechnung. In Manaus und Klockaretorpet liegen noch keine Festnahmen vor. Die Auswertung des in Santos sichergestellten Mobiltelefons soll klären, ob Bildaufnahmen gefertigt oder übertragen wurden. Der polizeiliche Schusswaffeneinsatz in Colombo wird von den zuständigen Stellen auf seine Verhältnismäßigkeit hin überprüft.
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