
Mbappés Rekordjagd und Frankreichs Abwehrsorgen vor dem Duell mit dem Irak
Nach dem 3:1-Auftaktsieg gegen Senegal kann Frankreich mit einem Erfolg über den Irak bereits den Einzug in die Runde der letzten 32 perfekt machen.
Der zweite Spieltag der Gruppe I dieser Weltmeisterschaft wird an diesem Montag (22. Juni) um 23:00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit im Lincoln Financial Field in Philadelphia eröffnet. Frankreich, das seine Auftaktpartie gegen Senegal mit 3:1 für sich entschied, trifft auf den Irak, der gegen Norwegen eine 1:4-Niederlage hinnehmen musste. Für beide Mannschaften ist es das erste Aufeinandertreffen bei einer Weltmeisterschaft überhaupt.
Die Equipe Tricolore zeigte gegen Senegal zwei Gesichter. In der ersten Halbzeit blieb das Team von Didier Deschamps blass und gab nur einen Torschuss ab. Erst die Hereinnahme von Bradley Barcola für Désiré Doué und die Versetzung von Michael Olise ins Zentrum brachten die Wende. Olise, so Deschamps, könne auf beiden Flügeln spielen, doch je mehr Ballkontakte er habe, desto gefährlicher werde das französische Spiel. Kylian Mbappé erzielte beide Treffer nach der Pause und überholte mit nun 14 WM-Toren zunächst Just Fontaine als französischen Rekordhalter bei Weltmeisterschaften und zog mit Gerd Müller gleich. Mit 58 Länderspieltoren ist der 27-Jährige zudem alleiniger Rekordtorschütze der französischen Nationalmannschaft. Vor der Partie gegen den Irak steht sein 100. Länderspiel an.
Der Irak, der 1986 in Mexiko seine einzige WM-Teilnahme absolvierte und dort alle drei Spiele verlor, zeigte gegen Norwegen über 70 Minuten eine respektable Leistung, ehe individuelle Fehler und die körperliche Überlegenheit der Skandinavier – sechs Spieler maßen über 1,90 Meter – zu einer deutlichen Niederlage führten. Trainer Graham Arnold, ein Australier, betonte, er gehe in jedes Spiel mit der Absicht zu gewinnen, nicht um eine Niederlage zu vermeiden. Aus Bagdader Perspektive ist ein Punktgewinn gegen den amtierenden Vizeweltmeister essenziell, um die Chance auf ein Weiterkommen über den Umweg als einer der besten Gruppendritten zu wahren.
Während die französische Offensive in 14 aufeinanderfolgenden Partien stets traf und in 13 davon mindestens zwei Tore erzielte, gibt die Defensive Anlass zur Sorge. In sechs Spielen in Serie kassierte das Team Gegentore, eine Schwäche, die der Irak mit seinem schnellen Umschaltspiel über Ali Jasim und Aymen Hussein zu nutzen hofft. Deschamps erwägt, Lucas Digne für Theo Hernández und Manu Koné für Aurélien Tchouaméni in die Startelf zu beordern. Schiedsrichter der Partie ist der Kanadier Drew Fischer.
Mit einem Sieg würde Frankreich sechs Punkte erreichen und wäre unabhängig vom Ausgang des Parallelspiels zwischen Norwegen und Senegal für die Runde der letzten 32 qualifiziert. Der Irak stünde bei einer Niederlage und einem gleichzeitigen Punktgewinn Norwegens vor dem faktischen Ausscheiden. Die abschließenden Gruppenspiele finden am 26. Juni statt: Frankreich gegen Norwegen und der Irak gegen Senegal, beide um 22:00 Uhr MESZ.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Mbappés Frankreich, als haushoher Favorit gefeiert, fertigt einen schwachen Irak ab und sichert das Achtelfinale. Der Superstar jagt Torrekorde, während Deschamps' Elf die Gruppe überlegen dominiert.
Buchmacher räumten dem Irak gegen Frankreich fast keine Chance ein: Sieg Irak Quote 30,00, französischer Sieg nur 1,08. Ein torreiches Spiel mit hoher Wahrscheinlichkeit für drei französische Tore wird erwartet.
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