
Gewitterfront legt Frankreichs WM-Spiel gegen den Irak lahm
Die Partie in Philadelphia wurde beim Stand von 1:0 zur Halbzeit wegen Blitzgefahr unterbrochen – es ist die erste wetterbedingte Spielunterbrechung des Turniers.
Das zweite Gruppenspiel der französischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2026 ist in der Nacht zum Dienstag unmittelbar nach dem Halbzeitpfiff unterbrochen worden. Eine heranziehende Gewitterfront mit heftigen Blitzen im Umkreis des Lincoln Financial Field in Philadelphia erzwang die sofortige Räumung der offenen Tribünen. Zu diesem Zeitpunkt führte der amtierende Vizeweltmeister durch einen Treffer von Kylian Mbappé in der 14. Minute mit 1:0. Der Stürmer von Real Madrid hatte eine flache Hereingabe von Michael Olise aus gut zwanzig Metern mit links unhaltbar in den rechten Winkel geschossen – sein 15. Tor bei einer Weltmeisterschaft, womit er in der ewigen Bestenliste mit dem Brasilianer Ronaldo gleichzog.
Bereits in der Schlussphase der ersten Hälfte hatte einsetzender Starkregen die Bedingungen auf dem Rasen zusehends erschwert. Nachdem die Unparteiischen um den kanadischen Schiedsrichter Drew Fischer die Teams in die Kabinen geschickt hatten, verdichteten sich die Wetterdaten: Innerhalb eines Radius von rund 13 Kilometern um das Stadion wurden Blitze registriert. Damit griff das in den Vereinigten Staaten gesetzlich verankerte Sicherheitsprotokoll, das eine sofortige Spielunterbrechung und eine Mindestwartezeit von 30 Minuten nach dem letzten registrierten Blitz vorschreibt. Jeder weitere Blitz setzt diese Frist zurück. Die Zuschauer wurden über die Stadionanzeigen aufgefordert, die offenen Sitzbereiche zu verlassen und in den überdachten Wandelgängen Schutz zu suchen.
Für den Turnierverlauf ist es der erste wetterbedingte Abbruch einer Partie. Die strengen US-amerikanischen Vorschriften hatten bereits im Vorjahr beim FIFA-Klub-Weltmeisterschaftsturnier für teils mehrstündige Unterbrechungen gesorgt, etwa bei der Partie zwischen dem FC Chelsea und Benfica Lissabon, die sich über viereinhalb Stunden hinzog. Auch im Vorfeld des Frankreich-Spiels war der Einlass ins Stadion wegen einer Unwetterwarnung um rund 40 Minuten verzögert worden. Aus Sicht der FIFA steht die Sicherheit aller Beteiligten im Vordergrund; der Weltverband kann die lokalen Blitzschutzregeln weder außer Kraft setzen noch ignorieren.
Mit der Führung im Rücken hätte Frankreich bei einem Sieg den vorzeitigen Einzug in die Runde der letzten 32 perfekt machen können. Der Irak, der sein Auftaktspiel gegen Norwegen mit 1:4 verloren hatte, steht dagegen unter Zugzwang. Wann und ob die Begegnung in der Nacht noch fortgesetzt werden kann, blieb zunächst offen. Die Turnierleitung kündigte an, die Wetterlage kontinuierlich zu beobachten und frühestens nach Ablauf der Sicherheitsfrist über eine Wiederaufnahme zu entscheiden. Sollte eine Fortsetzung nicht mehr möglich sein, müsste die restliche Spielzeit an einem anderen Tag ausgetragen werden – ein Szenario, das den engen Zeitplan der Gruppenphase empfindlich stören würde.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Mbappés Frankreich, als haushoher Favorit gefeiert, fertigt einen schwachen Irak ab und sichert das Achtelfinale. Der Superstar jagt Torrekorde, während Deschamps' Elf die Gruppe überlegen dominiert.
Buchmacher räumten dem Irak gegen Frankreich fast keine Chance ein: Sieg Irak Quote 30,00, französischer Sieg nur 1,08. Ein torreiches Spiel mit hoher Wahrscheinlichkeit für drei französische Tore wird erwartet.
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