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Wirtschaft & MärkteMontag, 22. Juni 2026

Fortschritte in US-Iran-Verhandlungen lösen Kursrally an Schwellenländerbörsen aus

Sinkende Rohölpreise und die Aussicht auf ein Abkommen binnen 60 Tagen trieben die Aktienmärkte in Nairobi, Lagos und Mumbai an; in São Paulo sorgte zusätzlich eine Intervention des Tesouro Nacional für Entspannung am Anleihemarkt.

Die Vermittler Pakistan und Katar gaben am Montag bekannt, dass die USA und der Iran einen Fahrplan für ein endgültiges Abkommen innerhalb von 60 Tagen vereinbart haben. Daraufhin fiel der Preis für Brent-Rohöl um 1,66 Prozent auf 79,23 Dollar je Barrel, nachdem er im Mai noch bei über 126 Dollar gelegen hatte. Die Entspannungssignale lösten an mehreren Schwellenländerbörsen kräftige Kursgewinne aus. An der Nairobi Securities Exchange stieg die Marktkapitalisierung um 4,8 Prozent auf ein Rekordhoch von 3,63 Billionen Kenia-Schilling. In Lagos legte der All-Share Index um 0,97 Prozent zu, der Vermögenszuwachs belief sich auf 1,52 Billionen Naira. Der indische Sensex gewann 291 Punkte.

In Nairobi und Lagos kehrten ausländische Investoren zurück, die zuvor wegen Inflationssorgen in Dollar-Anlagen geflohen waren. Die Wiedereröffnung der Straße von Hormus – wenn auch nur vorübergehend – dämpfte die Furcht vor steigenden Energiekosten. In Kenia profitierten vor allem Safaricom und Bankaktien; Analysten aus Nairobi verwiesen zudem auf Unternehmenstransaktionen wie die geplante Aufstockung der Absa-Beteiligung durch die südafrikanische Muttergesellschaft. In Nigeria führten Käufe bei Tier-1-Banken wie GTCO und Zenith Bank die Erholung an. Händler in Lagos sprachen von Schnäppchenjägern, die die zuvor gesunkenen Bewertungen nutzten.

In Brasilien wirkte der Ölpreisrückgang ebenfalls stützend, doch die eigentliche Entlastung kam vom heimischen Rentenmarkt. Das Tesouro Nacional sagte die für Dienstag geplante Auktion inflationsindexierter NTN-B-Anleihen ab. Marktteilnehmer in São Paulo werteten dies als Signal, dass die Schuldenagentur auf die jüngste Stressphase reagiert – ausgelöst durch eine als uneindeutig empfundene Zinssenkung des Copom und den folgenden Ausverkauf bei Realzinsen. Die Renditen der DI-Kontrakte fielen daraufhin um bis zu 20 Basispunkte, der Ibovespa stieg um 1,21 Prozent. Besonders Bankaktien wie BTG Pactual zogen an.

Die Kursbewegungen bleiben fragil. Teheran erklärte am Samstag, die Straße von Hormus erneut geschlossen zu haben, und warf Washington und Jerusalem Vertragsbruch vor. Dennoch rechnen Analysten in Nairobi damit, dass die Gewinne durch die angekündigten Unternehmenstransaktionen gestützt werden. Die nächsten Orientierungspunkte sind die Veröffentlichung des Copom-Sitzungsprotokolls am Dienstag sowie der Fortgang der technischen Gespräche zwischen den USA und dem Iran in dieser Woche.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 1 Sprachen

47%
TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Subsaharisch-afrikanische PresseLateinamerikanische Presse
Subsaharisch-afrikanische Presse/ Anglophon
TriumphPragmatismus

Die Börsen in Nairobi und Lagos erreichten Rekordhöhen, da Fortschritte bei den US-Iran-Gesprächen die Rohölpreise dämpften und ausländische Anleger zurückkehrten. Nairobi legte in einer Woche über 160 Milliarden Shilling zu, während nigerianische Aktien in einer einzigen Sitzung 1,52 Billionen Naira gewannen, angetrieben von Bank- und Telekomwerten. Die Wiedereröffnung der Straße von Hormus beseitigte ein zentrales Inflationsrisiko und stellte das Vertrauen in den subsaharischen Märkten wieder her.

Lateinamerikanische Presse/ Markt
SkepsisPragmatismus

Die brasilianischen Märkte atmeten auf, da fallende Ölpreise und die Absage einer Auktion inflationsindexierter Anleihen durch das Finanzministerium die Zinsfutures beruhigten. Der Ibovespa stieg um über 1%, angeführt von Banken, während Petrobras-Aktien unter dem billigeren Rohöl litten. Der Schritt erfolgte, nachdem eine verwirrende Zentralbankentscheidung die Anleger verunsichert hatte, und das Eingreifen des Finanzministeriums signalisierte die Bereitschaft, den Markt für Staatsanleihen zu stabilisieren.

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Montag, 22. Juni 2026

Fortschritte in US-Iran-Verhandlungen lösen Kursrally an Schwellenländerbörsen aus

Sinkende Rohölpreise und die Aussicht auf ein Abkommen binnen 60 Tagen trieben die Aktienmärkte in Nairobi, Lagos und Mumbai an; in São Paulo sorgte zusätzlich eine Intervention des Tesouro Nacional für Entspannung am Anleihemarkt.

Die Vermittler Pakistan und Katar gaben am Montag bekannt, dass die USA und der Iran einen Fahrplan für ein endgültiges Abkommen innerhalb von 60 Tagen vereinbart haben. Daraufhin fiel der Preis für Brent-Rohöl um 1,66 Prozent auf 79,23 Dollar je Barrel, nachdem er im Mai noch bei über 126 Dollar gelegen hatte. Die Entspannungssignale lösten an mehreren Schwellenländerbörsen kräftige Kursgewinne aus. An der Nairobi Securities Exchange stieg die Marktkapitalisierung um 4,8 Prozent auf ein Rekordhoch von 3,63 Billionen Kenia-Schilling. In Lagos legte der All-Share Index um 0,97 Prozent zu, der Vermögenszuwachs belief sich auf 1,52 Billionen Naira. Der indische Sensex gewann 291 Punkte.

In Nairobi und Lagos kehrten ausländische Investoren zurück, die zuvor wegen Inflationssorgen in Dollar-Anlagen geflohen waren. Die Wiedereröffnung der Straße von Hormus – wenn auch nur vorübergehend – dämpfte die Furcht vor steigenden Energiekosten. In Kenia profitierten vor allem Safaricom und Bankaktien; Analysten aus Nairobi verwiesen zudem auf Unternehmenstransaktionen wie die geplante Aufstockung der Absa-Beteiligung durch die südafrikanische Muttergesellschaft. In Nigeria führten Käufe bei Tier-1-Banken wie GTCO und Zenith Bank die Erholung an. Händler in Lagos sprachen von Schnäppchenjägern, die die zuvor gesunkenen Bewertungen nutzten.

In Brasilien wirkte der Ölpreisrückgang ebenfalls stützend, doch die eigentliche Entlastung kam vom heimischen Rentenmarkt. Das Tesouro Nacional sagte die für Dienstag geplante Auktion inflationsindexierter NTN-B-Anleihen ab. Marktteilnehmer in São Paulo werteten dies als Signal, dass die Schuldenagentur auf die jüngste Stressphase reagiert – ausgelöst durch eine als uneindeutig empfundene Zinssenkung des Copom und den folgenden Ausverkauf bei Realzinsen. Die Renditen der DI-Kontrakte fielen daraufhin um bis zu 20 Basispunkte, der Ibovespa stieg um 1,21 Prozent. Besonders Bankaktien wie BTG Pactual zogen an.

Die Kursbewegungen bleiben fragil. Teheran erklärte am Samstag, die Straße von Hormus erneut geschlossen zu haben, und warf Washington und Jerusalem Vertragsbruch vor. Dennoch rechnen Analysten in Nairobi damit, dass die Gewinne durch die angekündigten Unternehmenstransaktionen gestützt werden. Die nächsten Orientierungspunkte sind die Veröffentlichung des Copom-Sitzungsprotokolls am Dienstag sowie der Fortgang der technischen Gespräche zwischen den USA und dem Iran in dieser Woche.

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Subsaharisch-afrikanische PresseLateinamerikanische Presse
Subsaharisch-afrikanische Presse/ Anglophon
TriumphPragmatismus

Die Börsen in Nairobi und Lagos erreichten Rekordhöhen, da Fortschritte bei den US-Iran-Gesprächen die Rohölpreise dämpften und ausländische Anleger zurückkehrten. Nairobi legte in einer Woche über 160 Milliarden Shilling zu, während nigerianische Aktien in einer einzigen Sitzung 1,52 Billionen Naira gewannen, angetrieben von Bank- und Telekomwerten. Die Wiedereröffnung der Straße von Hormus beseitigte ein zentrales Inflationsrisiko und stellte das Vertrauen in den subsaharischen Märkten wieder her.

Lateinamerikanische Presse/ Markt
SkepsisPragmatismus

Die brasilianischen Märkte atmeten auf, da fallende Ölpreise und die Absage einer Auktion inflationsindexierter Anleihen durch das Finanzministerium die Zinsfutures beruhigten. Der Ibovespa stieg um über 1%, angeführt von Banken, während Petrobras-Aktien unter dem billigeren Rohöl litten. Der Schritt erfolgte, nachdem eine verwirrende Zentralbankentscheidung die Anleger verunsichert hatte, und das Eingreifen des Finanzministeriums signalisierte die Bereitschaft, den Markt für Staatsanleihen zu stabilisieren.

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