
Eskalation am Golf: US-Benzinpreis klettert erneut über 4 Dollar
Die Wiederaufnahme der Kampfhandlungen zwischen den USA und Iran unterbricht den Öltransit durch die Straße von Hormus und lässt die Kraftstoffkosten steigen – mit politischen Folgen für die Republikaner vor den Zwischenwahlen.
Am Montag überschritt der landesweite Durchschnittspreis für Benzin in den Vereinigten Staaten nach AAA-Angaben mit 4,003 Dollar je Gallone erstmals seit über einem Monat wieder die symbolträchtige Vier-Dollar-Marke. Gegenüber der Vorwoche bedeutet dies einen Anstieg um 13 Cent. Auslöser ist die erneute Eskalation der Kampfhandlungen zwischen den USA und Iran, die den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus weitgehend zum Erliegen gebracht und die globalen Rohölpreise in die Höhe getrieben hat.
Die Rohölsorte Brent Crude stieg am Montag um 3,2 Prozent auf 90,95 Dollar je Barrel, das US-Referenzöl WTI legte um 2,8 Prozent auf 84,04 Dollar zu. Auch Diesel verteuerte sich spürbar auf 5,11 Dollar je Gallone. Die Preisrally folgt auf eine Phase der Entspannung, in der ein zwischenzeitliches Waffenstillstandsabkommen die Notierungen im Juni unter die Vier-Dollar-Schwelle gedrückt hatte. Nun wirken sich die Angriffe auf Schiffe in der Meerenge sowie die von Washington verhängte Seeblockade gegen iranische Häfen unmittelbar auf die physische Ölversorgung aus. Alex Hodes, Energiemarktstratege bei StoneX, verweist auf eine ohnehin extrem angespannte Versorgungslage bei raffinierten Kraftstoffen, da globale Raffineriekapazitäten – insbesondere in Asien und im Nahen Osten – verloren gegangen sind. Zusätzlich belasten ukrainische Angriffe auf russische Energieinfrastruktur die Kapazitäten, und die US-Kraftstoffvorräte liegen mit 210,5 Millionen Barrel rund 1,5 Millionen Barrel unter dem Fünfjahresdurchschnitt.
In Washington wächst der politische Druck. Die Republikaner sehen in den steigenden Spritpreisen eine Gefahr für ihre Aussichten bei den Kongresswahlen im November. Präsident Trump hatte bereits im Juni gefordert, die Zapfsäulenpreise müssten auf 2,50 Dollar sinken, und mit der Einrichtung eines subventionierten „Freedom Fuel“-Netzwerks in Pennsylvania und New Jersey reagiert. Aus Teheraner Sicht signalisierte derweil Außenamtssprecher Esmaeil Baqaei Gesprächsbereitschaft; verschiedene Vermittler hätten Vorschläge zur Deeskalation unterbreitet. Diese Signale ließen den Brent-Preis im Tagesverlauf wieder auf 88,10 Dollar zurückgehen.
Die Auswirkungen reichen über die USA hinaus. Weltweit steigen die Treibstoffkosten, was über höhere Transportkosten auch die Preise für Lebensmittel und andere Güter antreiben kann. In Kalifornien zahlen Autofahrer bereits über 5,50 Dollar je Gallone, während südliche Bundesstaaten mit etwa 3,60 Dollar deutlich niedrigere Preise verzeichnen. Die weitere Entwicklung hängt nun maßgeblich davon ab, ob es gelingt, die Schifffahrt durch die Straße von Hormus wieder zu stabilisieren und eine diplomatische Lösung zu finden. Die US-Zwischenwahlen am 3. November rücken näher, und die Kraftstoffkosten bleiben ein zentrales Wahlkampfthema.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.40 | critical |
|---|---|---|
| Iranische & verwandte Presse | −0.60 | critical |
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.50 | critical |
Republicans fear that the surge in gas prices, caused by the war with Iran, could cost them the midterm elections.
It emphasizes the immediate impact on voters' wallets, turning a geopolitical event into a domestic voting issue.
It omits Iranian reasons for the conflict and the human impact in Iran.
The American and Israeli aggression against Iran has triggered an energy crisis that now hits US consumers.
It reverses causality: the war is the cause of the price increase, not a response to Iranian provocations.
It omits Iran's role in closing the Strait of Hormuz and previous sanctions.
The war launched by the United States and Israel against Iran has disrupted oil flows through the Strait of Hormuz, pushing up US gas prices.
It highlights the joint US-Israel aggression, presenting Iran as a victim.
It omits Iranian provocations and the context of previous tensions.
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