
Englands erster Härtetest: DR Kongo will im Sechzehntelfinale überraschen
Im Sechzehntelfinale der WM 2026 trifft der als Gruppensieger durchwachsen auftretende Favorit England auf die erstmals in der K.-o.-Runde stehende DR Kongo, die mit Premier-League-Profis für eine Überraschung sorgen will.
Im Mercedes-Benz Stadium von Atlanta eröffnen England und die Demokratische Republik Kongo an diesem Mittwoch das vierte Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft 2026. Für die Engländer, die als Gruppenerster des Pools L in die K.-o.-Phase einzogen, ist es die erste Bewährungsprobe gegen einen Gegner, der bereits jetzt Geschichte geschrieben hat: Die Leoparden stehen erstmals in ihrer Historie in einer WM-Ausscheidungsrunde – 52 Jahre nach der einzigen vorherigen Teilnahme, damals noch als Zaire.
Der englische Weg durch die Vorrunde verlief ohne Glanz. Einem 4:2-Auftaktsieg gegen Kroatien folgten ein torloses Remis gegen Ghana und ein 2:0 gegen Panama, das die Mannschaft von Thomas Tuchel zwar die Gruppe gewinnen ließ, aber in der heimischen Presse Zweifel an der Titelreife nährte. Harry Kane, der mit drei Treffern in der Gruppenphase zum alleinigen englischen WM-Rekordtorschützen (11 Tore) aufstieg, verkörpert die offensive Durchschlagskraft, doch das Spiel gegen tief stehende Gegner blieb mühsam. Aus Londoner Sicht muss sich das Team nun steigern, will es dem Anspruch eines Titelkandidaten gerecht werden.
Die DR Kongo hingegen hat alle Erwartungen übertroffen. Im anspruchsvollen Gruppe K trotzte sie Portugal ein 1:1 ab, unterlag Kolumbien nur knapp mit 0:1 und sicherte sich mit einem 3:1 gegen Usbekistan als einer der besten Gruppendritten das historische Weiterkommen. Sébastien Desabres Mannschaft tritt ohne Druck an und setzt auf eine kompakte Defensive sowie schnelle Umschaltmomente über Yoane Wissa, der drei der vier kongolesischen Turniertore erzielte. Dass gleich sechs Spieler des Kaders in der Premier League oder der Championship aktiv sind – darunter Aaron Wan-Bissaka (West Ham) und Axel Tuanzebe (Burnley) –, verleiht dem Duell eine besondere Note: Die englische Scouting-Abteilung kennt die Schlüsselspieler aus dem Liga-Alltag, doch dieses Wissen könnte sich auch als Vorteil für den Außenseiter erweisen, der die Spielweise des Favoriten bestens studiert hat.
Der Sieger dieser Partie trifft im Achtelfinale auf Mexiko, das sich am Vortag mit einem 2:0 gegen Ecuador durchsetzte. Für England wäre es die erwartete Fortsetzung des Weges, für die DR Kongo die Chance, als fünfte afrikanische Nation in ein WM-Achtelfinale einzuziehen. Die taktische Ausrichtung dürfte klar sein: Tuchel wird auf Ballbesitz und geduldiges Herausspielen von Chancen setzen, während Desabre auf Konter und die physische Präsenz seiner Defensive vertraut. Die Begegnung in Atlanta wird damit zum Prüfstein für die englische Reife – und zur Bühne für einen kongolesischen Coup.
| Lateinamerikanische Presse | +0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.10 | neutral |
England muss beweisen, dass es seinen Ambitionen gerecht wird, aber der Kongo sollte nicht unterschätzt werden: Der südamerikanische Fußball lehrt, dass Überraschungen immer möglich sind.
Spannung wird erzeugt, indem die Möglichkeit eines Comebacks betont wird, unter Verwendung des Vokabulars von 'locura' und 'Elfmeter am Ende', um zu suggerieren, dass das Ergebnis bis zur letzten Minute ungewiss ist.
Die historische Schwäche des Kongo oder die Statistiken, die klar für England sprechen, werden nicht erwähnt, um die narrative Spannung aufrechtzuerhalten.
England hat die Pflicht zu gewinnen, aber taktische Unbekannte und psychologischer Druck könnten einen Streich spielen.
Ein gemäßigter Ton wird angenommen, der objektive Faktoren wie Rangliste und aktuelle Leistungen auflistet, um den Eindruck von Objektivität zu erwecken.
Die englische Begeisterung oder heroische Erzählung wird nicht hervorgehoben, um einen kritischen Ansatz beizubehalten.
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