
Brand in Kinderheim bei Algier: Elf Tote, 19 Verletzte
In einer Einrichtung für elternlose Kinder in Mohammadia brach in der Nacht zum Donnerstag ein Feuer aus; die Identität der Opfer ist noch nicht offiziell bestätigt.
In der Nacht zum Donnerstag ist in einem Heim für elternlose Kinder im Vorort Mohammadia der algerischen Hauptstadt Algier ein Brand ausgebrochen. Nach Angaben der algerischen Zivilschutzbehörde kamen dabei mindestens elf Menschen ums Leben, neunzehn weitere wurden verletzt. Die Rettungskräfte waren gegen 03:30 Uhr Ortszeit alarmiert worden; die Löscharbeiten dauerten am Morgen noch an.
Über das Alter der Toten machte die Behörde in ihrer ersten Mitteilung keine Angaben. Mehrere algerische Medien berichteten unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen, bei den Opfern handele es sich um Kinder. Offizielle Stellen bestätigten dies zunächst nicht. Unter den Verletzten erlitten zehn Personen Brandverletzungen unterschiedlichen Schweregrades, zwei weitere eine akute Rauchgasvergiftung; sieben Menschen wurden mit Schocksymptomen behandelt. Fünf Bewohner mit Behinderungen konnten den Angaben zufolge unverletzt aus dem Gebäude gebracht und an einen sicheren Ort evakuiert werden.
Der algerische Ministerpräsident Sifi Ghrieb suchte noch in der Nacht zwei Krankenhäuser auf, in die Schwerverletzte eingeliefert worden waren, darunter die Spezialklinik für Brandverletzte in Zéralda. Staatliche Medien verbreiteten Bilder des Regierungschefs am Bett eines Kindes. Ein algerisches Nachrichtenportal vermerkte, zum Zeitpunkt der Rettungsarbeiten seien keine kommunalen Vertreter vor Ort gewesen; eine offizielle Bestätigung dafür liegt nicht vor.
Algerien wird seit Tagen von einer schweren Hitzewelle erfasst. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur APS registrierte die Generaldirektion für Zivilschutz seit dem 8. Juli landesweit annähernd 1000 Brände. Ob ein Zusammenhang mit dem Brand in der Betreuungseinrichtung besteht, ist unklar. Die Ursache des Feuers wird derzeit untersucht; die Behörden haben ein vorläufiges Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der endgültige Opferbilanz steht noch aus.
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.20 | neutral |
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| Subsaharisch-afrikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
Algerien trauert um seine Kinder, die Nation schart sich um die Opfer.
Verwendung emotionaler Sprache und Fokussierung auf Kinder, um Empathie und nationale Einheit zu wecken.
Die Rettung von fünf Menschen mit besonderen Bedürfnissen, die im BBC-Bericht erwähnt wird, wird nicht genannt.
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