
Ein später Treffer und ein Tanz: Irans bitteres WM-Aus in Amerika
Österreichs Last-Minute-Tor gegen Algerien verdrängte das Team Melli aus den Achtelfinalrängen, während der US-Heimatschutzminister seine Genugtuung offen zelebrierte.
Das entscheidende Tor fiel in der Nachspielzeit des letzten Gruppenspiels. Österreich glich gegen Algerien in der 94. Minute zum 3:3 aus und schob sich damit in der Wertung der besten Gruppendritten an Iran vorbei. Das Team von Amir Ghalenoei hatte zuvor in der Gruppe G dreimal unentschieden gespielt – 0:0 gegen Belgien, 1:1 gegen Ägypten und ein weiteres Remis gegen Neuseeland – und lag bis zu jenem späten Treffer auf einem der acht Achtelfinalplätze. Drei Punkte, kein Sieg, aber auch keine Niederlage: Iran schied als neuntbester Dritter aus, nur ein Tor in einem Parallelspiel entfernt von der Runde der letzten 32.
Die sportliche Dramatik wurde von politischen Spannungen überlagert, die den gesamten Turnierverlauf prägten. Seit Februar befinden sich die USA und Iran in einem militärischen Konflikt; die iranische Mannschaft musste ihr geplantes Quartier in Tucson, Arizona, aufgeben und nach Tijuana in Mexiko ausweichen. Die US-Behörden gestatteten die Einreise nur 24 Stunden vor den Spielen und verlangten die sofortige Ausreise nach dem Abpfiff. Visa für Betreuer und Verbandsvertreter wurden verweigert. Heimatschutzminister Markwayne Mullin erklärte nach dem Ausscheiden, er habe vor Freude „vielleicht sogar einen Tanz“ aufgeführt, und begründete die Restriktionen mit angeblichen Verbindungen fast der Hälfte der iranischen Delegation zu den Revolutionsgarden. Die iranische Föderation wies dies als „völlig haltlos“ zurück.
Aus Teheraner Sicht war die Behandlung „sehr unfair“, wie Trainer Ghalenoei betonte. Er forderte die FIFA auf, solches Verhalten künftig zu unterbinden. Die Spieler hinterließen nach den Partien in Los Angeles und Seattle handgeschriebene Notizen in den Kabinen, in denen sie sich für die Gastfreundschaft bedankten und Fairplay als „Seele des Spiels“ würdigten. Während des Turniers trugen sie Symbole mit der Zahl 168 – eine stille Erinnerung an die Opfer eines Luftangriffs auf eine Schule in Minab, für den nach Recherchen der New York Times US-Militärkreise die Verantwortung übernahmen. Die FIFA schwieg zu Mullins Äußerungen; Präsident Gianni Infantino, der Donald Trump im Dezember einen Friedenspreis verliehen hatte, äußerte sich nicht.
Nach dem Ausscheiden trat die Mannschaft die Heimreise an: von Tijuana über Antalya nach Teheran. In ihrem letzten Kabinenbrief aus Seattle hieß es: „Vielleicht kann man Punkte auf viele Arten gewinnen, vielleicht kann eine Mannschaft die Gruppe überstehen, aber nur mit Anstand und Ehre kann man vor der Geschichte aufrecht stehen.“ Für Iran endet das Turnier ohne Niederlage, doch ohne die nächste Runde. Die Weltmeisterschaft setzt ihre K.-o.-Phase fort – ohne das Team, das mehr als jedes andere mit den Schatten jenseits des Rasens zu kämpfen hatte.
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L'Iran subisce l'ennesima umiliazione da parte degli Stati Uniti, che celebrano la sconfitta sportiva come una vittoria politica.
Il racconto trasforma un gesto personale in un atto di stato, personalizzando l'ostilità americana nella figura del segretario e generalizzandola a tutto il paese.
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Un funzionario americano balla per la sconfitta dell'Iran ai Mondiali: una scena curiosa che mescola sport e politica in modo leggero.
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