
Im Schlafanzug an Bord der Air Force Two: Die Vances bekommen Zuwachs
US-Vizepräsident JD Vance und seine Frau Usha haben ihr viertes Kind bekommen – das erste Baby eines amtierenden Vizepräsidenten seit über 150 Jahren.
Wenn die Familie des amerikanischen Vizepräsidenten zu nächtlichen Auslandsreisen aufbricht, bieten die Kinder oft einen ungewohnt privaten Anblick: Ewan, Vivek und Mirabel steigen im Schlafanzug die Gangway der Air Force Two hinauf, noch halb im Traum, während ihre Mutter Usha sie behutsam in die Kabine lotst. In der Nacht zum Montag gesellte sich zu diesem Bild ein neues Gesicht – oder vielmehr ein neues Bündel, das künftig mit an Bord sein wird. JD Vance und seine Frau gaben am Sonntag die Geburt ihres vierten Kindes bekannt, eines Jungen namens Alec Neel Vance, der im Walter Reed National Military Medical Center in Maryland zur Welt kam.
Die Geburt ist ein historisch seltenes Ereignis. Zum ersten Mal seit mehr als anderthalb Jahrhunderten wurde ein amtierender Vizepräsident der Vereinigten Staaten Vater. Das letzte Mal, dass eine „Second Lady“ während der Amtszeit ihres Mannes ein Kind bekam, liegt im Jahr 1870, als Ellen Maria Colfax, die Frau von Vizepräsident Schuyler Colfax, einen Sohn zur Welt brachte. Dass nun ausgerechnet in der ohnehin von pronatalistischer Rhetorik geprägten Trump-Administration ein solcher familiärer Zuwachs Schlagzeilen macht, verleiht dem privaten Glück eine politische Resonanz, die weit über die Kinderzimmer des Naval Observatory hinausreicht.
JD Vance, 41, hat sich seit seinem Eintritt in die Politik als vehementer Fürsprecher höherer Geburtenraten positioniert. „Ich will mehr Babys in den Vereinigten Staaten von Amerika“, rief er 2025 bei der Anti-Abtreibungs-Kundgebung „March for Life“. Dass er seine eigene Forderung nun mit einem vierten Kind unterstreicht, ist auch das Ergebnis einer beharrlichen Überzeugungsarbeit. Noch im März scherzte er bei einem Auftritt in Michigan, seine Frau habe ihm vor der Vizepräsidentschaftskandidatur gesagt: „Du kannst entweder Vizepräsident werden oder ein viertes Baby bekommen.“ Er habe beides bekommen, weil er überzeugend sei. In seinem kürzlich erschienenen Buch schildert Vance zudem, wie der gewaltsame Tod des konservativen Aktivisten Charlie Kirk im vergangenen Jahr die Entscheidung für ein weiteres Kind beeinflusst habe. Kirks Witwe hatte bedauert, nicht mehr Kinder mit ihrem Mann bekommen zu haben – ein Satz, der bei Usha Vance etwas veränderte.
Usha Vance, Tochter indischer Einwanderer und Absolventin der Yale Law School, steht als Second Lady ohnehin im Fokus einer Öffentlichkeit, die jede ihrer Entscheidungen unter die Lupe nimmt. Als sie ihre Schwangerschaft im Januar bekannt gab, verstärkte sich das Interesse noch. Ein korallenfarbenes Umstandsmodell der Marke Old Navy, das sie für eine Folge ihres Video-Podcasts „Storytime with the Second Lady“ trug, wurde von der Modekritikerin der New York Times als Ausdruck einer pronatalistischen Ideologie gedeutet. Usha Vance konterte trocken, indem sie den Kassenzettel über 8,75 Dollar veröffentlichte und sich über die politische Bedeutung ihrer elastischen Hosen und Kompressionsstrümpfe amüsierte. Ihr Mann sekundierte: „Sie hat ein 50-Dollar-Kleid für 8,75 Dollar gekauft. Amerika, hier ist eure nächste Direktorin des Bundeshaushalts!“
Die Familie sucht nun nach mehr Normalität abseits des Washingtoner Scheinwerferlichts. Berichten zufolge mietet das Paar einen Teil eines weitläufigen Anwesens im ländlichen Middleburg, Virginia, um Usha und den Kindern ein Leben zu ermöglichen, in dem nicht jeder Fehltritt der Kleinen sofort öffentlich wird. Während der Vizepräsident seine Agenda anpasst, um mehr Zeit zu Hause zu verbringen, bleibt das Bild der drei älteren Geschwister, die überglücklich ihren kleinen Bruder kennenlernen – und vielleicht schon bald im Schlafanzug neben ihm in der Regierungsmaschine sitzen werden.
| Russische & GUS-Presse | −0.60 | critical |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | +0.80 | aligned |
| Kontinentaleuropäische Presse | +0.20 | neutral |
Russia highlights Vance's personal controversies, downplaying the happy event by recalling a scandal.
The mechanism juxtaposes the birth news with a previous scandal, creating a contrast that questions Vance's sincerity or morality.
The historical context of the birth (first VP child in 150 years) and the family's positive reactions are omitted.
The Atlantic celebrates the birth as a historic event, emphasizing the milestone and family joy, with a tone of national pride.
The mechanism frames the birth as an unprecedented event in modern history, emphasizing rarity and positivity, and thanking military medical institutions.
Vance's past controversies, such as the scandal over his comments about converting his wife, are omitted.
Das kontinentale Europa stellt die Geburt als privates Ereignis mit öffentlichen Implikationen dar und verknüpft es mit Vances Bevölkerungspolitik.
Der Mechanismus abstrahiert das persönliche Ereignis in einen breiteren politischen Diskurs über Geburten und Fruchtbarkeit, wobei Vance als Beispiel dient.
Vances persönliche Kontroversen und jegliche Kritik werden ausgelassen.
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