
Deschamps’ Abschied von Les Bleus endet mit einem 4:6 gegen England
Im Spiel um Platz drei der WM 2026 unterliegt Frankreich den Three Lions in einem torreichen Duell, das die 14-jährige Amtszeit des Erfolgstrainers beendet – Didier Deschamps übernimmt die Verantwortung.
In einem an Toren nicht armen Duell im Hard Rock Stadium von Miami verabschiedete sich Didier Deschamps nach 14 Jahren als Nationaltrainer Frankreichs mit einer 4:6-Niederlage gegen England. Zur Halbzeit lag Les Bleus mit 0:4 zurück – Declan Rice, Ezri Konsa und Bukayo Saka (mit zwei Treffern) hatten die Engländer scheinbar uneinholbar in Führung gebracht. Deschamps reagierte mit einem Vierfachwechsel, und die Partie kippte: Kylian Mbappé (48./66.) und Bradley Barcola (54.) verkürzten auf 3:4. Doch Sakas verwandelter Foulelfmeter (87.) und Jude Bellinghams Treffer in der Nachspielzeit (90.+8) machten die französische Hoffnung zunichte – selbst Ousmane Dembélés Anschluss zum 4:5 (90.+6) verpuffte so. England gewann Bronze, Frankreich blieb ohne Medaille.
„Es war mein Fehler, ich habe nicht dafür gesorgt, dass die Mannschaft in der ersten Hälfte das Nötige tut“, bekannte Deschamps nach dem Abpfiff. Der 57-Jährige, der die Équipe Tricolore seit 2012 geführt hatte, übernahm die volle Verantwortung für die desolate Anfangsphase. Zugleich zog er eine positive Bilanz seiner Amtszeit: „Wir sind mit großem Ehrgeiz hierhergekommen. Wir haben es gegen Spanien verpasst, aber diese Mannschaft hat Qualität.“ Den dritten WM-Platz zu verpassen, sei „bitter“, doch die Reise sei „menschlich wunderschön“ gewesen. Auch sein Kapitän Kylian Mbappé trauerte der vergebenen Chance nach: „Wir wollten dem Trainer etwas schenken. Die erste Halbzeit war beschämend und hat dem Trikot nicht entsprochen.“
Die Fédération Française de Football (FFF) würdigte Deschamps’ Vermächtnis in einer Stellungnahme als „außergewöhnlich“. Unter seiner Regie habe Frankreich „Glaubwürdigkeit, Respekt und Zuneigung zurückgewonnen“ und sich dauerhaft an der Weltspitze etabliert. Mit 120 Siegen aus 185 Länderspielen ist er der erfolgreichste Trainer der Verbandsgeschichte, der das Team zum WM-Titel 2018, zur Nations-League-Krone 2021 und in zwei weitere Endspiele führte. Als einer von nur drei Fußballpersönlichkeiten, die sowohl als Spieler (1998) als auch als Coach (2018) Weltmeister wurden, steht er in einer Reihe mit Mário Zagallo und Franz Beckenbauer. Mbappé wiederum krönte sich mit seinen zehn Toren in diesem Turnier zum alleinigen Rekordtorschützen der WM-Geschichte (insgesamt 22 Treffer), stellte das individuelle Können jedoch hintan: „Rekorde sind nicht alles. Wir haben den Trainer im Stich gelassen.“
Mit dem Abpfiff endet eine prägende Ära. Aus französischer Sicht wird die Nachfolge mit Spannung erwartet: Zinédine Zidane, selbst Weltmeister von 1998 unter Deschamps als Spielführer, gilt als Favorit für den Posten, äußerte sich bislang jedoch nicht. Für Deschamps selbst schließt sich ein Vierteljahrhundert im Dienst der Bleus – als Spieler, Kapitän und Trainer. „Ich wusste, es ist mein letztes Spiel. Ich wollte keine Tränen sehen, das Leben geht weiter“, sagte er. Der französische Fußball steht nun vor einem Umbruch, die Mission für den nächsten Anlauf beginnt ohne den Mann, der ihn wie kein zweiter geprägt hat.
| Südostasiatische Presse | −0.40 | critical |
|---|---|---|
| Subsaharisch-afrikanische Presse | +0.80 | aligned |
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
| Lateinamerikanische Presse | +0.70 | aligned |
Southeast Asian coverage emphasizes the bitterness of Deschamps' defeat, highlighting tactical mistakes and player disappointment. Focus is on emotional reactions, with Mbappe expressing sadness for not giving Deschamps a winning farewell. Personal regret is voiced more than career balance.
The French Football Federation celebrates Didier Deschamps as a legend, acknowledging his extraordinary contribution and thanking him for 14 years of success.
It emphasizes his role in returning France to the top, using official and solemn language to create an aura of greatness.
Omits criticism of the match and player reactions, presenting only a celebratory view.
Deschamps' career is reviewed with objective tones, balancing the negative result with the milestones achieved.
It balances the negative result with Deschamps' career milestones, offering a historical perspective that mitigates the impact of the defeat.
The French Football Federation and Latin American media express infinite gratitude for Deschamps, extolling his legacy and downplaying the defeat.
It uses emotional and grateful language to turn the defeat into an opportunity to celebrate his career, creating a one-sided positive narrative.
Omits tactical errors and player disappointment, focusing only on thanks and positive legacy.
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