
Cyclospora-Ausbruch in den USA: Neun Bundesstaaten betroffen, Salatbranche unter Druck
Über 11.000 Verdachtsfälle und widersprüchliche Testergebnisse erschüttern das Verbrauchervertrauen und lassen die Umsätze in Restaurants und im Lebensmittelhandel einbrechen.
Der Ausbruch der Cyclosporiasis in den Vereinigten Staaten hat sich auf neun Bundesstaaten ausgeweitet. Nachdem zunächst fünf Staaten im Mittleren Westen betroffen waren, meldeten die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) am 24. Juli auch Fälle in Illinois, Kansas, Oklahoma und Pennsylvania. Insgesamt sind in diesem Jahr bereits mehr als 11.000 Verdachtsfälle registriert worden, von denen über 4.000 laborbestätigt sind. Die meisten Erkrankungen wurden in Michigan und Ohio verzeichnet. Ursache der schweren, wässrigen Durchfälle ist der Parasit Cyclospora cayetanensis, der durch kontaminierte Lebensmittel – insbesondere Blattgemüse – oder Wasser übertragen wird.
Die US-Gesundheitsbehörden bringen den Ausbruch mit Eisbergsalat aus Zentralmexiko in Verbindung, der über den Großhändler Taylor Farms vertrieben wurde. Taylor Farms beliefert zahlreiche Restaurantketten und Supermärkte, darunter Taco Bell und Walmart. Das Unternehmen rief den Salat am 17. Juli vorsorglich zurück, nachdem Taco Bell bereits zuvor betroffene Partien aus seinen Filialen entfernt hatte. Für Unsicherheit sorgte ein zwischenzeitlich von der Food and Drug Administration (FDA) gemeldetes positives Testergebnis, das später als falsch-positiv zurückgenommen wurde. Die Behörde betonte jedoch, dass die epidemiologischen Daten weiterhin auf Taylor-Farms-Salat als wahrscheinliche Quelle hindeuten. Die mexikanische Regierung hat unterdessen eine eigene epidemiologische Untersuchung eingeleitet und bestreitet bislang einen Ursprung im eigenen Land.
Die Verunsicherung der Verbraucher hat spürbare wirtschaftliche Folgen. Messungen der Kundenfrequenz ergaben, dass die Besuche bei Fast-Casual-Ketten wie Taco Bell, Chipotle und Sweetgreen am 18. Juli um bis zu 30 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr zurückgingen. In Lebensmittelläden sank der Absatz von Kopfsalat um rund elf Prozent. Viele Restaurants versuchen, sich durch öffentliche Statements oder spezielle „blattfreie“ Menüs von dem Ausbruch zu distanzieren. In Argentinien warnte das Gesundheitsministerium zudem Reisende, die von der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA zurückkehren, vor möglichen Infektionen.
Die Ermittlungen zur genauen Eintragsquelle dauern an. Taylor Farms hat angekündigt, in dieser Saison keinen Eisbergsalat mehr aus zentralmexikanischen Anbaugebieten zu beziehen. Die FDA verfolgt zudem einen zweiten, noch nicht näher identifizierten Ausbruch. Fachleute verweisen auf die methodischen Schwierigkeiten beim Nachweis des Parasiten in Lebensmitteln und auf die mögliche Rolle von verunreinigtem Bewässerungswasser. Die mexikanischen Behörden wollen in Kürze über die Ergebnisse ihrer Untersuchung berichten.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.30 | critical |
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| Lateinamerikanische Presse | −0.10 | neutral |
| Arabische Golfpresse | 0.00 | neutral |
Das CDC und die US-Gesundheitsbehörden schlagen Alarm wegen eines beispiellosen Ausbruchs und fordern die Verbraucher zur Vorsicht auf.
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Die mexikanischen Behörden weisen die Vorwürfe zurück und erinnern daran, dass der Parasit bekannt ist, keine Neuheit.
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Er enthält keine Details zum Ausbruch oder Fallzahlen.
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