
Nico Paz bleibt in Como: Real Madrid kassiert 60 Millionen und sichert sich Rückkaufrecht
Der argentinische Spielmacher setzt seinen Willen durch und geht mit dem lombardischen Klub in die Champions League – die Königlichen behalten die Kontrolle über eine der wertvollsten Aktien des europäischen Marktes.
Nico Paz wird auch in der kommenden Saison das Trikot von Como 1907 tragen. Nach einem komplexen Verhandlungspoker einigten sich der italienische Klub und Real Madrid auf ein Konstrukt, das den 21-Jährigen vorerst am Comer See hält. Die Madrilenen, die im Sommer 2024 die Hälfte der Rechte für sechs Millionen Euro an den Aufsteiger abgegeben hatten, machten von einer Rückkaufoption Gebrauch – doch nur, um sie unmittelbar in ein neues Geschäft zu überführen. Como zahlt nun 60 Millionen Euro für die verbliebenen 50 Prozent, während sich Real Madrid eine weitere Rückkaufklausel in Höhe von 80 Millionen Euro festschreiben lässt, die frühestens im Sommer 2027 greift.
Der entscheidende Impuls für diese Lösung kam vom Spieler selbst. Nach einer herausragenden Saison mit 13 Toren und acht Vorlagen in 40 Pflichtspielen, die Como sensationell in die Champions League führte, hatte Paz gegenüber der Vereinsführung unmissverständlich erklärt, unter Cesc Fàbregas bleiben zu wollen. Aus Madrider Sicht respektierte man diesen Wunsch, zumal die Konkurrenz im eigenen Mittelfeld als zu groß für einen sofortigen Einsatz erachtet wurde. Italienische Quellen betonen, dass der argentinische Nationalspieler – er debütierte während der laufenden Weltmeisterschaft gegen Algerien – nie ernsthaft mit einem Wechsel liebäugelte, obwohl Inter Mailand intensive Bemühungen unternahm und über den früheren Teamkollegen seines Vaters, Javier Zanetti, Kontakt hielt.
Die Zahlen unterstreichen die sportliche Entwicklung. In 75 offiziellen Partien für Como gelangen Paz 19 Tore und 17 Assists; sein Marktwert schnellte auf 120 Millionen Euro. Die indonesische Eigentümerfamilie Hartono, die den Klub mit erheblichen Mitteln ausstattet, war bereit, die geforderte Summe zu stemmen – es ist der teuerste Transfer der Vereinsgeschichte. Spanische Medien wie „El Mundo“ und „As“ werten das Geschäft als Beleg für die Strategie des Rekordmeisters, junge Talente in wettbewerbsfähigen Ligen reifen zu lassen, ohne die Kontrolle preiszugeben. In Italien hingegen wird der Verbleib als Triumph für den Provinzklub gefeiert, der damit sein Projekt für die Königsklasse absichert.
Für den deutschsprachigen Raum hat der Deal zunächst keine unmittelbaren Auswirkungen, doch er illustriert einen Trend, der auch Bundesliga-Vereine betrifft: Großklubs nutzen gestaffelte Rückkaufoptionen, um Entwicklungsrisiken auszulagern und gleichzeitig von Wertsteigerungen zu profitieren. Como und Paz richten den Blick nun auf die Champions-League-Gruppenphase, in der der Argentinier erstmals auf der größten europäischen Bühne auflaufen wird. Real Madrid wiederum hält sich mit der neuen Klausel alle Türen offen – und hat eine beträchtliche Summe eingenommen, ohne den Spieler endgültig ziehen zu lassen.
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Como 1907 hat Berichten zufolge die Kaufoption für Nico Paz von Real Madrid für 60 Millionen Euro gezogen, mit einer neuen Rückkaufklausel über 80 Millionen. Der Stürmer, ein Produkt der Madrider Akademie, war 2024 für 6 Millionen an Como verkauft worden, mit früheren Rückkaufoptionen von 9 Millionen im Jahr 2026 und 11 Millionen im Jahr 2027. Der Deal unterstreicht das finanzielle Taktieren zwischen den beiden Vereinen.
Como hat sich entschieden, Nico Paz zu behalten, Inter ausgestochen und den Markt überrascht. Der lombardische Klub, unterstützt von wohlhabenden indonesischen Eigentümern, zahlt 60 Millionen Euro an Real Madrid, das sich eine Rückkaufoption über 80 Millionen sichert. Der Deal wird als Triumph für das Team von Cesc Fàbregas und als Rückschlag für Inters Ambitionen dargestellt, während Real Madrid dem Wunsch des Spielers nachgibt.
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