
Behörden in mehreren Ländern warnen vor Betrugswelle mit falschen Amtsträgern
Kriminelle geben sich als Polizisten oder Regierungsbeamte aus, um vor allem ältere Menschen um ihr Erspartes zu bringen – Fälle aus Italien, Argentinien, Mexiko und Brasilien.
In Italien verlor eine 79-jährige Rentnerin aus Sassocorvaro 10.000 Euro, nachdem sie einem angeblichen Carabiniere am Telefon vertraut hatte; in La Plata, Argentinien, wurde einer 70-Jährigen das Mobiltelefon geraubt und kurz darauf eine Überweisung von 70.000 Pesos von ihrem Konto getätigt. Zeitgleich warnten Behörden in Mexiko-Stadt und São Paulo vor einer Welle von Betrugsversuchen, bei denen sich die Täter als Mitarbeiter von Sicherheitsbehörden oder staatlichen Stellen ausgeben.
Die Methoden ähneln sich über die Kontinente hinweg. In Mexiko kontaktieren die Betrüger nach Angaben des Antikorruptionssekretariats vorwiegend ältere Menschen per Telefon, WhatsApp oder E-Mail und fordern unter Verweis auf angebliche Amtshandlungen Zahlungen. Dabei nutzen sie gefälschte Dokumente mit offiziellen Logos und falsche Profile in sozialen Netzwerken. In Brasilien versenden Kriminelle laut der Sicherheitssekretariats von São Paulo fingierte Vorladungen, um persönliche Daten abzugreifen und damit Konten zu eröffnen oder Kredite zu beantragen. Die italienischen Carabinieri berichten, dass die Täter ihre Opfer mit gefälschten SMS über angebliche verdächtige Kontobewegungen in Panik versetzen und zu Echtzeitüberweisungen auf vermeintlich sichere Konten drängen.
Allen Fällen gemeinsam ist die gezielte Ansprache älterer Menschen und die Vortäuschung staatlicher Autorität. Die mexikanische Regierung stellte klar, dass sämtliche Dienstleistungen der betroffenen Behörden kostenlos seien und niemals telefonisch Zahlungen verlangt würden. In São Paulo betonte die Sicherheitsverwaltung, sie nehme keine derartigen Kontakte zu Bürgern auf. Die Behörden riefen dazu auf, keine persönlichen Daten preiszugeben, keine Überweisungen zu tätigen und verdächtige Nachrichten zu ignorieren. Für Geschädigte wurden in Mexiko Hotlines eingerichtet, in Brasilien wird die Erstattung einer Strafanzeige empfohlen.
Die Ermittlungen in den einzelnen Ländern dauern an. In Italien versuchen die Carabinieri, den Weg des Geldes nachzuverfolgen; in Argentinien prüft die Polizei, ob der Täter Sicherheitsvorkehrungen des Telefons überwinden konnte. Festnahmen im Zusammenhang mit den beschriebenen Betrugsmaschen wurden bislang nicht bekannt. Die Behörden gehen von einer hohen Dunkelziffer aus, da sich viele Opfer aus Scham nicht melden.
| Indische & südasiatische Presse | −0.30 | critical |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.40 | critical |
Indien fordert Wachsamkeit und Maßnahmen gegen globale Betrüger und betont die Rolle der Behörden und das Bewusstsein der Bürger.
Indem die Bedrohung als globales Problem dargestellt wird, das eine lokale Reaktion erfordert, mobilisiert die Erzählung institutionelle Verantwortung ohne spezifische Beweise.
Lateinamerika erkennt das Problem an, stellt es aber in den Hintergrund und konzentriert sich auf Unterhaltung und Sport.
Indem die Aufmerksamkeit auf leichtere Themen gelenkt wird, minimiert die Erzählung die Dringlichkeit der Bedrohung und vermeidet konkrete lokale Beispiele.
Erwähnt nicht den spezifischen Betrugsfall in Europa, der die Bedrohung zeigt.
Italien entlarvt eine Bande falscher Marschälle und demonstriert die Wirksamkeit der Strafverfolgung.
Durch das Erzählen einer konkreten Erfolgsgeschichte versichert die Erzählung der Öffentlichkeit, dass die Bedrohung kontrollierbar und lokalisiert ist.
Erwähnt weder das globale Ausmaß des Phänomens noch andere Arten von Identitätsdiebstahl wie den von Bankern.
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