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Wirtschaft & MärkteSamstag, 25. Juli 2026

Banken in Indien und am Golf mit Gewinnsprüngen – Tourismus im Aufwind

Zum Halbjahr 2026 melden Banken in mehreren Regionen deutliche Profitsteigerungen, während Abu Dhabi und Marokko ihre ehrgeizigen Tourismuspläne vorantreiben.

Indische Banken haben im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 überraschend hohe Gewinne eingefahren. Die IDFC First Bank steigerte ihren Nettoprofit um 132 Prozent auf 1.075 Milliarden Rupien (rund 130 Millionen Dollar), die AU Small Finance Bank legte um 37 Prozent auf 796 Millionen Rupien zu. Beide Institute profitierten von einem Kreditwachstum von mehr als 20 Prozent und einer Nettozinsmarge von fast 6 Prozent, während die Quoten fauler Kredite auf 1,5 beziehungsweise 2,1 Prozent sanken.

In der Golfregion wies die Abu Dhabi Commercial Bank (ADCB) für das erste Halbjahr einen Gewinn von 1,82 Milliarden Dollar aus – ein Plus von 34 Prozent. Die zinsunabhängigen Erträge kletterten um 22 Prozent, und die Kostenrisikokennzahl fiel auf 38 Basispunkte. Die Ausfallquote erreichte mit 1,71 Prozent einen Tiefststand. Die Ras Al Khaimah Bank (RAK Bank) vermeldete für denselben Zeitraum einen Profit von 463 Millionen Dollar, befeuert durch einen Anstieg der provisions- und handelsbasierten Einnahmen um 60 Prozent auf 354 Millionen Dollar. In Südostasien steigerte die indonesische Digitalbank Bank Jago ihren Halbjahresgewinn um 49 Prozent auf 189 Milliarden Rupiah; die Nutzerbasis wuchs auf 20,1 Millionen, wobei das Institut stark in die Investment-Plattformen Bibit und Stockbit eingebunden ist.

Parallel setzen Abu Dhabi und Marokko auf den Tourismus als strategischen Wachstumspfeiler. Die emiratische Hauptstadt verfolgt ihre „Tourism Strategy 2030“ weiter, die bis zum Ende des Jahrzehnts 39,3 Millionen Besucher und einen jährlichen Beitrag von 90 Milliarden Dirham (24,5 Milliarden Dollar) zur Wirtschaftsleistung vorsieht. Hotelauslastungen von 64 Prozent im Mai 2026 und ein Anstieg indischer Gäste um 22 Prozent zeigen erste Erfolge. Marokko meldete für das erste Halbjahr 2026 einen Anstieg der Einreisen um 6 Prozent auf 9,4 Millionen; die Einnahmen aus dem Ausländertourismus kletterten bis Mai um 14,6 Prozent auf 53,8 Milliarden Dirham. Besonders stark legten Ankünfte aus Polen (plus 32 Prozent) und Deutschland (plus 14 Prozent) zu – ein Signal auch für die Reisebranche in Europa.

Die zeitgleich gemeldeten robusten Bankergebnisse und das steigende Touristenaufkommen belegen eine breit gefächerte wirtschaftliche Dynamik in mehreren Regionen des globalen Südens. Während die Geldhäuser von geringeren Risikovorsorgen und steigenden Margen profitieren, treiben die Staaten Infrastrukturprojekte voran. Nächster Prüfstein für die Emirate wird die Fortschreibung der Besucherzahlen im dritten Quartal sein, wenn die heiße Jahreszeit üblicherweise die Nachfrage dämpft.

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Banken in Indien und am Golf mit Gewinnsprüngen – Tourismus im Aufwind

Zum Halbjahr 2026 melden Banken in mehreren Regionen deutliche Profitsteigerungen, während Abu Dhabi und Marokko ihre ehrgeizigen Tourismuspläne vorantreiben.

Indische Banken haben im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 überraschend hohe Gewinne eingefahren. Die IDFC First Bank steigerte ihren Nettoprofit um 132 Prozent auf 1.075 Milliarden Rupien (rund 130 Millionen Dollar), die AU Small Finance Bank legte um 37 Prozent auf 796 Millionen Rupien zu. Beide Institute profitierten von einem Kreditwachstum von mehr als 20 Prozent und einer Nettozinsmarge von fast 6 Prozent, während die Quoten fauler Kredite auf 1,5 beziehungsweise 2,1 Prozent sanken.

In der Golfregion wies die Abu Dhabi Commercial Bank (ADCB) für das erste Halbjahr einen Gewinn von 1,82 Milliarden Dollar aus – ein Plus von 34 Prozent. Die zinsunabhängigen Erträge kletterten um 22 Prozent, und die Kostenrisikokennzahl fiel auf 38 Basispunkte. Die Ausfallquote erreichte mit 1,71 Prozent einen Tiefststand. Die Ras Al Khaimah Bank (RAK Bank) vermeldete für denselben Zeitraum einen Profit von 463 Millionen Dollar, befeuert durch einen Anstieg der provisions- und handelsbasierten Einnahmen um 60 Prozent auf 354 Millionen Dollar. In Südostasien steigerte die indonesische Digitalbank Bank Jago ihren Halbjahresgewinn um 49 Prozent auf 189 Milliarden Rupiah; die Nutzerbasis wuchs auf 20,1 Millionen, wobei das Institut stark in die Investment-Plattformen Bibit und Stockbit eingebunden ist.

Parallel setzen Abu Dhabi und Marokko auf den Tourismus als strategischen Wachstumspfeiler. Die emiratische Hauptstadt verfolgt ihre „Tourism Strategy 2030“ weiter, die bis zum Ende des Jahrzehnts 39,3 Millionen Besucher und einen jährlichen Beitrag von 90 Milliarden Dirham (24,5 Milliarden Dollar) zur Wirtschaftsleistung vorsieht. Hotelauslastungen von 64 Prozent im Mai 2026 und ein Anstieg indischer Gäste um 22 Prozent zeigen erste Erfolge. Marokko meldete für das erste Halbjahr 2026 einen Anstieg der Einreisen um 6 Prozent auf 9,4 Millionen; die Einnahmen aus dem Ausländertourismus kletterten bis Mai um 14,6 Prozent auf 53,8 Milliarden Dirham. Besonders stark legten Ankünfte aus Polen (plus 32 Prozent) und Deutschland (plus 14 Prozent) zu – ein Signal auch für die Reisebranche in Europa.

Die zeitgleich gemeldeten robusten Bankergebnisse und das steigende Touristenaufkommen belegen eine breit gefächerte wirtschaftliche Dynamik in mehreren Regionen des globalen Südens. Während die Geldhäuser von geringeren Risikovorsorgen und steigenden Margen profitieren, treiben die Staaten Infrastrukturprojekte voran. Nächster Prüfstein für die Emirate wird die Fortschreibung der Besucherzahlen im dritten Quartal sein, wenn die heiße Jahreszeit üblicherweise die Nachfrage dämpft.

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