
Argentinien schont gegen Jordanien die Kräfte – Messi beginnt auf der Bank
Der bereits für das Achtelfinale qualifizierte Weltmeister setzt im letzten Gruppenspiel auf Rotation, während der debütierende Außenseiter auf einen achtbaren Abschied hofft.
Die argentinische Nationalmannschaft beschließt die Gruppenphase der Weltmeisterschaft 2026 an diesem Samstag (23 Uhr Ortszeit) im AT&T Stadium von Arlington mit einem Duell gegen Jordanien, das sportlich nur noch statistischen Wert besitzt. Nach den ungefährdeten Siegen gegen Algerien (3:0) und Österreich (2:0) steht der Titelverteidiger bereits als Gruppenerster des Pools J fest. Lionel Messi, der mit seinen fünf Turniertreffern zum alleinigen Rekordtorschützen der WM-Geschichte aufstieg, wird von Trainer Lionel Scaloni geschont und nimmt zunächst auf der Bank Platz.
Scaloni kündigte auf der Pressekonferenz eine umfassende Rotation an, um Stammkräfte für das Achtelfinale zu schonen. So dürften Gerónimo Rulli im Tor, Marcos Senesi in der Innenverteidigung sowie Giuliano Simeone und Nico Paz in der Offensive zu ihrem ersten WM-Einsatz kommen. Auch Leandro Paredes und Exequiel Palacios rücken in die Startelf. Einzig Nicolás Otamendi soll in der Defensive Stabilität verleihen, da Cristian Romero nach einem Schlag auf das Knie geschont wird. Aus argentinischer Sicht geht es darum, die weiße Weste zu wahren und mit neun Punkten die beste Gruppenphase seit 1998 zu egalisieren.
Für Jordanien, das erstmals an einer Weltmeisterschaft teilnimmt, ist die Partie der letzte Akt eines historischen, aber lehrreichen Turniers. Die Mannschaft von Jamal Sellami verlor gegen Österreich (1:3) und Algerien (1:2) und ist ohne Punktgewinn bereits ausgeschieden. Die Treffer von Ali Olwan und Nizar Al-Rashdan bleiben die einzigen Erfolgserlebnisse. In asiatischen Medien wird die Hoffnung formuliert, gegen den großen Favoriten zumindest den ersten WM-Punkt der Verbandsgeschichte zu ergattern und sich erhobenen Hauptes zu verabschieden.
Die Begegnung ist das erste Aufeinandertreffen beider Nationen. Während Argentinien als Nummer eins der FIFA-Weltrangliste anreist, belegt Jordanien Platz 72. In südamerikanischen Analysen wird die Partie als willkommene Gelegenheit gesehen, Automatismen der zweiten Reihe zu testen, ohne den Druck eines Ergebnisses. Europäische Beobachter verweisen auf die ungleiche Verteilung der Kräfte: Jordanien stellt eine kompakte Defensive, die gegen Österreich und Algerien jedoch anfällig für späte Gegentore war.
Unabhängig vom Ausgang steht Argentiniens Achtelfinalgegner bereits fest: Am 3. Juli trifft der Weltmeister in Miami auf Kap Verde, den Zweiten der Gruppe H. Für Jordanien endet das Abenteuer, das in der asiatischen Qualifikation mit dem zweiten Platz hinter Südkorea begann, nach der Vorrunde – mit der Gewissheit, auf der größten Bühne des Fußballs Erfahrungen gesammelt zu haben, die für künftige Turniere prägend sein könnten.
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