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TechnologieSamstag, 27. Juni 2026

Apple erhöht Preise und sucht Zugang zu chinesischen Speicherchips trotz US-Sanktionen

Wegen explodierender Speicherchipkosten verteuert Apple viele Geräte um rund 20 Prozent und lobbyiert gleichzeitig für die Nutzung eines vom Pentagon gesperrten chinesischen Herstellers.

Apple hat in dieser Woche die Preise für iPads, MacBooks, HomePod-Lautsprecher, Apple-TV-Geräte und die Vision Pro teils deutlich angehoben. Die Aufschläge von rund 20 Prozent sind eine direkte Folge der rasant gestiegenen Kosten für Speicher- und Speicherchips, die das Unternehmen nach eigenen Angaben nicht länger vollständig auffangen kann. Die Reaktion der Börse fiel unmittelbar aus: Die Aktie verlor im Tagesverlauf 6,2 Prozent, was einem Marktwertverlust von 263 Milliarden Dollar entsprach – der stärkste Einbruch seit April des Vorjahres.

Auslöser der Preisspirale ist die enorme Nachfrage nach DRAM- und High-Bandwidth-Memory-Chips aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz. Rechenzentren für KI-Anwendungen beanspruchen grosse Mengen jener Speichertypen, die auch in Smartphones, Laptops und Tablets verbaut werden. Apple bezieht seine Chips bislang von Micron (USA) sowie Samsung und SK Hynix (Südkorea), doch alle drei Hersteller bedienen zugleich den lukrativen KI-Markt. Das verknappt das Angebot für Konsumgüter und treibt die Preise in die Höhe.

Vor diesem Hintergrund versucht Apple nun, seine Lieferkette zu diversifizieren. Wie die Financial Times unter Berufung auf sechs informierte Personen berichtet, lobbyiert der Konzern bei der Regierung Trump für eine Genehmigung, Speicherchips von ChangXin Memory Technologies (CXMT) zu beziehen. Das chinesische Unternehmen steht auf der sogenannten 1260H-Liste des Pentagons, die Firmen mit mutmasslichen Verbindungen zur Volksbefreiungsarmee führt. Ein rechtliches Verbot für Geschäfte mit CXMT besteht nicht, doch die Listung schafft erhebliche Reputationsrisiken. Apple hat sich demnach bereits vor über einem Monat an das Handelsministerium gewandt und Kontakte zu weiteren Regierungsvertretern sowie Verbündeten in Washington geknüpft. Der Widerstand im Kongress ist jedoch deutlich: Der republikanische Vorsitzende des China-Ausschusses im Repräsentantenhaus, John Moolenaar, nannte eine Partnerschaft mit einem „chinesischen Militärunternehmen“ einen schweren Fehler. Bereits 2022 war Apple mit dem Vorhaben, Chips vom ebenfalls gelisteten Hersteller YMTC zu beziehen, auf scharfe Kritik gestossen – damals warnte der heutige Aussenminister Marco Rubio, Apple spiele „mit dem Feuer“.

Die Entscheidung der Regierung steht noch aus. Aus Washingtoner Sicht kollidieren wirtschaftliche Zwänge mit sicherheitspolitischen Bedenken. Für Verbraucher in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die Preiserhöhungen bei Apple-Produkten bereits spürbar; Analysten halten weitere Aufschläge, auch für das iPhone, für wahrscheinlich. Der nächste greifbare Meilenstein ist eine Stellungnahme des Handelsministeriums oder des Weissen Hauses zu Apples Antrag.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Atlantische / angloamerikanische PresseRussische & GUS-Presse
Atlantische / angloamerikanische Presse/ Wirtschaftlich
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Apple has raised prices on MacBooks and iPads due to soaring memory chip costs, driven by AI data center demand. The company is seeking US approval to buy cheaper chips from Chinese blacklisted firm CXMT to mitigate cost pressure, a move that could ease consumer price increases.

Russische & GUS-Presse/ Wirtschaft
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According to the Financial Times, Apple is lobbying the Trump administration for permission to purchase memory chips from Chinese company CXMT, which is blacklisted by the Pentagon. Russian press reports the story neutrally, highlighting the geopolitical and business implications.

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Samstag, 27. Juni 2026

Apple erhöht Preise und sucht Zugang zu chinesischen Speicherchips trotz US-Sanktionen

Wegen explodierender Speicherchipkosten verteuert Apple viele Geräte um rund 20 Prozent und lobbyiert gleichzeitig für die Nutzung eines vom Pentagon gesperrten chinesischen Herstellers.

Apple hat in dieser Woche die Preise für iPads, MacBooks, HomePod-Lautsprecher, Apple-TV-Geräte und die Vision Pro teils deutlich angehoben. Die Aufschläge von rund 20 Prozent sind eine direkte Folge der rasant gestiegenen Kosten für Speicher- und Speicherchips, die das Unternehmen nach eigenen Angaben nicht länger vollständig auffangen kann. Die Reaktion der Börse fiel unmittelbar aus: Die Aktie verlor im Tagesverlauf 6,2 Prozent, was einem Marktwertverlust von 263 Milliarden Dollar entsprach – der stärkste Einbruch seit April des Vorjahres.

Auslöser der Preisspirale ist die enorme Nachfrage nach DRAM- und High-Bandwidth-Memory-Chips aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz. Rechenzentren für KI-Anwendungen beanspruchen grosse Mengen jener Speichertypen, die auch in Smartphones, Laptops und Tablets verbaut werden. Apple bezieht seine Chips bislang von Micron (USA) sowie Samsung und SK Hynix (Südkorea), doch alle drei Hersteller bedienen zugleich den lukrativen KI-Markt. Das verknappt das Angebot für Konsumgüter und treibt die Preise in die Höhe.

Vor diesem Hintergrund versucht Apple nun, seine Lieferkette zu diversifizieren. Wie die Financial Times unter Berufung auf sechs informierte Personen berichtet, lobbyiert der Konzern bei der Regierung Trump für eine Genehmigung, Speicherchips von ChangXin Memory Technologies (CXMT) zu beziehen. Das chinesische Unternehmen steht auf der sogenannten 1260H-Liste des Pentagons, die Firmen mit mutmasslichen Verbindungen zur Volksbefreiungsarmee führt. Ein rechtliches Verbot für Geschäfte mit CXMT besteht nicht, doch die Listung schafft erhebliche Reputationsrisiken. Apple hat sich demnach bereits vor über einem Monat an das Handelsministerium gewandt und Kontakte zu weiteren Regierungsvertretern sowie Verbündeten in Washington geknüpft. Der Widerstand im Kongress ist jedoch deutlich: Der republikanische Vorsitzende des China-Ausschusses im Repräsentantenhaus, John Moolenaar, nannte eine Partnerschaft mit einem „chinesischen Militärunternehmen“ einen schweren Fehler. Bereits 2022 war Apple mit dem Vorhaben, Chips vom ebenfalls gelisteten Hersteller YMTC zu beziehen, auf scharfe Kritik gestossen – damals warnte der heutige Aussenminister Marco Rubio, Apple spiele „mit dem Feuer“.

Die Entscheidung der Regierung steht noch aus. Aus Washingtoner Sicht kollidieren wirtschaftliche Zwänge mit sicherheitspolitischen Bedenken. Für Verbraucher in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die Preiserhöhungen bei Apple-Produkten bereits spürbar; Analysten halten weitere Aufschläge, auch für das iPhone, für wahrscheinlich. Der nächste greifbare Meilenstein ist eine Stellungnahme des Handelsministeriums oder des Weissen Hauses zu Apples Antrag.

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