
Die „Alf“-Mutter Anne Schedeen im Alter von 77 Jahren gestorben
Die als Kate Tanner weltberühmt gewordene Schauspielerin hinterlässt ein Erbe voller Kreativität und Humor – ihre Familie veröffentlichte einen ungewöhnlich politischen Nachruf.
Die amerikanische Schauspielerin Anne Schedeen, die als Kate Tanner in der Sitcom „Alf“ ein Millionenpublikum begeisterte, ist am 14. Juni im Alter von 77 Jahren friedlich verstorben. Ihre Familie gab den Tod auf der offiziellen Facebook-Seite bekannt, ohne eine Todesursache zu nennen. Die Nachricht verbreitete sich rasch über soziale Netzwerke und wurde von Medien in Lateinamerika, Europa und Asien aufgegriffen – ein Beleg für die anhaltende globale Strahlkraft der Serie, die zwischen 1986 und 1990 auf NBC lief und in unzähligen Ländern Kultstatus erlangte.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz gehört „Alf“ zu den prägenden Fernseherinnerungen der späten achtziger Jahre. Der zottelige Außerirdische vom Planeten Melmac, der bei der Durchschnittsfamilie Tanner einzieht, wurde hierzulande zum quotenstarken Dauerbrenner. Schedeen verkörperte die pragmatische Mutter Kate, die den chaotischen Gast widerwillig aufnimmt und ihm doch mütterliche Wärme entgegenbringt. Ihre Darstellung verlieh der grotesken Prämisse eine glaubwürdige emotionale Erdung und trug wesentlich zum Erfolg der Serie bei.
Der von der Familie veröffentlichte Nachruf zeichnet das Bild einer facettenreichen Persönlichkeit. „Sie hinterlässt ein außergewöhnliches Erbe an kreativer Energie, messerscharfem Humor, Hingabe an ihre Familie, Verehrung für kleine Hunde, glühendem Hass auf Trump, Leidenschaft für Secondhand-Läden und Liebe zu guten Geschichten“, heißt es in dem Statement. Die explizite politische Spitze gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump ist ungewöhnlich für einen solchen Anlass und sorgte in amerikanischen wie internationalen Kommentarspalten für Aufmerksamkeit. Aus Washingtoner Sicht unterstreicht sie, wie tief die politischen Gräben selbst im Privaten verlaufen. In lateinamerikanischen und europäischen Berichten wurde dagegen vor allem die nostalgische Zuneigung zur Serie betont.
Schedeen, 1949 in Portland, Oregon, geboren, begann ihre Karriere am Portland Civic Theatre und spielte später in zahlreichen Fernsehserien wie „Cheers“, „Magnum P.I.“ und „Die Sechs-Millionen-Dollar-Frau“. Der Durchbruch gelang ihr mit „Alf“, doch nach dem Ende der Serie zog sie sich weitgehend aus dem Rampenlicht zurück und widmete sich der Rettung von Hunden. Ihr Agent Tom Markley würdigte sie als „einzigartige Künstlerin und Freundin“. Die Anteilnahme aus aller Welt zeigt, dass die Figur der Kate Tanner über Generationen hinweg im kollektiven Gedächtnis verankert ist.
Mit dem Tod von Anne Schedeen verliert die Fernsehwelt eine Darstellerin, die in einer Ära des familienfreundlichen Sitcom-Humors Maßstäbe setzte. Während die Serie selbst längst abgeschlossen ist, lebt der Außerirdische Alf in Wiederholungen und Streaming-Diensten fort – und mit ihm die Erinnerung an eine Schauspielerin, die mit leisem Understatement eine ganze Familie zusammenhielt. Ihr Vermächtnis, so die Familie, werde in den Geschichten und Kunstwerken weiterleben, die sie hinterlassen hat.
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Anne Schedeen, geliebte TV-Mutter aus ALF, ist friedlich verstorben. Die Familie würdigte ihren kreativen Witz und fügte persönliche Details wie einen brennenden Hass auf Trump hinzu, was der nostalgischen Würdigung einen deutlich progressiven Anstrich verleiht.
Anne Schedeen, Darstellerin der Kate Tanner in der 80er-Jahre-Sitcom ALF, starb mit 77 Jahren. Die Familie erinnerte an ihre kreative Energie und Liebe zu kleinen Hunden, vereinzelt wurde auch der glühende Hass auf Trump erwähnt. Die Berichterstattung rückt den Verlust einer liebgewonnenen Serien-Mutterfigur in den Mittelpunkt.
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