
Andy Burnham vor sicherer Wahl zum Labour-Chef und britischen Premierminister
Mit 349 Nominierungen ist der frühere Bürgermeister von Manchester ohne Gegenkandidaten; die Amtsübernahme wird für den 20. Juli erwartet.
Der frühere Bürgermeister von Greater Manchester, Andy Burnham, hat am Montag die Unterstützung von 349 der 403 Labour-Abgeordneten im britischen Unterhaus erhalten. Wie die Partei mitteilte, ist damit rechnerisch ausgeschlossen, dass ein anderer Kandidat die erforderlichen 81 Nominierungen für eine Kampfkandidatur erreicht. Die Frist für die Einreichung von Kandidaturen endet am Donnerstag; ohne Gegenkandidaten wird Burnham am Freitag auf einem Sonderparteitag zum Labour-Vorsitzenden gekrönt und soll am darauffolgenden Montag, dem 20. Juli, von König Charles III. zum Premierminister ernannt werden. Er tritt die Nachfolge von Keir Starmer an, der im Juni nach monatelangem innerparteilichen Druck wegen einer Reihe von Skandalen und politischen Kehrtwenden seinen Rücktritt erklärt hatte.
Aus der Labour-Partei wird Burnhams Aufstieg als Krönung beschrieben. Der 56-Jährige selbst erklärte, die Unterstützung komme aus allen Flügeln der Partei und zeige, dass Großbritannien einen neuen politischen Ansatz brauche. Er versprach, die Macht von Westminster in die Regionen zu verlagern und die Wirtschaft zugunsten der einfachen Bevölkerung umzubauen. Der Vorsitzende der Liberaldemokraten, Sir Ed Davey, forderte Burnham unterdessen auf, noch vor der nächsten Parlamentswahl eine Wahlrechtsreform hin zu einem Verhältniswahlrecht durchzusetzen. In einer für Dienstag angekündigten Rede will Davey warnen, Labour könne nach der Wahl „machtlos“ sein, das Wahlsystem zu ändern. Der ehemalige Premierminister Tony Blair gab Burnham bei einer Veranstaltung in London den Rat, trotz seiner Popularität nicht mit anhaltender Zuneigung zu rechnen, und betonte die Notwendigkeit enger Beziehungen zu den Vereinigten Staaten unabhängig vom jeweiligen Präsidenten.
Burnhams Rückkehr an die Spitze der britischen Politik erfolgt nur drei Wochen nach seinem Wiedereinzug ins Parlament durch eine Nachwahl im Wahlkreis Makerfield. Zuvor hatte er fast ein Jahrzehnt als Bürgermeister von Manchester gewirkt und war 2010 und 2015 mit dem Versuch gescheitert, Labour-Vorsitzender zu werden. Britische Medien verweisen darauf, dass Burnham aufgrund seiner langen Abwesenheit aus Westminster nur begrenzte Beziehungen zu den nach 2017 gewählten Abgeordneten unterhält und für seine Zurückhaltung gegenüber der Presse kritisiert wird. Formell benötigt er noch die Unterstützung von mindestens drei der Partei angeschlossenen Organisationen, darunter zwei Gewerkschaften; dies gilt laut Labour als reine Formsache.
Der Machtwechsel in London findet vor dem Hintergrund einer monatelangen Regierungskrise statt. Starmer hatte bei einem Treffen der „Koalition der Willigen“ in Paris am Montag faktisch seine Abschiedstournee absolviert; der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron dankten ihm für seine Führungsrolle bei der Unterstützung der Ukraine. Burnhams designierte Amtsübernahme wird in britischen Kommentaren als Versuch gewertet, das angeschlagene Vertrauen in die Regierungspartei wiederherzustellen. Die formelle Wahl zum Parteivorsitzenden ist für den 17. Juli vorgesehen, die Amtsgeschäfte als Premierminister soll er am 20. Juli aufnehmen.
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Burnhams Weg zur Downing Street ist klar, aber die Warnung der Liberaldemokraten zur Wahlreform muss ernst genommen werden, bevor es zu spät ist.
Indem die Gewissheit von Burnhams Ernennung mit einer deutlichen Warnung einer rivalisierenden Partei gepaart wird, erzeugt die Erzählung ein Gefühl drohender Krise und politischer Einsätze.
Der Block lässt den Kontext des Rücktritts von Keir Starmer aufgrund von Skandalen aus, der die internen Turbulenzen vor Burnhams Aufstieg hervorheben würde.
Burnhams langjährige Erfahrung als Bürgermeister von Manchester und seine uneinholbare Führung machen ihn zum natürlichen Nachfolger nach Starmers skandalgeprägtem Abgang.
Indem Burnhams zehnjährige Amtszeit hervorgehoben und Starmers Skandalen gegenübergestellt wird, wird sein Aufstieg als verdienter und stabiler Übergang dargestellt.
Der Übergang ist verfahrenstechnisch: Burnham wird von der Partei gewählt und vom König ernannt, gemäß den etablierten verfassungsrechtlichen Schritten.
Indem der Fokus ausschließlich auf der numerischen Schwelle und dem formellen Zeitplan liegt, entpolitisiert die Erzählung das Ereignis und präsentiert es als routinemäßigen Verwaltungsprozess.
Der Block lässt den politischen Kontext von Starmer Rücktritt und die internen Labour-Dynamiken aus, was dem Übergang eine kontroverse Ebene hinzufügen würde.
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