
Allergiesaison verschärft sich: Klimawandel und Kältewelle erschweren Diagnose
In Kanada verdoppeln sich die Pollenwerte, während in Argentinien Ärzte vor Verwechslungen zwischen Allergien, Grippe und Dengue warnen.
Die Pollenbelastung in Kanada hat sich nach Angaben von Forschern innerhalb weniger Jahre verdoppelt. Daniel Coates, Direktor des Aerobiology Research Laboratories, führt diesen Anstieg auf den Klimawandel zurück: „Pollen lieben warmes Wetter. Je länger die Wärmeperioden, desto mehr Pollen gelangen in die Luft.“ Zugleich erschwere das unbeständige Wetter die Vorhersage; ein kühler Frühling habe die Baumpollenphase verzögert, sodass die Symptome nun intensiver und länger aufträten.
In Argentinien stehen Mediziner vor einer anderen Herausforderung. Dort zirkulieren gleich mehrere Erreger gleichzeitig: Grippe, Covid-19, Dengue, Chikungunya und Hantavirus. Die Symptome ähneln einander, besonders zu Beginn: verstopfte Nase, Halskratzen, Husten und Abgeschlagenheit. Der Schlüssel zur Unterscheidung liege in der Intensität der Schmerzen und der Reiseanamnese, so Experten. Während Grippe und Covid über die Luft übertragen werden, benötige Dengue Mücken und Hantavirus den Kontakt mit Nagetieren. Frühzeitige Diagnose sei entscheidend, um insbesondere die hohe Letalität des Hantavirus zu senken.
Hinzu kommt die Verwechslungsgefahr mit Allergien. Der Kardiologe Jorge Tartaglione wies darauf hin, dass acht Millionen Argentinier an Allergien litten, einer von fünf an Rhinitis. „Die Nase verwandelt sich in Wasser“, beschrieb er die typische Reaktion. Bei Kälteeinbrüchen falle die Abgrenzung schwer. Daniel López Rosetti erklärte, dass Kälte die Abwehrkräfte schwäche und das Eindringen von Viren wie dem Rhinovirus begünstige. Wer die Signale seines Körpers richtig deute, könne schwere Verläufe wie Lungenentzündung vermeiden.
Die zunehmende Vermischung von viralen Infekten und allergischen Reaktionen stellt nicht nur Patienten, sondern auch das Gesundheitssystem vor neue Aufgaben. In Deutschland, Österreich und der Schweiz dürften ähnliche Phänomene auftreten, falls sich die Pollensaison durch den Klimawandel weiter verlängert. Ärzte raten, bei ersten Symptome nicht nur an eine Erkältung zu denken, sondern auch eine Allergie oder exotischere Erreger in Betracht zu ziehen – besonders nach Reisen in tropische Gebiete. Die einzig sichere Methode bleibe der differenzierte Labortest.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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The Nordic press focuses on practical advice for allergy sufferers amid high pollen levels. Rather than alarming the public, they offer tips to manage symptoms during peak season, with a calm and helpful tone.
Atlantic press highlights that seasonal allergies are worsening due to climate change, citing Canadian research showing pollen levels have doubled. The tone is urgent, emphasizing the scientific evidence that warmer temperatures lead to more pollen, exacerbating health issues.
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