
Spaniens 0:0 gegen Kap Verde: Yamal relativiert Aufregung und lobt Messi
Der 18-jährige Stürmer spricht über seine Fitness, die Kritik am Auftaktremis und die mögliche Begegnung mit Argentinien – und erklärt Messi zum besten Spieler der Geschichte.
Das spanische Nationalteam ist mit einem 0:0 gegen Kap Verde in die Weltmeisterschaft 2026 gestartet. In der Gruppe H, die nach dem 1:1 zwischen Uruguay und Saudi-Arabien völlig ausgeglichen ist, sorgte der Auftakt für erhebliche Unruhe im Umfeld der Mannschaft. Lamine Yamal, der 18-jährige Flügelstürmer des FC Barcelona, wurde nach 54-tägiger Verletzungspause in der 70. Minute eingewechselt und konnte dem Spiel keine Wende mehr geben. Nach dem Abpfiff trat er den Kritikern jedoch entschlossen entgegen: "Es ist besser, die Seite umzublättern. Um ein Unentschieden gab es einen riesigen Wirbel. Für mich ist ein 6:0 im ersten Spiel nichts wert." Der Youngster forderte den Fokus auf das kommende Duell mit Saudi-Arabien: "Am Sonntag müssen wir gewinnen, das Remis gegen Kap Verde sagt gar nichts."
Yamal selbst steht noch nicht in voller körperlicher Verfassung. In einem Interview mit dem spanischen Fernsehen räumte er ein, dass er sich in einer Anpassungsphase befinde und ein Einsatz über 90 Minuten "zu früh und unnötig" sei. Er könne jedoch die Minuten spielen, die der Trainer für richtig halte. Spanische Medien berichten, dass Nationaltrainer Luis de la Fuente einen Einsatz von bis zu 45 Minuten erwägt. Der Angreifer hatte sich am biceps femoris des linken Beins verletzt und war bis kurz vor dem Turnier unsicher, ob er rechtzeitig fit würde. "Gott sei Dank haben mir die Ärzte gesagt, dass ich mit genügend Zeit ankommen würde", sagte Yamal. Die erzwungene Pause habe ihn mental reifen lassen.
Internationale Aufmerksamkeit zog Yamal mit seinen Äußerungen über Lionel Messi auf sich. Nachdem der argentinische Kapitän beim 3:0 gegen Algerien einen Hattrick erzielt hatte, erklärte der Spanier: "Jedes Spiel, das er bestreitet, zeigt, dass er der beste Spieler der Geschichte ist. Wenn jemand noch Zweifel hat, dann sucht er sie bewusst." Yamal, der Neymar als sein spielerisches Vorbild nennt, trennte damit scharf zwischen persönlicher Bewunderung und historischer Einordnung. Argentinische Beobachter werteten das Lob als bemerkenswertes Zeugnis eines Spielers, der selbst als möglicher Erbe der Weltklasse gilt.
Auf die Frage nach einem möglichen Aufeinandertreffen mit Argentinien im Turnierverlauf reagierte Yamal gelassen. "Wir können im Achtelfinale oder erst im Finale aufeinandertreffen. Um die Weltmeisterschaft zu gewinnen, muss man die Besten schlagen", sagte er und fügte hinzu: "Wir sind Spanien und wollen gegen die Besten spielen." Die Aussage wurde in spanischen wie internationalen Medien als Ausdruck des Selbstbewusstseins einer Mannschaft gedeutet, die trotz des Fehlstarts zu den Titelfavoriten zählt.
Die unmittelbare sportliche Konsequenz ist ein richtungsweisendes zweites Gruppenspiel. Spanien trifft am Sonntag in Atlanta auf Saudi-Arabien (13 Uhr Ortszeit Argentinien), ehe am 26. Juni das Duell mit Uruguay den Gruppenabschluss bildet. Angesichts der Punktgleichheit in der Gruppe H ist ein Sieg für das Team von de la Fuente nahezu obligatorisch, um nicht frühzeitig in eine prekäre Lage zu geraten. Yamals eingeschränkte Belastbarkeit könnte dabei die personellen Entscheidungen des Trainers maßgeblich beeinflussen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Das junge spanische Talent gibt zu, noch nicht fit für 90 Minuten zu sein, spielt das Auftaktremis herunter und sagt, ein mögliches Duell mit Argentinien schrecke ihn nicht. Im Fokus steht die Genesung, während die Aufregung um das Debüt als übertrieben abgetan wird.
Der spanische Star gibt ein Update zu seiner Fitness: Er ist noch nicht bereit für ein ganzes Spiel, nachdem er beim enttäuschenden Remis gegen Kap Verde eingewechselt wurde. Das Eingeständnis kommt vor dem Saudi-Arabien-Spiel, der Spieler sagt, er könne nur 45 Minuten spielen.
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