
Visum-Posse um Irans Torabi: Nach Einreise-Hürde doch noch WM-Einsatz gesichert
Ein abgelaufenes US-Visum für den iranischen Stürmer Mehdi Torabi sorgte für Turbulenzen, doch dank Vermittlung des Weltverbands FIFA erhielt er nun eine Mehrfacheinreiseerlaubnis.
Die iranische Fußball-Nationalmannschaft hat eine bürokratische Hürde genommen, die ihren WM-Auftakt überschattet hatte. Wie die Föderation FFIRI am Dienstag mitteilte, war das Visum des Angreifers Mehdi Torabi unmittelbar nach dem ersten Gruppenspiel gegen Neuseeland in Los Angeles abgelaufen. Der 28-Jährige, der beim 2:2 im SoFi-Stadion auf der Bank saß, verfügte lediglich über eine einmalige Einreisegenehmigung – anders als seine Teamkollegen, die mit Visa für mehrfache Grenzübertritte ausgestattet waren. Da das iranische Team seine Basis im mexikanischen Tijuana aufgeschlagen hat und für jede Partie in die Vereinigten Staaten pendelt, drohte Torabi für die verbleibenden Vorrundenspiele auszufallen.
Aus Teheraner Sicht war die Panne ein empfindlicher Rückschlag in einem ohnehin politisch aufgeladenen Turnier. Die Islamische Republik unterhält keine diplomatischen Beziehungen zu Washington, und die Einreisebestimmungen für iranische Staatsbürger sind seit Jahren ein sensibles Thema. Dass die Mehrheit des Kaders Mehrfachvisa erhielt, Torabi jedoch nur eine einmalige Einreise genehmigt wurde, nährte Spekulationen über eine mögliche Schikane. Die FFIRI betonte indes, man habe umgehend das Gespräch mit dem Weltverband FIFA gesucht, um eine Lösung zu finden. Aus Zürich, dem Sitz der FIFA, verlautete keine offizielle Stellungnahme, doch die Koordination zwischen Verband und US-Behörden trug rasch Früchte.
Noch am selben Tag vermeldete die FFIRI Entwarnung: Torabi habe ein neues Visum mit mehrfacher Gültigkeit erhalten und könne das Team nun ohne Einschränkungen begleiten. Damit steht der Flügelspieler für die zweite Gruppenpartie gegen Belgien am kommenden Sonntag – erneut in Los Angeles – sowie für das dritte Spiel in Seattle zur Verfügung. Die Nachricht wurde von Beobachtern in Washington als pragmatischer Schritt gewertet, um diplomatische Verstimmungen während des weltweit beachteten Turniers zu vermeiden. Auch aus Moskau, wo russische Medien die Causa aufgriffen, wurde der Vorgang als Beispiel für die komplexen Visa-Hürden im Vorfeld der WM 2026 kommentiert, die erstmals in drei Ländern ausgetragen wird.
Die Episode wirft ein Schlaglicht auf die logistischen und politischen Herausforderungen des Turniers. Die iranische Delegation hatte sich bewusst für ein Quartier im mexikanischen Tijuana entschieden, um die Reisekosten zu senken und die strengen US-Einreisekontrollen nur punktuell passieren zu müssen. Diese Strategie, die auch andere Teams mit angespannter Beziehung zu Washington erwägen, birgt jedoch das Risiko von Visa-Komplikationen bei jedem Grenzübertritt. Für die deutschen, österreichischen und Schweizer Mannschaften, die ihre Spiele ebenfalls in den USA austragen, sind solche Szenarien weniger wahrscheinlich, doch die Abhängigkeit von konsularischen Entscheidungen bleibt ein Unsicherheitsfaktor.
Mit der nun erteilten Mehrfachgenehmigung ist Torabis WM-Teilnahme gesichert, und der sportliche Fokus kann wieder in den Vordergrund rücken. Die iranische Auswahl, die sich nach dem Remis gegen Neuseeland noch Hoffnungen auf das Achtelfinale macht, benötigt gegen Belgien und den späteren Gegner dringend offensive Optionen. Der Fall zeigt zugleich, wie schnell administrative Details im hochpolitisierten Umfeld einer Weltmeisterschaft zur Staatsaffäre werden können – und dass die FIFA als Vermittler zwischen Gastgebern und Teilnehmern eine zunehmend diplomatische Rolle einnimmt.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die Visum-Posse um Torabi: Nachdem das Visum für eine einmalige Einreise ablief, prangerte der iranische Verband die bürokratische Hürde an. Durch koordinierte Bemühungen erhielt der Spieler schließlich ein neues Mehrfachvisum und sicherte sich so die weitere WM-Teilnahme.
Der iranische Stürmer Torabi hat ein US-Visum erhalten, das ihm die Teilnahme am restlichen WM-Turnier ermöglicht. Ursprünglich nur für eine einmalige Einreise zugelassen, führten die Bemühungen des Verbands und die Abstimmung mit der FIFA zu einem neuen Mehrfachvisum.
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