
Venezuela: Über 3800 Tote nach Doppelbeben – Präsidentin bittet König Charles um Goldfreigabe
Die venezolanische Interimspräsidentin Delcy Rodríguez hat König Charles III. gebeten, rund 30 Tonnen eingefrorener Goldreserven für den Wiederaufbau freizugeben, während die UN knapp 300 Millionen Dollar Nothilfe beantragt.
Bei den beiden schweren Erdbeben vom 24. Juni im venezolanischen Bundesstaat La Guaira sind nach offiziellen Angaben 3.811 Menschen ums Leben gekommen. Die Regierung in Caracas bezifferte die Zahl der Verletzten auf 16.740; knapp 18.000 Menschen wurden obdachlos. Tausende gelten weiterhin als vermisst, während Angehörige in den Trümmern nach Verschütteten suchen. Die Vereinten Nationen schätzen den Gesamtschaden auf 6,7 Milliarden Dollar, was etwa sechs Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes entspricht.
Die UN hat einen dringenden Spendenaufruf über 296 Millionen Dollar gestartet, um 1,3 Millionen Betroffene in den kommenden sechs Monaten mit Nahrung, Wasser und medizinischer Versorgung zu unterstützen. Der internationale Flughafen von Caracas ist beschädigt und für den kommerziellen Flugverkehr gesperrt. Nach Angaben der Behörden wurden 856 Gebäude beschädigt, 190 davon stürzten vollständig ein.
Vor diesem Hintergrund hat die Interimspräsidentin Delcy Rodríguez nach eigenen Worten ein Schreiben an König Charles III. gerichtet, um die Freigabe von etwa 30 Tonnen venezolanischen Goldes zu erwirken, das im Rahmen britischer Sanktionen bei der Bank of England eingefroren ist. Aus Washingtoner Sicht wurden bereits unmittelbar nach den Beben zahlreiche Wirtschaftssanktionen für vier Monate ausgesetzt, um Hilfslieferungen zu erleichtern. Die venezolanische Regierung fordert zudem die Freigabe aller im Ausland blockierten Vermögenswerte. In London verweist man auf ein laufendes Gerichtsverfahren um die Goldreserven, die bereits unter der Vorgängerregierung mehrfach vergeblich eingefordert worden waren.
Die Bergungsarbeiten sind inzwischen weitgehend eingestellt; internationale Rettungsteams haben die Suche nach Überlebenden beendet. Angehörige durchkämmen jedoch weiterhin die Trümmer, während die Behörden psychologische Betreuung in Notunterkünften bereitstellen. Die endgültige Opferzahl bleibt angesichts der noch immer ungeklärten Vermisstenfälle vorläufig.
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Die internationale Gemeinschaft muss handeln; das Gold gehört dem venezolanischen Volk und muss für humanitäre Hilfe freigegeben werden.
Indem der Block den UN-Aufruf mit der Goldforderung nebeneinanderstellt, schafft er einen moralischen Imperativ: Das Gold wird für die Hilfe benötigt, und sein Zurückhalten ist ungerecht.
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Die Präsidentin Venezuelas hat eine Anfrage an den König von England gerichtet; das ist die Nachricht.
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Venezuela hat im Ausland blockierte Ressourcen; die Sanktionen müssen aufgehoben werden, um den Wiederaufbau zu ermöglichen.
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