
Utah ruft Notstand aus: Größter US-Waldbrand wächst unkontrolliert
Der Cottonwood-Feuer in Utah zwingt zu Evakuierungen; in Kolumbien verschärfen illegale Köhlereien die Brandgefahr vor dem El Niño.
In Utah hat Gouverneur Spencer Cox den Notstand ausgerufen und für die Zeit um den Unabhängigkeitstag am 4. Juli ein Feuerwerksverbot verhängt. Der Cottonwood-Waldbrand, der am Montag in einer dünn besiedelten Region im Süden des Bundesstaates ausbrach, hat sich bis Freitag auf mehr als 290 Quadratkilometer ausgedehnt und ist nach Angaben der Forstbehörden vollständig außer Kontrolle.
Das Feuer, eines von sechs großen Bränden in Utah, hat das Skigebiet Eagle Point im Beaver County schwer beschädigt und zu Zwangsevakuierungen geführt. Starke Winde mit anhaltenden Geschwindigkeiten von 56 Kilometern pro Stunde und Böen von bis zu 72 Kilometern pro Stunde verhinderten den Einsatz von Löschflugzeugen, erklärte eine Sprecherin der Einsatzleitung. Die Rauchentwicklung war bis ins Hunderte Kilometer entfernte Colorado sichtbar. Rund 1.300 Anwohner in den Orten Marysvale, Junction und Circleville wurden aufgefordert, sich auf eine mögliche Flucht vorzubereiten.
Der Nationale Wetterdienst in Salt Lake City gab erstmals in seiner Geschichte eine Warnung vor einer „besonders gefährlichen Lage“ für fünf Bezirke heraus – eine Warnstufe, die sonst für Tornadogefahr reserviert ist. Für weite Teile des Westens der USA, von Idaho bis Arizona, galten am Freitag sogenannte Red-Flag-Warnungen wegen niedriger Luftfeuchtigkeit, hoher Temperaturen und starker Winde. In Utah sind in diesem Jahr bereits 376 Waldbrände registriert worden; 273 davon wurden nach Behördenangaben durch Menschen verursacht.
Auch in Kolumbien warnt die Umweltbehörde CAR vor einer durch menschliches Handeln verschärften Brandgefahr. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 hat die Behörde nach eigenen Angaben 27 offene Verbrennungen zur illegalen Herstellung von Holzkohle gestoppt, vor allem in den Gemeinden Nemocón und Ráquira. Die Juristische Direktorin der CAR, Constanza Zúñiga, erklärte, dass diese unkontrollierten Feuer mit dem bevorstehenden Wetterphänomen El Niño eine erhebliche Gefahr für Waldbrände darstellten.
Die Ursache des Cottonwood-Feuers ist noch ungeklärt. Die Behörden haben Ermittlungen aufgenommen. Die Evakuierungsanordnungen bleiben vorerst in Kraft.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Im Westen der USA fachen extreme Hitze, Dürre und Wind massive Waldbrände an. Der Gouverneur von Utah hat den Notstand ausgerufen und Feuerwerk vor den Feierlichkeiten zum 4. Juli verboten, während sich das Cottonwood-Feuer rasch ausbreitet. Die Behörden warnen, dass die Kombination aus trockener Vegetation und starken Winden außergewöhnlich gefährliche Bedingungen schafft.
In Kolumbien leitet das Departement Cundinamarca eine regionale Initiative zur Vorbereitung auf das El-Niño-Phänomen und zum Schutz strategischer Ökosysteme. Unterdessen verstärken die Umweltbehörden die Maßnahmen gegen die illegale Holzkohleproduktion unter freiem Himmel, die häufig Waldbrände auslöst und die Luftqualität in der Savanne von Bogotá verschlechtert.
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