
USA als Gruppensieger weiter, Türkei ohne Tor vor dem letzten Vorhang
Die Gastgeber ziehen mit makelloser Bilanz ins Achtelfinale, während die Türkei nach zwei Niederlagen und ohne Torerfolg vor dem Turnierende steht; das abschließende Duell wird zur Frage von Rhythmus und Personalschonung.
Die Entscheidung in der Gruppe D ist vor dem letzten Spieltag gefallen. Die Vereinigten Staaten haben nach einem 4:1 gegen Paraguay und einem 2:0 gegen Australien den Gruppensieg perfekt gemacht – und dies frühzeitig, weil die Fifa bei Punktgleichheit den direkten Vergleich vor das Torverhältnis setzt. Die Türkei scheidet nach Niederlagen gegen Australien (0:2) und Paraguay (0:1) dagegen aus. Zum Abschluss treffen beide Mannschaften am späten Donnerstagabend (Ortszeit) im ausverkauften SoFi Stadium in Inglewood aufeinander, einem Spiel, das sportlich nichts mehr entscheiden kann.
Für den US-Trainer Mauricio Pochettino wird die Partie zur taktischen Abwägung zwischen der Wahrung des Rhythmus und der Schonung von Schlüsselspielern. Mehrere Akteure, darunter Chris Richards, Antonee Robinson, Tyler Adams und Folarin Balogun, würden bei einer weiteren gelben Karte das Achtelfinale verpassen. Gleichzeitig steht die Rückkehr von Christian Pulisic bevor: Der Offensivspieler hatte sich im Auftaktspiel eine Wadenverletzung zugezogen und fehlte gegen Australien, fühlt sich nach eigenen Angaben aber wieder bereit. In der amerikanischen Presse wird zudem über eine mögliche Bewährungschance für Alejandro Zendejas spekuliert, der bislang noch keine Minute im Turnier spielte.
Aus türkischer Perspektive gerät das Duell zur letzten Gelegenheit, das eigene Gesicht zu wahren. Die Mannschaft um Arda Güler und Kenan Yıldız blieb in den ersten beiden Partien ohne Tor und scheiterte gegen Paraguay trotz spielerischer Überlegenheit an der eigenen Chancenverwertung. Die Absenz von Yunus Akgün, der verletzungsbedingt ausfällt, verringert die Alternativen auf den Außenbahnen. Türkische Kommentatoren mahnen, die Mannschaft müsse zumindest den ersten Treffer erzielen, um nicht als eine der schwächsten Offensiven der Turniergeschichte dazustehen.
In den internationalen Vorberichten wird die untergeordnete Bedeutung der Partie unterschiedlich akzentuiert. Während Sender wie Fox und CazéTV die Übertragung dennoch als Rahmen für die Einstimmung auf die K.-o.-Runde nutzen, verweisen indonesische und arabische Berichte auf die historische Chance des Gastgebers, erstmals seit 1930 wieder alle drei Gruppenspiele zu gewinnen. Aus türkischer Sicht hingegen dominiert die Enttäuschung über die verpasste Chance, nach 24 Jahren WM-Abstinenz als Geheimfavorit auftreten zu können.
Für die USA ist das Achtelfinale am 1. Juli in Santa Clara gegen einen Gruppendritten fixiert. Das letzte Gruppenspiel soll den Rhythmus sichern und die personellen Kräfte schonen. Die Türkei verabschiedet sich mit dem Schlusspfiff aus dem Turnier – und hofft auf ein versöhnliches Ende.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die USA haben bereits den Gruppensieg in Gruppe D gesichert und treffen nun auf die bereits ausgeschiedene Türkei. Das Spiel bietet die Gelegenheit, den Schwung beizubehalten und die Dominanz zu unterstreichen, auch wenn der Trainer rotieren könnte, um Sperren zu vermeiden. Es ist eine Partie mit geringem Risiko, doch der Gastgeber will seine weiße Weste wahren.
Mauricio Pochettino erweist sich als erster großer Gewinner dieser Weltmeisterschaft, nachdem er ein konkurrenzfähiges amerikanisches Team geformt hat. Trotz des zweitrangigen Status des Fußballs in den USA gewinnt sein Projekt an Fahrt, und die vorzeitige Qualifikation bestätigt seine langfristige Wette. Im Mittelpunkt stehen der Triumph des Trainers und die taktische Reife der Mannschaft.
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