
US-Ausschuss erzwingt mit Subpoena Aussage von Leon Black zu Epstein-Vereinbarungen
Der Milliardär verließ das Interview, nachdem er Fragen zu Geheimhaltungsabkommen mit Opfern verweigerte; der Ausschuss setzt eine erneute Befragung unter Eid an.
Der Vorsitzende des Haushaltskontrollausschusses des US-Repräsentantenhauses, James Comer, hat dem Milliardär Leon Black während einer freiwilligen Befragung am Freitag zwei Subpoenas zustellen lassen. Black hatte sich geweigert, Fragen zu Vertraulichkeitsvereinbarungen (NDAs) mit Frauen aus dem Umfeld des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein zu beantworten. Der Investor verließ daraufhin den Sitzungssaal; der Ausschuss verpflichtet ihn nun, am 16. Juli unter Eid auszusagen und die betreffenden Dokumente vorzulegen.
Comer erklärte, die NDAs seien zentral für die Untersuchung, da sie Aufschluss darüber geben könnten, ob Epstein an der Ausarbeitung oder Finanzierung der Vereinbarungen beteiligt war. Blacks Anwältin Susan Estrich wies die Vorladungen als „geplanten politischen Trick“ zurück und betonte, Epstein habe mit etwaigen NDAs nichts zu tun gehabt. In seiner vorbereiteten Stellungnahme hatte Black zuvor erklärt, er habe Epstein zwischen 2012 und 2017 rund 158 Millionen Dollar für legitime Steuer- und Nachlassplanungsdienste gezahlt, und jegliches Wissen um dessen kriminelle Handlungen bis zur Anklage 2019 bestritten.
Die Befragung Blacks ist Teil einer breiteren Untersuchung des Ausschusses zu Epsteins Netzwerk und dem Umgang der Justiz mit den Vorwürfen. Aus Washingtoner Sicht geht es dabei um die Frage, inwieweit einflussreiche Persönlichkeiten den Straftäter auch nach dessen erster Verurteilung 2008 stützten. So wurde kürzlich bekannt, dass Sarah Ferguson, die ehemalige Herzogin von York, Epstein zweimal in einem Büro in Palm Beach besuchte, während er eine Haftstrafe verbüßte und tagsüber Freigang hatte. Aus veröffentlichten E-Mails geht hervor, dass sie ihn als „Legende“ bezeichnete und geschäftliche Themen erörterte. Zudem hatte Epsteins langjährige Assistentin Lesley Groff dem Ausschuss zufolge eingeräumt, über den American-Express-Reiseservice Flüge für Frauen gebucht zu haben, darunter sogenannte „Täuschungsflüge“ zur Visa-Beschaffung, ohne jedoch von sexuellen Absichten gewusst zu haben.
Die erzwungene Aussage Blacks unter Eid könnte nach Einschätzung des Ausschusses neue Details zu den finanziellen und rechtlichen Verflechtungen Epsteins mit seinem Umfeld liefern. Der Ausschuss erwartet, die NDAs in Händen zu halten und Black am 16. Juli erneut zu befragen. Das Protokoll der abgebrochenen Sitzung soll in den kommenden Tagen veröffentlicht werden. Die Untersuchung, die bereits mehr als ein Dutzend Zeugen vernommen hat, bleibt damit auf weitere Enthüllungen ausgerichtet.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
2 Mediengruppen · 1 Sprachen
Milliardär Leon Black wurde mitten in seiner Zeugenaussage vorgeladen, nachdem er sich weigerte, Details zu Geheimhaltungsvereinbarungen mit Epstein-Opfern preiszugeben. Der Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses wertete dies als Behinderung, während Blacks Anwälte von einem politischen Manöver sprachen. Der Vorfall unterstreicht das Bestreben, das Netz der Geheimhaltung um Epsteins Weggefährten zu durchbrechen.
Milliardär Leon Black erklärte den Abgeordneten, dass Jeffrey Epstein ihn während ihrer jahrelangen Beziehung getäuscht habe, für die er 158 Millionen Dollar zahlte. Er beteuerte, keine Straftat begangen zu haben und von Epsteins Missbrauch nichts gewusst zu haben. Die Aussage ist Teil einer umfassenderen parlamentarischen Untersuchung zu Epsteins Netzwerk.
Erweitere deinen Horizont
Argentinien lockert Dollar-Kreditvergabe und plant Staatsbürgerschaft für Investoren
4 Sprachen · 11 Quellen
Aus TechnologyElektrifizierte Offensive in Schwellenmärkten: Vorverkäufe und Plattformstrategien
3 Sprachen · 5 Quellen
Aus Science & HealthCholera-Ausbruch in der Zentralafrikanischen Republik: 197 Fälle, 24 Tote
4 Sprachen · 7 Quellen