
Uruguay entgeht Blamage: Araújos später Treffer rettet Remis gegen Saudi-Arabien
In einem von Torwartfehlern geprägten Duell erzwingt Uruguay ein 1:1, während Saudi-Arabien erneut einen großen Coup nur knapp verpasst und die Gruppe H völlig offen bleibt.
Die uruguayische Nationalmannschaft ist am Montagabend in Miami nur haarscharf einer Wiederholung des saudischen Coup von Katar entgangen. Vor vier Jahren hatten die „Grünen Falken“ den späteren Weltmeister Argentinien zum Auftakt mit 2:1 besiegt; diesmal führten sie gegen den zweimaligen Champion Uruguay bis in die 80. Minute, ehe Maximiliano Araújo vom Sporting Lissabon nach einem Abpraller den 1:1-Ausgleich erzielte. Der Treffer bewahrte die „Celeste“ vor einer Niederlage, die angesichts der 28 uruguayischen Torschüsse und einer drückenden Überlegenheit nach der Pause kaum vorstellbar schien.
Dabei hatte sich das Unheil für die Mannschaft von Marcelo Bielsa schon in der ersten Halbzeit angedeutet. Nach einer Ecke in der 41. Minute parierte Uruguays Schlussmann Fernando Muslera einen Kopfball nur unzureichend, sodass Abdulelah Al-Amri den Abpraller aus kurzer Distanz über die Linie drücken konnte. Es war ein Tor, das die defensive Disziplin der Saudis belohnte und zugleich die mangelnde Durchschlagskraft der Südamerikaner offenlegte. Bielsa reagierte mit einem Doppelwechsel zur Pause, und fortan spielte sich das Geschehen fast ausschließlich in der saudischen Hälfte ab. Doch Mohammed Al-Owais im Tor der Araber wuchs über sich hinaus: Mit neun Paraden – der Höchstwert des Turniers bis dahin – hielt er den Vorsprung fest, bis ihm in der Schlussphase selbst ein Fehler unterlief, als er einen Schuss nicht festhalten konnte und Araújo den Ball verwertete.
Die Reaktionen auf das Remis fielen entsprechend konträr aus. Aus südamerikanischer Perspektive überwog der Frust. Bielsa sprach von einem „verdienten Sieg“, den seine Mannschaft durch „zehn vergebene Großchancen“ verspielt habe, und Kapitän Federico Valverde teilte die Enttäuschung. In saudischen Medien und in der arabischen Welt hingegen wurde das Ergebnis als weiterer Beleg für die wachsende Konkurrenzfähigkeit asiatischer Teams gewertet. Kapitän Salem Al-Dawsari betonte, seine Mannschaft habe „einen Sieg verdient“ und sehe das Unentschieden als „guten Start“ auf dem Weg ins Achtelfinale. Besonders pikant: In Indonesien, dessen Nationalelf in der Qualifikation an Saudi-Arabien gescheitert war, wurde das Spiel in sozialen Netzwerken intensiv diskutiert – als späte Genugtuung, dass selbst ein Schwergewicht wie Uruguay an der saudischen Defensive beinahe zerschellte.
Das Resultat fügt sich in einen bemerkenswerten Auftakt der Gruppe H ein. Wenige Stunden zuvor hatte bereits Außenseiter Kap Verde den Europameister Spanien mit einem torlosen Remis überrascht. Damit weisen alle vier Teams nach dem ersten Spieltag einen Punkt auf, was die Gruppe zu einer der unberechenbarsten des Turniers macht. Für Uruguay, das im nächsten Spiel auf Kap Verde trifft, wird es nun zur Pflicht, die notorische Abschlussschwäche abzustellen. Saudi-Arabien wiederum hat mit dem Punktgewinn gegen einen vermeintlichen Favoriten eine gute Ausgangslage für die Duelle mit Spanien und Kap Verde geschaffen. Die asiatischen Vertreter, die in diesem Turnier bislang ungeschlagen sind, untermauern damit einen Trend, der auch für europäische Teams bei künftigen Begegnungen erhöhte Wachsamkeit erfordert.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Uruguay entging einer Blamage gegen Saudi-Arabien durch ein spätes Tor von Maximiliano Araújo. Bielsas Mannschaft zeigte eine besorgniserregende Leistung, besonders in der ersten Halbzeit, und das Unentschieden offenbarte mangelnde Durchschlagskraft im Angriff und defensive Schwächen. Die südamerikanischen Teams sind im Turnier weiter sieglos, was den Druck auf Uruguay für die kommenden Spiele erhöht.
Saudi-Arabien überstand einen unerbittlichen uruguayischen Angriffssturm, schluckte 29 Schüsse und 14 Ecken und sicherte sich ein hart erkämpftes 1:1. Torhüter Mohammed Al-Owais zeigte eine Reihe entscheidender Paraden und bescherte den Green Falcons einen wertvollen Punkt zum Auftakt der Gruppe H. Uruguay dominierte, aber es fehlte die Durchschlagskraft, um eine entschlossene saudische Abwehr zu knacken.
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