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Verteidigung & SicherheitSamstag, 27. Juni 2026

Ukrainische Raketen treffen Rüstungsfabrik in Wolgograd – Kiew setzt 40-Tage-Offensive fort

Die Ukraine hat mit weitreichenden Raketen eine russische Rüstungsfabrik in Wolgograd angegriffen, während Moskau erneut Energieanlagen und Wohngebiete in der Ukraine bombardierte.

In der Nacht zum Samstag hat die Ukraine nach eigenen Angaben mit neu entwickelten FP-5-Flamingo-Marschflugkörpern das Titan-Barrikady-Werk in Wolgograd getroffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Angriff und bezeichnete die Anlage als bedeutenden Industriekomplex, in dem Artilleriesysteme und Komponenten für Raketenstartvorrichtungen – darunter für das Iskander-M-System – produziert werden. Der Gouverneur der Region Wolgograd, Andrej Botscharow, räumte einen Treffer auf ein Industrieunternehmen ein und meldete mindestens einen Toten sowie elf Verletzte. Unabhängige russische Medien wie Astra berichteten unter Berufung auf Anwohner von Explosionen und einem Großbrand. Der Angriff ist Teil einer von Selenskyj öffentlich gemachten 40-tägigen Operation, mit der Kiew den Druck auf Moskau erhöhen will, um ein Ende des Krieges zu erzwingen.

Zeitgleich setzte Russland seine Angriffe auf ukrainische Infrastruktur fort. Nach Angaben der regionalen Behörden wurden in den Gebieten Dnipropetrowsk und Sumy mindestens zwei Zivilisten durch Drohnen- und Bombenangriffe getötet, mehr als zwanzig weitere verletzt. In Saporischschja traf ein russischer Angriff ein Wohnhochhaus; neun Menschen, darunter zwei Kinder, wurden verletzt. Der staatliche ukrainische Energiekonzern Naftogaz meldete zudem schwere Schäden an Produktionsanlagen in den Regionen Poltawa und Charkiw durch ballistische Raketen und Drohnen, wobei nach Konzernangaben keine Mitarbeiter zu Schaden kamen. Auf der von Russland kontrollierten Seite der Front starb in Horliwka im Gebiet Donezk eine Frau bei einem ukrainischen Angriff, wie der prorussische Bürgermeister mitteilte.

Aus Kiewer Sicht sind die Schläge gegen Rüstungsbetriebe und Energieinfrastruktur in Russland legitime militärische Ziele, die die Fähigkeit Moskaus zur Kriegführung schwächen und die russische Bevölkerung die Kosten des Konflikts spüren lassen sollen. Der ukrainische Geheimdienst SBU erklärte zudem, zum zweiten Mal binnen eines Monats die Ölpumpstation Wtorowo nahe Wladimir getroffen zu haben, die für die Treibstoffversorgung Moskaus von Bedeutung ist. In Moskau hingegen werden die Angriffe als Eskalation gewertet; das Verteidigungsministerium betont, selbst nur militärische und energetische Ziele in der Ukraine anzugreifen. Die russische Führung ließ am Freitag verlauten, innerhalb einer Nacht 660 ukrainische Drohnen abgeschossen zu haben – eine der höchsten gemeldeten Zahlen seit Kriegsbeginn. Auf der 2014 annektierten Krim wurde wegen Treibstoff- und Strommangels infolge ukrainischer Angriffe der regionale Notstand ausgerufen.

Diplomatisch bleiben die Fronten verhärtet. Selenskyj erklärte, der Ukraine sei an einem Treffen mit Russland gelegen, und man habe Friedensvorschläge an „Freunde Putins“ übermittelt. Beobachter in Kiew verweisen dabei auf das Treffen zwischen Wladimir Putin und dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko am 26. Juni, bei dem nach Kremlangaben auch Fragen regionaler Sicherheit besprochen wurden. Lukaschenko selbst hatte zuvor von Kontakten mit ukrainischen Vertretern gesprochen. Aus Brüsseler Sicht unterstreicht die anhaltende Gewalt die Notwendigkeit humanitärer Vorsorge: Die EU-Kommission schlug vor, den vorübergehenden Schutz für ukrainische Flüchtlinge bis März 2028 zu verlängern und zugleich den Zugang für neu ankommende wehrpflichtige Männer einzuschränken. Die 40-Tage-Operation Kiews läuft unterdessen weiter; eine unmittelbare Deeskalation ist nicht in Sicht.

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Der ukrainische Präsident beanspruchte einen erfolgreichen Angriff auf eine Militäranlage in Wolgograd mit selbst hergestellten Raketen. Unterdessen forderten gegenseitige Angriffe auf beiden Seiten Opfer: Russische Angriffe töteten Zivilisten in den Gebieten Dnipropetrowsk und Sumy, und ein ukrainischer Angriff auf Horliwka forderte ein Todesopfer.

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Ukrainische Streitkräfte griffen eine Raketenfabrik in Wolgograd an, die Selenskyj als legitimes Ziel bezeichnete, da sie Waffen produziere, die gegen die Ukraine eingesetzt würden. In der Nacht töteten russische Angriffe zwei Zivilisten in der Ukraine, während ein ukrainischer Angriff auf Horliwka nach Angaben örtlicher Behörden ein Todesopfer forderte.

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Samstag, 27. Juni 2026

Ukrainische Raketen treffen Rüstungsfabrik in Wolgograd – Kiew setzt 40-Tage-Offensive fort

Die Ukraine hat mit weitreichenden Raketen eine russische Rüstungsfabrik in Wolgograd angegriffen, während Moskau erneut Energieanlagen und Wohngebiete in der Ukraine bombardierte.

In der Nacht zum Samstag hat die Ukraine nach eigenen Angaben mit neu entwickelten FP-5-Flamingo-Marschflugkörpern das Titan-Barrikady-Werk in Wolgograd getroffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Angriff und bezeichnete die Anlage als bedeutenden Industriekomplex, in dem Artilleriesysteme und Komponenten für Raketenstartvorrichtungen – darunter für das Iskander-M-System – produziert werden. Der Gouverneur der Region Wolgograd, Andrej Botscharow, räumte einen Treffer auf ein Industrieunternehmen ein und meldete mindestens einen Toten sowie elf Verletzte. Unabhängige russische Medien wie Astra berichteten unter Berufung auf Anwohner von Explosionen und einem Großbrand. Der Angriff ist Teil einer von Selenskyj öffentlich gemachten 40-tägigen Operation, mit der Kiew den Druck auf Moskau erhöhen will, um ein Ende des Krieges zu erzwingen.

Zeitgleich setzte Russland seine Angriffe auf ukrainische Infrastruktur fort. Nach Angaben der regionalen Behörden wurden in den Gebieten Dnipropetrowsk und Sumy mindestens zwei Zivilisten durch Drohnen- und Bombenangriffe getötet, mehr als zwanzig weitere verletzt. In Saporischschja traf ein russischer Angriff ein Wohnhochhaus; neun Menschen, darunter zwei Kinder, wurden verletzt. Der staatliche ukrainische Energiekonzern Naftogaz meldete zudem schwere Schäden an Produktionsanlagen in den Regionen Poltawa und Charkiw durch ballistische Raketen und Drohnen, wobei nach Konzernangaben keine Mitarbeiter zu Schaden kamen. Auf der von Russland kontrollierten Seite der Front starb in Horliwka im Gebiet Donezk eine Frau bei einem ukrainischen Angriff, wie der prorussische Bürgermeister mitteilte.

Aus Kiewer Sicht sind die Schläge gegen Rüstungsbetriebe und Energieinfrastruktur in Russland legitime militärische Ziele, die die Fähigkeit Moskaus zur Kriegführung schwächen und die russische Bevölkerung die Kosten des Konflikts spüren lassen sollen. Der ukrainische Geheimdienst SBU erklärte zudem, zum zweiten Mal binnen eines Monats die Ölpumpstation Wtorowo nahe Wladimir getroffen zu haben, die für die Treibstoffversorgung Moskaus von Bedeutung ist. In Moskau hingegen werden die Angriffe als Eskalation gewertet; das Verteidigungsministerium betont, selbst nur militärische und energetische Ziele in der Ukraine anzugreifen. Die russische Führung ließ am Freitag verlauten, innerhalb einer Nacht 660 ukrainische Drohnen abgeschossen zu haben – eine der höchsten gemeldeten Zahlen seit Kriegsbeginn. Auf der 2014 annektierten Krim wurde wegen Treibstoff- und Strommangels infolge ukrainischer Angriffe der regionale Notstand ausgerufen.

Diplomatisch bleiben die Fronten verhärtet. Selenskyj erklärte, der Ukraine sei an einem Treffen mit Russland gelegen, und man habe Friedensvorschläge an „Freunde Putins“ übermittelt. Beobachter in Kiew verweisen dabei auf das Treffen zwischen Wladimir Putin und dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko am 26. Juni, bei dem nach Kremlangaben auch Fragen regionaler Sicherheit besprochen wurden. Lukaschenko selbst hatte zuvor von Kontakten mit ukrainischen Vertretern gesprochen. Aus Brüsseler Sicht unterstreicht die anhaltende Gewalt die Notwendigkeit humanitärer Vorsorge: Die EU-Kommission schlug vor, den vorübergehenden Schutz für ukrainische Flüchtlinge bis März 2028 zu verlängern und zugleich den Zugang für neu ankommende wehrpflichtige Männer einzuschränken. Die 40-Tage-Operation Kiews läuft unterdessen weiter; eine unmittelbare Deeskalation ist nicht in Sicht.

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Der ukrainische Präsident beanspruchte einen erfolgreichen Angriff auf eine Militäranlage in Wolgograd mit selbst hergestellten Raketen. Unterdessen forderten gegenseitige Angriffe auf beiden Seiten Opfer: Russische Angriffe töteten Zivilisten in den Gebieten Dnipropetrowsk und Sumy, und ein ukrainischer Angriff auf Horliwka forderte ein Todesopfer.

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Ukrainische Streitkräfte griffen eine Raketenfabrik in Wolgograd an, die Selenskyj als legitimes Ziel bezeichnete, da sie Waffen produziere, die gegen die Ukraine eingesetzt würden. In der Nacht töteten russische Angriffe zwei Zivilisten in der Ukraine, während ein ukrainischer Angriff auf Horliwka nach Angaben örtlicher Behörden ein Todesopfer forderte.

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