
Ukrainische Drohnen treffen acht Tanker der russischen Schattenflotte im Asowschen Meer
Die Angriffe auf die Treibstoffversorgung der Krim verschärfen die Versorgungskrise auf der Halbinsel und sind Teil einer systematischen Kampagne Kiews.
In der Nacht zum 8. Juli haben ukrainische Drohnen nach Angaben der Streitkräfte in Kiew acht Tanker der sogenannten russischen Schattenflotte im Asowschen Meer getroffen. Die Schiffe, die Treibstoff auf die annektierte Krim lieferten, wurden nach Darstellung der ukrainischen Drohnenstreitkräfte schwer beschädigt; zudem seien ein Trockenfrachter und eine Fähre getroffen worden. Der Kommandeur der Einheit, Robert Brovdi, veröffentlichte Drohnenaufnahmen, die brennende Schiffe zeigen sollen. Die Attacken sind Teil einer intensivierten Kampagne gegen die maritime Logistik Russlands.
Aus Kiewer Sicht zielen die Schläge darauf ab, die Versorgung der russischen Truppen auf der Krim mit Treibstoff und Munition zu unterbrechen. Brovdi sprach von einer „Schlacht um das Benzin für die Krim“. Die ukrainischen Streitkräfte erklärten, alle acht Tanker stünden unter internationalen Sanktionen und hätten eine Tragfähigkeit von jeweils rund 7.000 Tonnen. Nach einer Analyse der Nachrichtenagentur Reuters traf dies jedoch nur auf zwei der sieben zunächst identifizierten Schiffe zu. Russland hat sich zu den Angriffen bislang nicht öffentlich geäußert. Der Experte John Hardie von der Foundation for Defense of Democracies sagte der Kyiv Independent, Moskau fehle weiterhin eine wirksame Antwort auf diese Strategie.
Die Attacken verschärfen die bereits angespannte Treibstofflage auf der Krim. Seit Ende Mai gilt dort eine Treibstoffrationierung, nachdem ukrainische Angriffe auf Tanklastzüge und die Nachschubroute entlang der Straße R-280 zu Engpässen geführt hatten. Der von Russland eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow hatte Mitte Juni den vollständigen Verkaufsstopp von Benzin an Tankstellen verkündet; nur staatliche Dienste werden noch versorgt. Die Schattenflotte, bestehend aus oft schlecht gewarteten und unzureichend versicherten Tankern, dient Moskau zur Umgehung westlicher Sanktionen beim Ölexport. Kiew drängt seine Verbündeten seit Langem, härter gegen diese Schiffe vorzugehen. Parallel zu den Angriffen auf See meldete die ukrainische Seite Störungen der Stromversorgung auf der Krim sowie Brände in Energie- und Logistikanlagen.
Während der Angriffe warb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einem Treffen in Ankara um verstärkte Luftabwehrhilfen. Er bezeichnete die Lieferung zusätzlicher Flugabwehrraketen als höchste Priorität und verwies auf Gespräche mit den USA über eine Lizenzproduktion des Patriot-Systems. Aus europäischer Sicht mahnte Selenskyj, der Kontinent benötige eigene, kostengünstige und rasch verfügbare Systeme zur Abwehr ballistischer Raketen. Die systematische Unterbrechung der russischen Nachschubwege auf dem Asowschen Meer dürfte nach Kiewer Ankündigungen fortgesetzt werden. Eine unabhängige Bestätigung der Schäden liegt nicht vor, und Moskau hält sich mit einer offiziellen Reaktion zurück. Die Entwicklung unterstreicht die zunehmende Bedeutung des Drohnenkriegs für die ukrainische Strategie, die Krim von Russland zu isolieren.
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Ukraine strikes Russia's shadow fleet, cutting off fuel supplies to occupied Crimea.
The narrative adopts the term 'shadow fleet' as a given, normalizing the Ukrainian action as legitimate self-defense.
Ukraine intensifies attacks on Russia's shadow fleet, demonstrating Moscow's vulnerability.
Including a Western expert's comment lends authority to the narrative of an effective Ukrainian strike.
Ukraine strikes Russia's shadow fleet to cut off supplies to Crimea.
Repeating the term 'shadow fleet' and emphasizing sanctions legitimizes the Ukrainian action as part of an international effort.
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